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	<title>verständlich&#187; Kommunikation</title>
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	<description>[mit] Sprache gestalten</description>
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		<title>Blochers Kürze</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 06:46:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Blocher]]></category>
		<category><![CDATA[Politikersprache]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Ständerat gewählt wurde er nicht. Aber vorletzte Woche (NZZ vom 16. Nov. 2011)  hatte Christoph Blocher Gelegenheit, neben den anderen beiden Zürcher Ständeratskandidaten Verena Diener und Felix Gutzwiller zu einer Reihe von Fragen Stellung zu beziehen. Und diese Gelegenheit hat er genützt. So deutlich, dass schon der schnelle Blick auf die Seite für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Ständerat gewählt wurde er nicht. Aber vorletzte Woche (NZZ vom 16. Nov. 2011)  hatte Christoph Blocher Gelegenheit, neben den anderen beiden Zürcher Ständeratskandidaten Verena Diener und Felix Gutzwiller zu einer Reihe von Fragen Stellung zu beziehen. Und diese Gelegenheit hat er genützt. <strong>So deutlich, dass schon der schnelle Blick auf die Seite für einen Eindruck reicht.</strong> Lesen muss man dazu noch gar nichts.<a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/interview-ständeratskandidaten-nov-11-Kopie.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2436" title="NZZ: Interview mit Diener, Gutzwiller, Blocher" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/interview-ständeratskandidaten-nov-11-Kopie-167x300.jpg" alt="Diener, Gutzwiller und Blocher antworten auf die gleichen Fragen." width="167" height="300" /></a></p>
<p>In der ersten Spalte stehen die Fragen. Blochers Antworten sind ganz rechts.</p>
<p>Ich bin ehrlich beeindruckt von dieser <strong>Kürze. Sie verlangt ja auch Mut; und wirft ein besonderes Licht auf die ausführlicheren Antworten der Gegner</strong>, die als solide Textblöcke daneben recht unzugänglich wirken.</p>
<p>Welche Passagen ziehen das Leserauge wohl als erste auf sich?</p>
<p>Und woran erinnert sich der Leser nach der Lektüre? Welches Bild bleibt?</p>
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		<title>Missverständnis aneinandergereiht Wörter</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 07:56:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Bindewörter]]></category>
		<category><![CDATA[Erdnussbutter]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Wort kann sehr viel aussagen. Und manchmal mindestens ebenso klar, wie  das ein ganzer Satz könnte: Halt! Toll! Vielleicht ist diese Kraft des einzelnen Wortes ja der Grund, weshalb ich mitten im Alltag immer häufiger auf Aneinanderreihungen unverbundener Wörter stosse. Womöglich verlassen wir uns manchmal zu schnell darauf, dass &#8220;das schon klar ist&#8221;. So [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Erdnussbutter-pflanzlich-gehaertet-web.jpg"><img class="size-medium wp-image-2246 alignright" title="Öel pflanzlich gehaertet" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Erdnussbutter-pflanzlich-gehaertet-web-300x225.jpg" alt="Aufschrift auf einem Erdnussbutterglas: Oel pflanzlich gehaertet" width="300" height="225" /></a>Ein Wort kann sehr viel aussagen. Und manchmal mindestens ebenso klar, wie  das ein ganzer Satz könnte:</p>
<blockquote><p>Halt!</p>
<p>Toll!</p></blockquote>
<p>Vielleicht ist diese Kraft des einzelnen Wortes ja der Grund, weshalb ich mitten im Alltag immer häufiger auf <strong>Aneinanderreihungen unverbundener Wörter</strong> stosse. Womöglich verlassen wir uns manchmal zu schnell darauf, dass &#8220;das schon klar ist&#8221;. So reihen wir Substantive (Hauptwörter) aneinander, <strong>ohne irgendwelche Bindewörter zu bemühen</strong>; Präpositionen, Konjunktionen, Adjektive, sie alle glänzen durch Abwesenheit. Von Verben ganz zu schweigen.</p>
<h3>Zusammenhänge ohne Zusammenhang</h3>
<p><strong><span id="more-2245"></span>Doch Wörter zusammenzuhängen bedeutet noch lange nicht, dass auch ihr Zusammenhang nachvollziehbar wird.</strong></p>
<p>Da lese ich beispielsweise in einem E-Mail-Betreff:</p>
<blockquote><p>Einladung Geburtstagsparty</p></blockquote>
<p>Nun gut, ich gebe zu: Der Verfasser hat eine Handvoll Sekundenbruchteile gespart. Mir aber hat er die Sache damit nicht leichter gemacht. Es ist nun nämlich <strong>meine Aufgabe als Leser, den Zusammenhang der beiden unverbundenen Wörter zu rekonstruieren</strong>. Das mag bei der Geburtstagsparty noch einigermassen konfliktfrei über die Bühne gehen. Es kann jedoch auch anders sein.</p>
<p>Einer Traktandenliste entnehme ich:</p>
<blockquote><p>Weiterbildung Regulierung</p></blockquote>
<p>Was darf ich erwarten? Eine Diskussion steht offenbar an. Doch geht es dabei um eine Weiterbildung zum Thema &#8220;Regulierung&#8221;? Oder doch eher um die Regulierung unserer Weiterbildung?</p>
<p>Ebensowenig weiss ich, ob mit</p>
<blockquote><p>Zubehör Werkzeugkiste</p></blockquote>
<p>Zubehör für die Werkzeugkiste gemeint ist oder vielmehr die Werkzeugkiste als Zubehör bezeichnet wird.</p>
<p>Bedeutet</p>
<blockquote><p>Verantwortung Praktikant</p></blockquote>
<p>die Verantwortung <em>für den</em> Praktikanten oder die Verantwortung <em>des</em> Praktikanten?</p>
<h3>Je mehr, desto Rätsel</h3>
<p><strong>Noch riskanter wird die Kommunikation, wenn die Wortreihe von 2 auf 3 erweitert wird.</strong> Auf ein fröhliches Rätseln!</p>
<blockquote><p>Analyse Projektgruppe Mitbewerber</p>
<p>Diplomarbeit Korrektur Offerte</p>
<p>Aufbau Kongress Eröffnungsrede</p></blockquote>
<p>Ein schönes Beispiel erreichte mich vor wenigen Tagen per E-Mail. Ein Leser hat ein Erdnussbutterglas abgelichtet, das auf der Zutatenliste informiert:</p>
<blockquote><p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Erdnussbutter-pflanzlich-gehaertet-Detail-web.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2250" title="Erdnussbutter pflanzlich gehaertet Detail" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Erdnussbutter-pflanzlich-gehaertet-Detail-web-300x88.jpg" alt="Detail des Erdnussbutteretiketts: Öl pflanzlich gehaertet" width="300" height="88" /></a>Öl pflanzlich gehärtet</p></blockquote>
<p>Was jetzt? Öl ist erstmal klar. Doch wohin das <em>pflanzlich</em> gehört, schon weniger. Ist es zum <em>Öl</em> zu rechnen, essen wir pflanzliches Öl, das gehärtet wurde. Hält sich das <em>pflanzlich</em> aber zu <em>gehärtet</em>, nehmen wir Öl zu uns, das pflanzlich gehärtet wurde. Welche der beiden Varianten stimmt, kann ich allenfalls aus meinem Vorwissen zur Zusammensetzung von Nahrungsmitteln schliessen, deren Verzehr nicht zum Tod führt. Allenfalls.</p>
<p>Als wäre Kommunikation nicht schon anstrengend genug! Müssen wir uns das Miteinander wirklich zusätzlich erschweren, indem wir solche Rätsel in den Alltag einbauen? Dabei wäre es doch so <strong>einfach, noch eine Spur verständlicher zu sagen, was ich meine.</strong></p>
<p>Artikel Schluss</p>
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		<title>Notvolle Kommunikation</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2011/06/10/notvolle-kommunikation/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 06:10:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Missverständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Notauf]]></category>
		<category><![CDATA[Notfall]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Anblick dieser Beschriftung auf einem (Licht-? Strom-? Wasser-? Falltürauslöse-?) Schalter kann ich nur hoffen, dass nie ein Notfall eintritt. Mindestens ich persönlich wäre in erheblicher Gefahr, entscheidende Sekunden verstreichen zu lassen und darüber zu brüten, was hier gemeint sein könnte. Notaufnahme? – Kaum, der Schalter befindet sich im Gang eines Hotels. Notaufgang? – Doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/notauf.jpg" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-2095" title="Notauf" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/notauf-248x300.jpg" alt="Beschriftung &quot;Notauf&quot; auf einem Schalter" width="248" height="300" /></a>Beim Anblick dieser Beschriftung auf einem (Licht-? Strom-? Wasser-? Falltürauslöse-?) Schalter kann ich nur hoffen, dass nie ein Notfall eintritt.</p>
<p>Mindestens ich persönlich wäre in erheblicher Gefahr, entscheidende Sekunden verstreichen zu lassen und darüber zu brüten, was hier gemeint sein könnte.</p>
<p><strong>Notaufnahme?</strong> – Kaum, der Schalter befindet sich im Gang eines Hotels.</p>
<p><strong>Notaufgang?</strong> – Doch nach oben geht es nirgends. Ausserdem will ich in akuter Not ohnehin eher nach unten und draussen.</p>
<p>Vielleicht ist &#8220;Notauf&#8221; die einzige auf den Schalter passende Kurzform für <strong>&#8220;Notöffnung&#8221;</strong>. In diesem Fall hätte ich dann aber eher auf Verständlichkeit gesetzt und die Ästhetik des Schalters mit einem diagonal aufgeklebten Schriftzug geopfert. Die Frage bliebe: <em>Was</em> öffnet sich in der Not? <span id="more-2087"></span>Der Schalter befindet sich auf einer Wand ohne Tür in Sicht- oder Reichweite.</p>
<p>Dass das Ding wie ein Lichtschalter aussieht, erleichtert die Sache auch nicht. Denn zwischen der Assoziation &#8220;Licht&#8221; und der Beschriftung kann ich beim besten Willen keinen Zusammenhang herstellen.</p>
<p>So wird die Not grösser und grösser, während ich verwirrter und verwirrter vor dem Schalter stehe.</p>
<p>Soll ich es wagen, einfach mal zu drücken?</p>
<p>Natürlich nicht. Denn &#8220;Not&#8221; impliziert höchste Dramatik, da spielt man nicht herum. Vielleicht bin ich ja in der falschen Art von Not. Da will man keinen Fehler machen.</p>
<h3>Kommunikation unter dramatischen Umständen</h3>
<p>Wer unter Druck verstanden werden will (um seiner selbst oder der anderen Willen), ist in der Regel gezwungen, noch klarer, noch sauberer und daher noch aufwändiger zu kommunizieren als unter harmloseren Umständen.</p>
<p>Die Anforderungen sind hoch: Präzision, Kürze, Verständlichkeit* müssen augenblicklich erfassen lassen, was hier gesagt wird – Leitlinien, für die man eigentlich nicht unbedingt auf eine Not warten muss.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Hier dürfte auch &#8220;Unmissverständlichkeit&#8221; stehen. Doch mit den doppelten Verneinungen habe ich es nicht so.</p>
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		<title>Kommunikation ist Wertschätzung</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2011/04/28/kommunikation-ist-wertschatzung/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Apr 2011 07:07:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Beispiel 1: Sonnenschutzshampoo Hin und wieder treffe ich mich mit einem Freund, Peter, über Mittag zu einem gemeinsamen Essen. Inzwischen lässt es das Wetter wieder zu, dass wir draussen sitzen. Ich suche mir dabei gerne einen Schattenplatz, weil eine Mittagspause durchaus reicht, mir mein von Haar ungeschütztes Haupt zu verbrennen. Als ich mich letzten Mittwoch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Beispiel 1: Sonnenschutzshampoo</h3>
<p>Hin und wieder treffe ich mich mit einem Freund, Peter, über Mittag zu einem gemeinsamen Essen. Inzwischen lässt es das Wetter wieder zu, dass wir draussen sitzen. Ich suche mir dabei gerne einen Schattenplatz, weil eine Mittagspause durchaus reicht, mir mein von Haar ungeschütztes Haupt zu verbrennen.</p>
<p>Als ich mich letzten Mittwoch mit Peter traf, informierte er mich, dass auch seine 1-cm-Frisur dagegen nur ungenügenden Schutz biete und er mir gegenüber den Nachteil habe, sich nicht einfach Sonnencrème auf den Kopf schmieren zu können. (Zur Information: Wir hatten danach auch noch andere Themen.)</p>
<blockquote><p>„Shampoo mit Sonnenschutzfaktor – das müsste man einem Hersteller mal vorschlagen“, erwiderte ich.</p>
<p>Er: „Ich hab schon ein Mail geschrieben.“</p>
<p>Ich: „Echt? Cool! Und wie haben sie reagiert?“</p>
<p><span id="more-2045"></span>Er: „Hab nichts gehört.“</p>
<p>Ich: „Was, nichts? Gar nichts gehört?“</p>
<p>Er: „Nichts.“</p></blockquote>
<p>Ich habe nicht nachgefragt, welchem Hersteller er seinen Vorschlag geschenkt hatte, und kann daher hier auch keinen Namen nennen. Vielleicht ist das jedoch auch gut so, denn ein so unprofessionelles Verhalten provoziert meinen Sinn für Anstand und Umgangsformen.</p>
<h3>Beispiel 2: Projektwoche</h3>
<p>Vor einigen Wochen lud unsere Schulbehörde die Eltern aller Kindergarten- und Schulkinder ein, sich mit Beiträgen aktiv an einer Projektwoche zu beteiligen. Der Aufruf war etwas missverständlich formuliert, was zu einigen Diskussionen mit Eltern führten, die wie wir unsicher waren, welche Art von Beiträgen denn nun gewünscht waren und welche Art von Eltern dafür qualifiziert. Vor zwei Wochen dann folgte ein weiteres Schreiben, welches uns informierte, dass der Anlass in dieser Form nicht durchgeführt werde – wegen zu wenig Elternbeiträgen.</p>
<p>Ich erlaubte mir, in einem E-Mail für die gute Idee zu danken, mein Interesse am Projekt auszudrücken und darauf hinzuweisen, dass die Kommunikation bei uns und in unserem Umfeld einige Fragen ausgelöst habe, das Ausbleiben der Rückmeldungen damit zusammenhängen und hier vielleicht noch etwas Verbesserungspotenzial liegen könnte.</p>
<p>Eine Antwort erhielt ich nie.</p>
<h3>Reden wir miteinander!</h3>
<p>Weil ich nun endlich darüber schreiben möchte, wie schön es sein könnte, wenn wir miteinander reden, höre ich hier auf, obwohl mir die Beispiele noch nicht ausgegangen sind.</p>
<p>Es ist paradox: Noch nie waren Kommunikationsmittel so verfügbar und so schnell wie heute. Doch trotz twittern und facebooken und smseln und e-mailen im Minutentakt kommt es immer wieder zu solchen Pannen. Es scheint, als hätte die reizvolle Selbstoffenbarung an die grosse, weite Welt der Internetmasse unseren Umgang von Mensch zu Mensch beschädigt.</p>
<p>Dabei machen diese hocheffektiven Kommunikationsmittel es uns auch leichter denn je, einander ein bisschen oder viel Wertschätzung auszudrücken.</p>
<ul>
<li>Ein Danke auf Peters Sonnenschutzshampoovorschlag wäre nicht nur imagepflegend gewesen, sondern auch anständig.</li>
<li>Dasselbe gilt für unsere Schulbehörde.</li>
</ul>
<p>Anregende Meldungen dieser Art müssen unbedingt erwidert werden, und sei es nur, um den Erhalt zu bestätigen. Das gehört zu einem angemessenen Umgangston (nicht nur im Geschäftsleben, aber gerade dort), und ein solcher ist für mich Zeichen von Wertschätzung.</p>
<p>Anderes ist nicht zwingend, aber dennoch dem menschlichen Miteinander höchst zuträglich:</p>
<ul>
<li>Eine kurzes Danke für eine freundliche Begegnung.</li>
<li>Ein guter Wunsch für die bevorstehende Prüfung.</li>
<li>Eine komplett unnötige und daher verschwenderische Mitteilung, um jemandem zu sagen, dass man ihn oder sie schätzt.</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>anhang.pdf: Dateien sinnvoll benennen</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2011/02/26/dateinamen-sinnvoll-benennen/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Feb 2011 07:01:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Dateinamen]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>

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		<description><![CDATA[Einer der grossen Vorteile von E-Mail ist der einfache Versand elektronischer Dateien. Man nennt solches Zubehör &#8220;Anhänge&#8221; oder noch etwas moderner &#8220;Attachments&#8221;. Auch ich erhalte gelegentlich elektronische Post mit Beilagen. Natürlich nicht. Ich werde vielmehr täglich eingedeckt mit Dateien, die meist zu wenig wichtig sind, dass ich sie sofort bearbeiten würde und zu wenig unwichtig, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/sinnvolle-Dateinamen.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1915" title="sinnvolle Dateinamen" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/sinnvolle-Dateinamen-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a>Einer der grossen Vorteile von E-Mail ist der einfache Versand elektronischer Dateien. Man nennt solches Zubehör &#8220;Anhänge&#8221; oder noch etwas moderner &#8220;Attachments&#8221;.</p>
<p>Auch ich erhalte gelegentlich elektronische Post mit Beilagen.</p>
<p>Natürlich nicht.</p>
<p>Ich werde vielmehr <strong>täglich eingedeckt mit Dateien, die meist zu wenig wichtig sind, dass ich sie sofort bearbeiten würde und zu wenig unwichtig, dass ich sie sofort löschen könnte.</strong></p>
