
Mit den kulinarisch erschöpften Wochen nach den Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen kommt wieder die Zeit, in der vermehrt auch ungeübte Köche den Schritt an den Herd wagen. Auch deswegen könnte es angemessen sein, den Unterschied zwischen Fond und Fonds zu diskutieren.
Dass dies überhaupt nötig ist, liegt vor allem an der Aussprache. Nicht, dass sie besonders schwierig wäre. Der zwischen A und O liegende, nasale Selbstlaut ist uns inzwischen bestens vertraut, zum Beispiel dank vormals fremdländischen Vornamen wie dem französischen Jean. Das Problem besteht vielmer darin, dass beide Wörter genau gleich ausgesprochen werden. (Man spricht in einem solchen Fall von Homophonen, also gleichlautenden Wörtern.) Dass beide zudem männlich sind, es also in jedem Fall “der Fooo” (schön näseln!) heisst, macht’s auch nicht leichter.
Denn natürlich bedeuten Fond und Fonds nicht dasselbe. Ja, sie sind noch nicht einmal in den gleichen Sphären unseres Lebens beheimatet.
Mit Fond ohne S wird meist ein Bratensaft bezeichnet, der als Grundlage für Saucen dient. Es gibt Kalbsfond, Fischfond, Gemüsefond, Rindsfond und weitere Fonds – eigentlich aus allem Tierischen, das beim Erhitzen Saft abgibt.
“Weitere Fonds”? – Ja, ganz schön fies: Die Mehrzahl der Saucenbasis Fond heisst Fonds – und hat mit dem Fonds doch gar nichts zu tun. Weiterlesen:




