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	<title>verständlich&#187; Schweizerdeutsch</title>
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	<description>[mit] Sprache gestalten</description>
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		<title>César Keiser: d Macht vom Dialäggt</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 05:46:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweizerdeutsch]]></category>
		<category><![CDATA[César Keiser]]></category>
		<category><![CDATA[Dialekt]]></category>
		<category><![CDATA[Kabarett]]></category>
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		<description><![CDATA[Um die Sommerlöcher im Programm zu stopfen, haben die Archivare beim Schweizer Fernsehen offenbar tief gegraben. Dabei ist auch dieses Juwel des grossen Schweizer Kabarettisten César Keiser (1925 &#8211; 2007)  ans Tageslicht befördert worden. Mir war die Nummer bisher nicht bekannt: eine rasante Fahrt durch das Bermudadreieck der Schweizer Dialekte: Basel &#8211; Bern &#8211; Zürich. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um die Sommerlöcher im Programm zu stopfen, haben die Archivare beim Schweizer Fernsehen offenbar tief gegraben. Dabei ist auch dieses Juwel des grossen Schweizer Kabarettisten <a href="http://www.cesarkeiser.ch/">César Keiser</a> (1925 &#8211; 2007)  ans Tageslicht befördert worden. Mir war die Nummer bisher nicht bekannt: eine rasante Fahrt durch das Bermudadreieck der Schweizer Dialekte: Basel &#8211; Bern &#8211; Zürich. Und auch die Übersetzung ins Hochdeutsche fehlt nicht.<br />
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<p><a href="http://www.videoportal.sf.tv/sendung?id=67d390eb-4b5d-4d33-a4fd-89db0f45d521" target="_blank">Hier</a> gibt es noch mehr davon. (Aber erst nach Feierabend ansehen, gället!)</p>
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		<title>Schweizerdeutscher Bananenschutz</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 15:26:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweizerdeutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Hochdeutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Missverständnis]]></category>

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		<description><![CDATA[Über das (nicht nur sprachlich) manchmal nicht ganz unkomplizierte Miteinander von Deutschen und Schweizern wurde ja schon viel geschrieben und diskutiert. Ist es da wirklich nötig, dass ich meinen Senf auch noch dazugebe? Klar! In einem Katalog bin ich auf dieses Bilderbuchbeispiel gestossen, das kräftig illustriert, wie tückisch die Sache mit dem Hochdeutschen in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über das (nicht nur sprachlich) manchmal nicht ganz unkomplizierte Miteinander von Deutschen und Schweizern wurde ja schon viel geschrieben und diskutiert. Ist es da wirklich nötig, dass ich meinen Senf auch noch dazugebe?</p>
<p>Klar!</p>
<p>In einem Katalog bin ich auf dieses Bilderbuchbeispiel gestossen, das kräftig illustriert, wie tückisch die Sache mit dem Hochdeutschen in der Schweiz sein kann. Dramatisch ist das allerdings nicht, denn diese Probleme scheinen mir durchaus auch integrierendes Potenzial zu haben. Immerhin betreffen sie ja ebenso Schweizer, die sich hochdeutsch ausdrücken wollen oder müssen wie Deutsche, die in der Schweiz mit diesen Versuchen konforntiert sind.</p>
<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/DSCN69161.jpg" target="_blank"><img class="alignnone" style="border: 0pt none; display: block; margin-left: auto; width: 436px; margin-right: auto;" title="DSCN6916" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/DSCN6916_thumb1.jpg" border="0" alt="DSCN6916" width="454" height="341" /></a></p>
<p>Die in einem Katalog angepriesene Plastikdose in Bananenform soll nun dazu beitragen, dass keine Bananen mehr verdrückt werden. Und jetzt wird es doch etwas dramatisch, denn hier verkehrt der Missgriff die Aussage beinahe in ihr Gegenteil. Wenn ich das Konzept nämlich richtig verstehe, dann besteht die beabsichtigte Wirkung der Dose doch vielmehr darin, dass <em>mehr</em> Bananen verdrückt werden. Vor allem jene Bananen, die ohne diese Dose zerdrückt worden wären und daher kaum mehr mit Freude hätten verdrückt werden können.</p>
<p><span id="more-861"></span>Der Kern des Problemes liegt in der Vorsilbe. Wir Schweizer sagen gerne ver-, wo die Deutschen mit zer- einleiten. Das ginge ja noch. Nun ist es aber leider so, dass es im Hochdeutschen die Kombination mit ver- oft auch gibt, jedoch mit anderer Bedeutung. Im illustrierten Fall ergibt das folgende Verwicklung:</p>
<p>Hochdeutsch <em>zerdrücken</em> bedeutet, etwas mit Krafteinwirkung flach machen. Schweizerdeutsch heisst das <em>vertrucke.</em> Dies kann vermeintlich mit hochdeutsch <em>verdrücken</em> wiedergegeben werden. Diese Überlegung ist eigentlich recht schlau (wie wir Schweizer eben sind), klappt aber nicht, weil <em>verdrücken</em> im Hochdeutschen bereits mit einer Bedeutung belegt ist – und zwar leider mit einer anderen als <em>vertrucke</em>. <em>Verdrücken </em>ist ein umganssprachliches Wort für <em>essen.</em></p>
<p>“Er verdrückte genüsslich eine Banane” ist daher überhaupt nicht dasselbe wie “Er* zerdrückte genüsslich eine Banane.” Und definitiv klar sollte der Unterschied werden, wenn einer freudig berichtet: “Nachdem ich die Banane zerdrückt hatte, verdrückte ich sie genüsslich.” (Es soll auch Erwachsene geben, die so etwas mögen.)</p>
<p>Das Muster ist also einfach:</p>
<p>Hochdeutsch heisst es <em>zerschneiden</em> – die Schweizer sagen <em>verschneiden</em>.</p>
<p>Hochdeutsch heisst es <em>zerreiben</em> – die Schweizer sagen <em>verreiben</em>.</p>
<p>Hochdeutsch heisst es <em>zerbrechen</em> – die Schweizer sagen <em>verbrechen</em>. (Achtung, Missverständnis in Reichweite! Und blöderweise sagen die Schweizer zu Hochdeutsch <em>verbrechen</em> ebenfalls <em>verbrechen</em>.)</p>
<p>Wenn die Schweizer Ver-Versionen keine eigene hochdeutsche Bedeutung haben, bringen gelegentliche Misstritte in der Regel keine Probleme mit sich. Eine Warnung muss ich aber doch an alle lernfreudigen Schweizer richten, die aus diesen Beobachtungen nun gerne eine Regel ableiten möchten. Das klappt leider nur sehr unvollkommen: So heisst es schweizerdeutsch zwar <em>verbrannt</em>, hochdeutsch deswegen aber noch lange nicht <em>zerbrannt</em>, sondern eben auch <em>verbrannt</em>. Auch aus <em>verfolgen</em> wird trotz obiger Beobachtung leider nicht <em>zerfolgen.</em></p>
<p>Manchmal könnte man fast zerzweifeln.</p>
<p>* Weil zwischen den Anführungszeichen ein vollständiger Satz steht, wird <em>Er</em> hier grossgeschrieben, obwohl kein Punkt vorausgeht.</p>
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		<title>Es herbstet: ab in den Bitchburner!</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 12:11:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweizerdeutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Dialekt]]></category>
		<category><![CDATA[übersetzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim letzten Besuch in Luzern traf es sich, dass wir mitten in eine grosse PR-Aktion der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz gerieten. An vielen Ständen in der Innenstadt gab es Einblicke in verschiedene Forschungs- und Arbeitsbereiche zu geniessen. Auch Sprachliches fehlte nicht: Auf einem Plakat entdeckte ich diese Übersicht über die Entwicklung des Luzerner Dialektes. Luzerner verschiedener [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim letzten Besuch in Luzern traf es sich, dass wir mitten in eine grosse PR-Aktion der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz gerieten. An vielen Ständen in der Innenstadt gab es Einblicke in verschiedene Forschungs- und Arbeitsbereiche zu geniessen. Auch Sprachliches fehlte nicht: Auf einem Plakat entdeckte ich diese Übersicht über die Entwicklung des Luzerner Dialektes. Luzerner verschiedener Jahrgänge wurden aufgefordert, eine Reihe hochdeutscher Begriffe in ihre Umgangssprache zu übertragen. Das Resultat hat mich bestens unterhalten. (Obwohl ich kein Luzerner bin.)<br />
<!--91350869--></p>
<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/jugendsprache_web.jpg" target="_blank"><img style="border: 0pt none; display: block; margin-left: auto; width: 436px; margin-right: auto;" title="jugendsprache_web" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/jugendsprache_web_thumb.jpg" alt="jugendsprache_web" width="454" height="371" border="0" /></a></p>
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