<p>Ich gehe daher regelmässig den Kompromiss ein, solches Datenmaterial irgendwo in den Tiefen meiner Festplatte abzulegen. Und eigentlich bemühe ich mich darum, das in einer Weise zu erledigen, dass ich die Informationen bei Bedarf auch wieder finden kann. Ein wichtiges Werkezug dabei ist ein aussagekräftiger Dateiname.</p>
<p><strong>Einen sinnvollen und hilfreichen Dateinamen zu finden und anzuwenden ist die Aufgabe dessen, der eine Datei erstellt und des Absenders eines E-Mails in dessen Anhang ich die Datei dann vorfinde.</strong></p>
<p>Das scheint sich jedoch noch nicht so recht herumgesprochen zu haben. Diese Woche nämlich erhielt ich per E-Mail eine angeforderte Krankenkassenofferte, die einem kurzen E-Mail als Anhang angefügt war.</p>
<p>Und wie war die Datei benannt?</p>
<p>Sie hiess &#8220;anhang.pdf&#8221;.</p>
<p><span id="more-1913"></span>Wenn ich nun die Datei zur späteren Lektüre abspeichern will, bin ich gezwungen, ihr einen neuen Namen zu geben, einen, der auch etwas über den Inhalt verrät.</p>
<p>Doch will ich das?</p>
<p>Nein.</p>
<p>Ist das meine Aufgabe als <em>Empfänger</em> einer Information?</p>
<p>Ich finde: Nein.</p>
<p>Warum denn erhalte ich regelmässig E-Mail-Anhänge mit Namen folgender Qualität:</p>
<blockquote><p>newsletter.pdf</p>
<p>aktuelle informationen.pdf</p>
<p>tabelle.xlsx</p>
<p>artikel.pdf</p>
<p>uebersicht.docx</p></blockquote>
<p>Das ist, als würde ich meine Blogarktikel mit &#8220;Blogartikel&#8221; betiteln. Wenig aussagekräftig und deshalb wenig einladend, weil kein bisschen neugierig machend.</p>
<p>Wenn ich Dateien erstelle und sie dann logischerweise auch benennen muss, dann bemühe ich mich um <strong>aussagekräftige Bezeichnungen, die mir helfen, schnell zu finden, was ich gerade brauche</strong>. Ganz besonders gilt das, wenn ich solche Dateien weiterreiche. Nie im Leben würde es mir einfallen, einem Kunden eine Offerte mit der Bezeichnung &#8220;Offerte.pdf&#8221; zuzustellen.</p>
<p>Doch was gehört zu einem aussagekräftigen Dateinamen?</p>
<p>Die Antwort darauf ist natürlich von den individuellen Bedürfnissen abhängig. Für mich sind folgende Elemente wichtig:</p>
<ul>
<li><strong>Dokumententyp</strong>: Damit meine ich nicht txt, pdf oder jpg, sondern eine Bezeichnunng, die mich erkennen lässt, zu welcher &#8220;Familie&#8221; eine Datei gehört. Da steht dann zum Beispiel &#8220;Blogartikel&#8221; oder &#8220;Blog-Bild&#8221; oder aber &#8220;Illustration&#8221; oder &#8220;Skizze&#8221; oder &#8220;Reinzeichnung&#8221; oder &#8220;Visualisierung&#8221; oder &#8220;Rechnung&#8221; oder &#8220;Offerte&#8221; oder &#8220;Tabelle&#8221; oder &#8220;Übersicht&#8221; oder &#8220;Pressetext&#8221;. (Der aufmerksame Leser erkennt: Wer sich auf dieses Element der Dateibezeichnung beschränkt, erhält exakt Ergebnisse der ärgerlichen Kategorie, die ich oben genannt habe.)</li>
<li>Dann natürlich ein möglichst kurzer und aussagekräftiger <strong>Hinweis auf den Inhalt</strong>.</li>
<li>Das <strong>Datum</strong> der Erstellung oder der letzten Bearbeitung</li>
<li>Ein Kürzel für das <strong>Projekt</strong>, zu dem die Datei gehört</li>
<li>Je nach Vorgehen kann es sinnvoll sein, die <strong>Versionen zu nummerieren</strong>, das mache ich gewöhnlich mit &#8220;V1&#8243; usw.</li>
</ul>
<p>Würde ich diesen Artikel also als Datei speichern, hiesse sie &#8220;Blogartikel sinnvolle Dateinamen 110226.txt&#8221;.</p>
<p>Wenn weitere Personen mit meinen Dateien arbeiten müssen, dann ergänze ich Informationen, die für sie wichtig sein könnten. Da erscheint dann  mein Name oder mein Kürzel und allenfalls auch ein Hinweis darauf, wie ich ein Dokument bearbeitet habe. Wenn ich einen Text zur Korrektur erhalte, füge ich dem Dateinamen konsequent ein &#8220;korrcg&#8221; an, bevor ich ihn zurückschicke.</p>
<p>Wer nun zum Beispiel einen Newsletter verschickt, soll doch bitte so freundlich sein, ihn mit seinem Namen zu versehen und mit einem Datum und vielleicht sogar mit einem Stichwort zum inhaltlichen Schwerpunkt. Vielleicht so:</p>
<blockquote><p>Hans Mustermann Newsletter Kommunikation in der Partnerschaft März 2011.pdf</p></blockquote>
<p>Ich möchte verstanden werden. Deshalb <strong>benenne ich meine Dateien so, wie ich es mir selbst wünschen würde, wenn ich welche erhalte</strong>.</p>
<p>Und ich möchte mich selbst verstehen. Deshalb benenne ich meine Dateien so, dass ich auch morgen noch weiss, was drinsteht, nachdem schon wieder hundert andere Sachen meine Gedanken bewegt und Millionen anderer Bytes meine Festplatte aufgewühlt haben.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Begründet missverstanden</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2010/12/06/begrundet-missverstanden/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 06:32:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Missverständnis]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein kurzer Impuls zum Wochenbeginn. Dieses Foto habe ich in einem Zürcher Tram aufgenommen. Ich fand’s lustig. So demonstrativ verkehrt. Und jetzt stellt mir das Bild zwei Fragen: Erstens: Was ist der Grund für diese Verdrehung? Ein alltägliches Missverständnis (schliesslich ist die Aufschrift englisch)? Gleichgültigkeit? (Die Aufschrift wurde vielleicht gar nicht gelesen?) Ein fehlgeleiteter Ausbruch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein kurzer Impuls zum Wochenbeginn.</p>
