4 Responses to ““Man” sagt nicht, was ich meine.”

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  1. Danke, Cla, dass du meine Frage aufgenommen hast.
    Dein letzter Satz fällt mir gerade ins Auge, da du ihn mit “der Autor” beginnst. Sonst wäre das genau so ein Man-Satz geworden, und der Leser könnte dann meinen, du hättest die Hausaufgaben nicht gemacht, und wüsstest nicht, wen du meinst. So ist er aber klar beim Namen genannt. Oft ist die Lösung näher als man denkt… :)

  2. Cla Gleiser

    Ich danke dir für die Anregung. Ich bin froh um solche Fragen, will ja hier nicht an den Lesern vorbeischreiben. – Und du hast natürlich Recht: Die Aussage des letzten Satzes ist tatsächlich anfällig für eine Man-Konstruktion. Das könnte damit zusammenhängen, dass er eine Art Warnung enthält – oder mindestens eine verbreitete Unart bezeichnet. Das geschieht ja oft mit einer unpersönlichen Aussage.

  3. Bernd

    Hallo Cla, ich moechte dir gerne bei der Beantwortung deiner Frage helfen.

    Schliesslich schmeichelt es, wenn man als Deutscher zu irgendetwas nuetzlich sein koennte. [SarcMark]

    Leider ist der von dir mit * gekennzeichnete Satz “Eine elegantere Variante wäre: “Man sollte darauf achten, keine Fehler zu machen.”” eine Aussage und keine Frage. Hmm.

    Bei “man” muss ich immer an “frau” denken. Als ich noch klein war, gab es die These der feministischen Bewegung, dass Sprache das Denken beeinflusst. Wenn man also zum Beispiel “Zimmermann” sagt, sugeriert man, dass frau nicht zimmern kann. Seitdem haben wir also Studierende und nicht mehr StudentInnen, Musizierende und keine Musiker mehr. [Obwohl ich es persoenlich fuer moeglich halte, dass die Sprache tatsaechlich in dieser Art das Denken beeinflusst, ist meines Wissens der Zusammenhang noch nicht nachgewiesen worden.]
    In dieser Zeit gab es etwas nervige Menschen, die jeden Satz wie “Man weiss ja heute, dass …” unterbricht mit “frau auch!!!”. Das hilft einem man, sich das man schnell abzugewoehnen.

    PS: Das Aufraeumen der Sprache ist noch nicht abgeschlossen. So wird Angela Merkel mit folgendem Satz zitiert: „Der Bundeskanzler hat die Richtlinienkompetenz, auch wenn er eine Frau ist.”

  4. Cla Gleiser

    Hey Bernd. Vielen Dank für deinen Beitrag – und entschuldige, dass ich erst jetzt darauf reagiere.
    Zum Einfluss des Denkens auf die Sprache habe ich mal einen Post geschrieben, der einen Link auf einen kurzen Radiobeitrag enthält. Dort geht’s um ein Experiment, in dem genau dieser Zusammenhang (zumindest im Ansatz) nachgewiesen wurde: http://verstaendlich.ch/2009/03/11/wie-es-euch-gefallt-teil-2/

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