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	<title>Kommentare zu: Sprache als Entwicklungsbremse</title>
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	<description>[mit] Sprache gestalten</description>
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		<title>Von: Cla Gleiser</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2009/06/19/sprache-als-entwicklungsbremse/comment-page-1/#comment-225</link>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 13:23:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://verstaendlich.ch/?p=129#comment-225</guid>
		<description>Hi Tobias. 
Ich habe beim Schreiben des Artikels auch ständig an die armen Theologen gedacht, die sich mit einem unangemessenen Vokabular abmühen müssen, um sprachlich um den &quot;Gegenstand ihres Forschens&quot; herumzutänzeln. Es wäre interessant (und allenfalls auch hilfreich) einmal grundsätzlich zu überlegen, was diese Unangemessenheit für das theologische Gespräch bedeuten könnte. Der theologische &quot;Dialog&quot; scheint mir nämlich oft in einer Schärfe geführt zu werden, die der Unschärfe der sprachlichen Möglichkeiten nicht angemessen ist. 
Die &quot;innere Logik&quot;, von der du sprichst, gibt es durchaus. Die lautmalerischen Begriff liefern da starke Beispiele: Der Uhu heisst ja sicher nicht aufgrund einer willkürlichen Konvention Uhu. Gleichzeitig zeigen sich gerade hier interessante Varianten, die wiederum die Unberechenbarkeit der Sprache belegen. So kräht der Hahn in verschiedenen Sprachen zwar immer lautmalerisch, gleichzeitig aber doch bemerkenswert unterschiedlich: Kikeriki (deutsch), cock-a-doodle-doo (englisch), cocorico (französisch) zeigen das und ich glaube, es gibt noch krassere Varianten in anderen Sprachen.
Zu deiner These mit dem leicht auszusprechenden m-Laut: Da könntest du richtig liegen. Vielleicht fällt das Aussprechen dieses Lautes Kindern wirklich besonders leicht. Kann ich aber auch nur vermuten - und bin auch nicht schlauer, nachdem ich kurz in einem Buch zur Sprachentwicklung nachgeschlagen habe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Tobias.<br />
Ich habe beim Schreiben des Artikels auch ständig an die armen Theologen gedacht, die sich mit einem unangemessenen Vokabular abmühen müssen, um sprachlich um den &#8220;Gegenstand ihres Forschens&#8221; herumzutänzeln. Es wäre interessant (und allenfalls auch hilfreich) einmal grundsätzlich zu überlegen, was diese Unangemessenheit für das theologische Gespräch bedeuten könnte. Der theologische &#8220;Dialog&#8221; scheint mir nämlich oft in einer Schärfe geführt zu werden, die der Unschärfe der sprachlichen Möglichkeiten nicht angemessen ist.<br />
Die &#8220;innere Logik&#8221;, von der du sprichst, gibt es durchaus. Die lautmalerischen Begriff liefern da starke Beispiele: Der Uhu heisst ja sicher nicht aufgrund einer willkürlichen Konvention Uhu. Gleichzeitig zeigen sich gerade hier interessante Varianten, die wiederum die Unberechenbarkeit der Sprache belegen. So kräht der Hahn in verschiedenen Sprachen zwar immer lautmalerisch, gleichzeitig aber doch bemerkenswert unterschiedlich: Kikeriki (deutsch), cock-a-doodle-doo (englisch), cocorico (französisch) zeigen das und ich glaube, es gibt noch krassere Varianten in anderen Sprachen.<br />
Zu deiner These mit dem leicht auszusprechenden m-Laut: Da könntest du richtig liegen. Vielleicht fällt das Aussprechen dieses Lautes Kindern wirklich besonders leicht. Kann ich aber auch nur vermuten &#8211; und bin auch nicht schlauer, nachdem ich kurz in einem Buch zur Sprachentwicklung nachgeschlagen habe.</p>
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		<title>Von: Tobias Lampert</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2009/06/19/sprache-als-entwicklungsbremse/comment-page-1/#comment-224</link>
		<dc:creator>Tobias Lampert</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 17:32:37 +0000</pubDate>
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		<description>Klingt plausibel. Deutlich wird das z.B. im Bereich der Mystik, die versucht, sich einer Wirklichkeit anzunähern, die sie nur ansatzweise und bruchstückhaft erlebt - und zwar wirklich eher erlebt als &quot;versteht&quot; oder &quot;begreift&quot;. Nicht von ungefähr spricht man dann davon, daß die Mystik es mit dem Unaussprechlichen (!) zu tun hat.

Andererseits finde ich es aber auch interessant, daß es in der Sprache - zwar selten, aber eben doch - hier und da so etwas wie eine innere Logik zu geben scheint, die nicht auf bloßer Konvention beruht. Bestes Beispiel: der &quot;m&quot;-Laut in nahezu allen Sprachen für den Begriff der Mutter: deutsch: Mutter; hebräisch: &#039;em; vietnamesisch: me; finnisch: emämaa; chinesisch: mu usw. Kann aber natürlich auch sein, daß für Kinder der &quot;m&quot;-Laut der am einfachsten Auszusprechende ist ... ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Klingt plausibel. Deutlich wird das z.B. im Bereich der Mystik, die versucht, sich einer Wirklichkeit anzunähern, die sie nur ansatzweise und bruchstückhaft erlebt &#8211; und zwar wirklich eher erlebt als &#8220;versteht&#8221; oder &#8220;begreift&#8221;. Nicht von ungefähr spricht man dann davon, daß die Mystik es mit dem Unaussprechlichen (!) zu tun hat.</p>
<p>Andererseits finde ich es aber auch interessant, daß es in der Sprache &#8211; zwar selten, aber eben doch &#8211; hier und da so etwas wie eine innere Logik zu geben scheint, die nicht auf bloßer Konvention beruht. Bestes Beispiel: der &#8220;m&#8221;-Laut in nahezu allen Sprachen für den Begriff der Mutter: deutsch: Mutter; hebräisch: &#8216;em; vietnamesisch: me; finnisch: emämaa; chinesisch: mu usw. Kann aber natürlich auch sein, daß für Kinder der &#8220;m&#8221;-Laut der am einfachsten Auszusprechende ist &#8230; <img src='http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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