<p>Dieses Foto habe ich in einem Zürcher Tram aufgenommen. Ich fand’s lustig. So demonstrativ verkehrt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Top-End.jpg"><img class="size-large wp-image-1771  aligncenter" title="Top End" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Top-End-768x1024.jpg" alt="Top End" width="384" height="512" /></a></p>
<p>Und jetzt stellt mir das Bild zwei Fragen:</p>
<p><span id="more-1770"></span>Erstens: <strong>Was ist der Grund für diese Verdrehung?</strong></p>
<ul>
<li>Ein <em>alltägliches</em> Missverständnis (schliesslich ist die Aufschrift englisch)?</li>
<li>Gleichgültigkeit? (Die Aufschrift wurde vielleicht gar nicht gelesen?)</li>
<li>Ein fehlgeleiteter Ausbruch von Witzigkeit?</li>
<li>Ein <em>bewusstes</em> „Missverständnis“ (Rebellion)?</li>
</ul>
<p>Und zweitens: <strong>Was hat das mit meinem Kommunizieren zu tun?</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Rebellische Sprachgestaltung</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2010/10/16/rebellische-sprachgestaltung/</link>
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		<pubDate>Sat, 16 Oct 2010 06:43:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Konventionalität]]></category>
		<category><![CDATA[Wort]]></category>
		<category><![CDATA[Wortbedeutung]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesen Frühling sass ich mit zwei Freunden in unserem Garten bei einem Bier. Der Mangel an Gesprächsstoff brachte uns auf eine lustige Idee: Wir diskutierten, wie wir die Dinge nennen könnten, die uns umgaben. Natürlich, eigentlich gibt es ja für alles bereits eine Bezeichnung. Aber warum sollte uns das daran hindern, Alternativen zu diskutieren? Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesen Frühling sass ich mit zwei Freunden in unserem Garten bei  einem Bier. Der Mangel an Gesprächsstoff brachte uns auf eine lustige  Idee: Wir diskutierten, wie wir die Dinge nennen könnten, die uns  umgaben.</p>
<p><strong>Natürlich, eigentlich gibt es ja für alles bereits eine Bezeichnung. Aber warum sollte uns das daran hindern, Alternativen zu diskutieren?</strong> Und was sollte uns daran hindern, diese Alternativen auch zu verwenden, wenn sie uns gefielen und vor allem witziger waren als die ursprünglichen Wörter?</p>
<p>Inzwischen sprechen wir eine Sprache, die hier kaum mehr jemand versteht. Aber wir drei verstehen uns prächtig.</p>
<p>Nun gut, wahr ist diese Geschichte nicht. Jedenfalls beinahe nicht. Als ich mich im Sommer für den Blogartikel <a href="../../2010/07/23/wie-wir-uns-verstehen-sprache-als-vereinbarung/">&#8220;Sprache als Vereinbarung&#8221;</a> gedanklich frisch machte, stiess ich in einem Buchkapitel über die  Funktion sprachlicher Zeichen jedoch auf einen bezaubernden Bericht. Er wird  in Meyers Konversationslexikon von 1889 unter &#8220;Sprache und  Sprachwissenschaft&#8221; geschildert:<span id="more-1680"></span></p>
<blockquote><p>So herrscht im Inneren von Brasilien eine so grosse Sprachverschiedenheit, dass bisweilen an einem Fluss hin, dessen Länge 300 &#8211; 500 km nicht übersteigt, 7 &#8211; 8 völlig verschiedene Sprachen gesprochen werden. Genaue Kenner des Landes erklären dies daraus, dass ein Hauptzeitvertreib der Indianer ist, während sie an ihrem Feuer sitzen, <strong>neue Wörter zu ersinnen, über die, wenn sie treffend sind, der ganze Haufe in Gelächter ausbricht und sie dann beibehält.</strong></p></blockquote>
<p>Man stelle sich vor: Da sitzen also Gruppen von Menschen, die sich in einem solchen Mass neue Wörter ausdenken und sie so konsequent in ihren Alltag integrieren, dass ihre Sprachen, obwohl ursprünglich identisch, sich in ganz verschiedene Richtungen entwickeln. <strong>Das nenne ich Sprachgestaltung!</strong></p>
<p>Dass die Bedeutung von Wörtern in der Regel weder natürlich noch  logisch, sondern vielmehr willkürlich ist, habe ich schon des öfteren  erwähnt. Ein Wort funktioniert in der Kommunikation zwischen zwei  Menschen, weil die beiden <strong>sich auf die Bedeutung geeinigt haben</strong>. Also,  natürlich nicht direkt im Sinne einer Diskussion, aber  ihre Vorvorvorvorväter begannen irgendwann, den Baum &#8220;Baum&#8221; zu  nennen. Dann verwendeten alle  dieselbe Bezeichnung, weil sie sich ja  verständigen wollten.</p>
<p>Und diese brasilianischen Sprachrebellen scheren sich nun keinen Deut um solche Konventionen. Damit erbringen sie den <strong>Beweis, dass die Funktion der Sprache auf Vereinbarung beruht</strong>. Und das wiederum führt mich zu einer neuen Variante der Frage nach Huhn und Ei:</p>
<ul>
<li>Die Sprache hat den <strong>Zweck, Kommunikation zu ermöglichen</strong>. Sie erlaubt es Menschen also, (mindestens gedanklich) aufeinander zuzugehen.</li>
<li>Sprache <strong>bedingt jedoch Konvention</strong>. Und Konvention bedingt, dass da schon mindestens zwei aufeinander zugegangen sind, um eine Vereinbarung zu treffen.</li>
</ul>
<p>Aufeinander zuzugehen ist also <strong>sowohl Zweck wie auch Voraussetzung</strong> der Sprache.</p>
<p>Soviel für heute, bevor ich mir selbst und meinen Lesern das Hirn verbiege.</p>
<p>Übrigens: Der Bericht über die brasilianischen Sprachschöpfer erinnert mich verschwommen an eine Erzählung, die ich im Deutschunterricht im Gymnasium las. Ich glaube, es war eine Kurzgeschichte. Darin ging es um exakt dieses Phänomen, dass nämlich Menschen eigene sprachliche Vereinbarungen trafen. Wenn ich mich recht erinnere, erfanden sie jedoch keine neuen Wörter, sondern tauschten Begriffe aus. Ich kann mich leider weder an den Autor noch an den Titel erinnern. Wenn mir jemand weiterhelfen kann, wäre das eine grosse Freude.</p>
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		<item>
		<title>Warum ich nicht &#8220;Hallo&#8221; sage.</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 12:33:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Distanzsprache]]></category>
		<category><![CDATA[Du oder Sie]]></category>
		<category><![CDATA[Gruss]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo]]></category>

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		<description><![CDATA[Möglicherweise täuscht mich meine Erinnerung. Aber ich glaube mir sicher sein zu dürfen, dass in meiner Kindheit und Jugend kaum jemand in meiner Umgebung &#8220;Hallo&#8221; sagte. Ich sowieso nicht. Ich sagte zu meinen Freunden &#8220;Hoi&#8221; (ich bin ein Zürcher), zu meiner Familie &#8220;Ciao&#8221; (ich bin gleichzeitig ein halber Bündner) und zu Erwachsenen ausserhalb der Familie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/hallo-web.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1626" title="Hallo: Ein Gruss geht auf Distanz" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/hallo-web-300x225.jpg" alt="Hallo: Ein Gruss geht auf Distanz" width="300" height="225" /></a>Möglicherweise täuscht mich meine Erinnerung. Aber ich glaube mir sicher sein zu dürfen, dass in meiner Kindheit und Jugend kaum jemand in meiner Umgebung &#8220;Hallo&#8221; sagte. Ich sowieso nicht. Ich sagte zu meinen Freunden &#8220;Hoi&#8221; (ich bin ein Zürcher), zu meiner Familie &#8220;Ciao&#8221; (ich bin gleichzeitig ein halber Bündner) und zu Erwachsenen ausserhalb der Familie einfach &#8220;Grüezi&#8221;.</p>
<p>Und jetzt stelle ich fest, dass es um mich herum plötzlich von überallher &#8220;Hallo&#8221; tönt. Ich muss dabei eingestehen, dass auch mir hin und wieder ein Hallo über die Lippen rutscht. Das hat aber vor allem damit zu tun, dass meine Frau Österreicherin ist und &#8220;Hallo&#8221; in Österreich durchaus an der Tagesordnung. Aber: In Österreich nennt auch kaum einer einen anderen bei der Begrüssung beim Namen. Da kommt &#8220;Hallo&#8221; und dann nichts mehr. Ich hingegen grüsse Menschen gerne mit Namen, wenn ich den Namen (noch) weiss.</p>
<p>Mein Hauptproblem mit Hallo liegt jedoch darin, dass es mir sehr unpersönlich erscheint. Ein Gruss, der Distanz schafft. <span id="more-1608"></span>Klingt paradox, denn ein Gruss bedeutet in der Regel ja einen Schritt aufeinander zu. Ich habe mich jedoch selbst beobachtet und kann meine Behauptung zumindest aus diesen Beobachtungen belegen. &#8220;Hallo&#8221; war für mich in der Regel ein Umweg, um der direkten Anrede und dem klaren Bekenntnis durch &#8220;Hoi&#8221; oder &#8220;Grüezi&#8221; zu entgehen – dem klaren Bekenntnis zu Du oder Sie. So grüsste ich zum Beispiel die freundliche Angestellte im Exlibris mit &#8220;Hallo&#8221;, weil mir klar war, dass ich sie im privaten Kontext sofort duzen würde, mir das hier in diesem geschäftlichen Rahmen dann aber doch irgendwie unangemessen erschien. (Ich weiss schon, ich sollte einfach lockerer werden.) Welch mörderisches Dilemma!</p>
<p>Doch löst das &#8220;Hallo&#8221; in diesem Fall das Problem ja nur auf den ersten Blick. Es folgt ein ganzer Rattenschwanz sprachlicher Windungen. So gilt es in einem solchen Gespräch (mit ungeklärten Du-Sie-Konditionen) zum Beispiel, jede Verbform zu umschiffen, die einen direkten Rückschluss auf Du oder Sie zuliesse. Wenn ich also etwas bestellen wollte, dann sagte ich:</p>
<blockquote><p>Ich möchte gerne ein Buch bestellen.</p></blockquote>
<p>Das klingt noch einigermassen normal. Aber in jedem anderen Geschäft hätte ich gesagt:</p>
<blockquote><p>Könnten Sie (oder könntest du) mir bitte ein Buch bestellen?</p></blockquote>
<p>Das Schlimmste war: Mein Verhalten übertrug sich auf die Exlibris-Mitarbeiterin, so dass sie genau gleich mit mir redete. Anstatt</p>
<blockquote><p>Hast du etwas gefunden? / Haben Sie etwas gefunden?</p></blockquote>
<p>Hiess es dann verstümmelt:</p>
<blockquote><p>So, etwas gefunden?</p></blockquote>
<p>Jeder kennt solche Formulierungen. Zum Beispiel beim Sonntagsspaziergang: &#8220;So, auch unterwegs?&#8221; Oder in der Buchhandlung vor dem Regal mit den Kochbüchern: &#8220;Aha, auch begeisterter Koch?&#8221; Oder am Morgen im Büro: &#8220;Wieder einmal den Zug verpasst?&#8221; Solche kümmerlichen Reste deutscher Sätze sind keine Grundlage für ein Gespräch. Noch nicht einmal vernünftiger Smalltalk ist möglich, weil man ständig darum bemüht ist, auf dem sprachlichen Minenfeld vorsichtig einen Fuss vor den anderen zu setzen. Das braucht meine ganze Konzentration. Und ist unangenehm. Und entspricht so ganz und gar nicht dem, wofür Sprache meines Erachtens gut sein sollte: Dass Menschen miteinander reden.</p>
<p>Deshalb zwinge ich mich jetzt regelmässig, mein Gegenüber entweder überzeugt mit &#8220;Du&#8221; anzusprechen oder mit &#8220;Sie&#8221;. Wenn ich sehr unsicher bin, dann sorge ich gleich zu Anfang für Klärung und frage: &#8220;Ist es in Ordnung, wenn wir Du zueinander sagen?&#8221;</p>
<p>Danach ist ein entspanntes Gespräch möglich – und eine angemessene Verabschiedung. Denn diese birgt bei fehlender Du-Sie-Klärung ja nochmals ganz neue Risiken und lässt nur wenig Hintertürchen offen. Zum Beispiel:</p>
<blockquote><p>Auf bald!</p></blockquote>
<p>Blöd nur, wenn das überhaupt nicht den Umständen entspricht. Vielleicht auch</p>
<blockquote><p>Schön, dass man sich getroffen hat.</p></blockquote>
<p>– Hilfe!</p>
<p>Ich setzte dem mehrmonatigen Schlamassel im Exlibris übrigens ein Ende, indem ich eines Tages sagte: &#8220;Können wir nicht Du sagen zueinander?&#8221; – Das war dasselbe Gespräch, in dem sie mir mitteilte, auf Ende Monat gekündigt zu haben. Aber immerhin.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>richtig – richtiger &#8211; am richtigsten</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2010/08/18/richtig-%e2%80%93-richtiger-am-richtigsten/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 06:59:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Steigerung]]></category>
		<category><![CDATA[verbale Watte]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt verschiedene Gründe, einen Missgriff nicht einfach als &#8220;Fehler&#8221; oder als &#8220;falsch&#8221; zu bezeichnen. Und es gibt verschiedene Methoden, einen klaren kritischen Positionsbezug mehr oder weniger elegant zu umschiffen. Blick.ch zitiert den Bischofsvikar des Bistums Chur mit einem Kommentar zur Anstellung eines Priesters, der sich über Jahre  sexueller Übergriffe schuldig gemacht hat. Auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt verschiedene Gründe, einen Missgriff nicht einfach als &#8220;Fehler&#8221; oder als &#8220;falsch&#8221; zu bezeichnen. Und es gibt <strong>verschiedene Methoden, einen klaren kritischen Positionsbezug mehr oder weniger elegant zu umschiffen.</strong></p>
<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/richtiger.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-1449" title="richtiger" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/richtiger-300x291.png" alt="" width="300" height="291" /></a>Blick.ch zitiert den Bischofsvikar des Bistums Chur mit einem Kommentar zur Anstellung eines Priesters, der sich über Jahre  sexueller Übergriffe schuldig gemacht hat. Auf die Frage, ob er vom Verhalten des Klosters enttäuscht sei, welches von den Übergriffen gewusst, das Bistum aber nicht informiert hatte, antwortet der Bischofsvikar:</p>
<blockquote><p>Natürlich wäre es richtiger gewesen, man hätte uns darüber informiert.</p></blockquote>
<p>Richtiger?</p>
<p>Was lässt sich aus dieser eigenartigen Steigerung von &#8220;richtig&#8221; folgern? – <strong>Dass es so, wie es gelaufen ist, auch richtig war, aber halt eben etwas weniger richtig.</strong> Vielleicht auch nur ein bisschen richtig oder durchschnittlich richtig. Auf jeden Fall aber auch richtig – und damit nicht falsch.</p>
<p>Es hat also niemand einen Fehler gemacht. Wir sind erleichtert.<span id="more-1448"></span></p>
<p>Hätte Casetti gesagt: &#8220;Natürlich wäre es richtig gewesen, man hätte uns darüber informiert&#8221;, dann hätte er damit ausgedrückt, dass das Vorgehen nicht richtig gewesen war. <strong>Und <em>nicht richtig</em> bedeutet <em>falsch.</em></strong></p>
<p>Aua.</p>
<p>Ich weiss nicht, ob er das nicht sagen wollte oder konnte oder durfte. Doch sicher wäre es die angemessene Art gewesen, von solchem Versagen zu sprechen.</p>
<p>Und die korrekte. Denn &#8220;richtiger&#8221; ist ja eigentlich eine ziemlich widersinnige Verlegenheitssteigerung. Das wird spätestens dann klar, wenn man die ganze Steigerungsfolge ansieht:</p>
<p>richtig – richtiger – am richtigsten</p>
<p>In der Schule war ich wiederholt mit meinen Lehrern aneinandergeraten, weil sie partout nicht einsehen wollten, dass ich wenn auch nicht die richtigste, so doch immerhin eine richtige Lösung vorgelegt hatte. Jedenfalls sicher eine richtigere als manch anderer in meiner Klasse. Doch es half alles nichts: Für sie war immer nur das Beste (also das Richtigste) gut genug.</p>
<p><strong>Wer <em>richtig</em> steigert, begeht Selbstwiderspruch.</strong> Das Wort trägt in sich einen radikalen Kontrastwert, der ausser Schwarz und Weiss nichts zulässt. Wer &#8220;richtig&#8221; sagt, sagt darum meistens auch &#8220;falsch&#8221; – wenn auch nicht explizit. Die Äusserung des Bischofsvikars zeigt dies: Hätte er &#8220;richtig&#8221; gesagt (statt &#8220;richtiger&#8221;), wäre daraus auch deutlich &#8220;falsch&#8221; zu hören gewesen.<em> Richtig</em> und <em>falsch</em> bilden ein unzertrennliches Paar, das es sich an den gegenüberliegenden Enden eines langen Tisches bequem gemacht hat und nicht voneinander lassen will. <strong><em>Richtig</em> und <em>falsch</em> sind Gegenteile, zwischen denen keine Grautöne liegen.</strong> (Ganz anders zum Beispiel als <em>gross</em> und <em>klein</em>.) Genau diese Grautöne sind es jedoch, die bei einer Steigerung ausgedrückt werden.</p>
<p>Dank an Roman für die Anregung zu diesem Beitrag.</p>
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		</item>
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		<title>Wie wir uns verstehen: Sprache als Vereinbarung</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2010/07/23/wie-wir-uns-verstehen-sprache-als-vereinbarung/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 09:07:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Buchstaben]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdsprache]]></category>
		<category><![CDATA[Korea]]></category>
		<category><![CDATA[Piktogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Schriftzeichen]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus Korea hat mich dieses Foto erreicht (Danke, Simon!), das neben seinem Unterhaltungswert auch viel über die Funktionsweise unserer Sprache verrät, besonders unserer geschriebenen Sprache. Dass der koreanische Schriftenmaler (oder wie auch immer der Gestalter dieser Tafel zu nennen ist) sich hier vertan hat, ist lustig, stellt uns aber als Touristen in Korea vor keinerlei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/korea-restdurdnt-web.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1370" title="Restdurdnt in Korea" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/korea-restdurdnt-web-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Aus Korea hat mich dieses Foto erreicht (Danke, Simon!), das neben seinem Unterhaltungswert auch <strong>viel über die Funktionsweise unserer Sprache verrät</strong>, besonders unserer geschriebenen Sprache.</p>
<p>Dass der koreanische Schriftenmaler (oder wie auch immer der Gestalter dieser Tafel zu nennen ist) sich hier vertan hat, ist lustig, stellt uns aber als Touristen in Korea vor keinerlei Probleme. <strong>Nicht einmal Kopfzerbrechen ist nötig, um sofort zu verstehen, dass hier nicht ein Restdurdnt, sondern ein Restaurant zu finden ist.</strong> Für diese blitzschnelle Klärung gibt es verschiedene Gründe:</p>
<ul>
<li>Es sind nur 2 von 10 Buchstaben falsch. Das Wort ist lange genug, dass wir von den korrekten Teilen das Ganze ableiten können.</li>
<li>Der gleiche Fehler kommt zweimal vor, es ist also eigentlich nur ein Fehler.</li>
<li>Das Piktogramm mit Messer und Gabel räumt alle Zweifel aus.</li>
<li><em>d</em> sieht fast gleich aus wie <em>a</em>, das eigentlich hier stehen müsste.</li>
</ul>
<p>Dem letzten Grund möchte ich noch etwas nachhängen.<span id="more-1369"></span></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000EOUKCU?ie=UTF8&amp;tag=textmitprof-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B000EOUKCU"><img class="alignright" style="border: 0pt none;" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/51GokXXFnSL._SL160_.jpg" border="0" alt="" width="113" height="160" /></a>Als vor acht oder so Jahren die Komödie &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000EOUKCU?ie=UTF8&amp;tag=textmitprof-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B000EOUKCU" target="_blank">My Big Fat Greek Wedding</a>&#8221; in den Kinos lief, wurde in der Typografie auf den Plakaten mit dem gleichen Effekt gespielt. Dort hiess es: MY BIG FAT GRΣΣK WEDDING. Das E wurde mit dem griechischen Σ ersetzt. Dies allein aufgrund der optischen Ähnlichkeit, denn Σ steht für einen s-Laut. Ein für Griechisch Sprechende etwas irritierender Effekt. (Aus zuverlässiger Quelle weiss ich jedoch, dass das nicht der Grund dafür war, dass die Griechen an dem Film keine Freude hatten. Er war einfach zu nahe an der Wirklichkeit.)</p>
<p>Die Ähnlichkeit zwischen <em>a</em> und <em>d</em> ist sicher auch der Grund für den Fehler. <strong>Der Gestalter hat sich einfach vertan, als er die für ihn fremden Buchstaben ihrer Form nach erkennen musste.</strong> Mir ginge es genau gleich, müsste ich koreanisch schreiben. Wenn ich mir die Schriftzeichen über dem Restdurdnteingdng ansehe, sehe ich keine Buchstaben, sondern Kombinationen von Strichen, Kreisen und Bögen. Müsste ich sie kopieren, wären Fehler sehr wahrscheinlich. Mir bliebe nämlich nichts anderes übrig, als hochkonzentriert Strich um Strich möglichst präzise nachzumalen. Ganz anders mit &#8220;meinem&#8221; Alphabet. Da weiss ich genau, worauf es bei jedem Zeichen ankommt und welchen Spielraum ich für meine persönliche Handschrift habe. (Manchmal reize ich diesen Spielraum allerdings etwas aus.) In meiner eigenen Schrift ist mir überhaupt nicht mehr bewusst, was mir das Nachmalen unvertrauter Schriftzeichen deutlich zu spüren gibt: <strong>Buchstaben sind Zeichnungen.</strong></p>
<p>Buchstaben beruhen auf willkürlichen Beziehungen (zwischen einem Zeichen und dem Laut, für den es steht), auf welche die Sprachbenützer sich geeinigt haben. Der Vergleich zwischen <em>Restdurdnt</em> und dem Piktogramm auf dem Foto macht das fassbar: <strong>Beide &#8220;Zeichen&#8221; sagen dasselbe. Das eine jedoch beruht auf Ähnlichkeit mit der realen Umgebung, das andere auf Vereinbarungen der Sprachbenutzer.</strong> Wer diese Vereinbarungen nicht kennt, hat und ist verloren. Die koreanischen Zeichen im Bild vermitteln genau dieses Gefühl: Ganz egal, wie konzentriert ich sie betrachte, ihre Bedeutung ist für mich nicht abzuleiten.</p>
<p>Was bedeutet das für den Sprachgebrauch im Alltag? <strong>Wir können einander nur verstehen, wenn wir uns nach den gleichen Vereinbarungen richten. </strong>Das können die gleichen Buchstaben und Laute sein, genauso aber auch die gleichen Wörter. Entscheide ich mich aus einer Laune heraus, heute einmal <em>i</em> durch <em>u</em> zu ersetzen und somit <em>Tisch</em> als <em>Tusch</em> aus- und <em>Kinder</em> als <em>Kunder</em> anzusprechen, dann wird das meinen Kommunikationserfolge schmerzhaft reduzieren. Wenn ich dazu noch aus dem <em>T</em> ein <em>N</em> mache oder aus dem <em>M</em> ein <em>O,</em> wird die Verständigung noch schwieriger und irgendwann unmöglich.</p>
<p><strong>Wer verstanden werden will, muss sich an Konventionen halten:</strong> Buchstaben, die verstanden werden; Wörter, die verstanden werden; Sätze, die verstanden werden; Abschnitte und Texte, die verstanden werden.</p>
<p>Λ &lt; &lt; £ §   I&lt; &lt; Λ ® ?</p>
<p>Λ &lt; &lt; £ §   K &lt; Λ ® ?</p>
<p>Λ L L £ §   K L Λ ® ?</p>
<p>Λ L L £ S   K L Λ ® ?</p>
<p>A L L E S   K L A R ?</p>
]]></content:encoded>
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