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	<title>verständlich</title>
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	<description>[mit] Sprache gestalten</description>
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		<title>Wer liest, wird ein besserer Mensch</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 07:31:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die NZZ am Sonntag (25. März 2012, Seite 76) berichtet Interessantes über das Lesen. Kurz zusammengefasst: Wer liest, wird ein besserer Mensch. Dass der Artikel keine Quellenangabe enthält, ist eine sträfliche Unterlassung. Ich ergänze sie mit meiner eigenen Bequemlichkeit und verzichte auf eine Recherche. Stattdessen habe ich den Artikel abgetippt: Dies ist nicht das Zeitalter, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/NZZaS-2012-03-26.jpg"><img class="size-medium wp-image-2713 alignright" title="Titelseite NZZ am Sonntag vom 26. März 2012" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/NZZaS-2012-03-26-204x300.jpg" alt="Titelseite NZZ am Sonntag vom 26. März 2012" width="204" height="300" /></a>Die <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/nzzas" target="_blank">NZZ am Sonntag</a> (25. März 2012, Seite 76) berichtet Interessantes über das Lesen. Kurz zusammengefasst:</p>
<p><strong>Wer liest, wird ein besserer Mensch.</strong></p>
<p>Dass der Artikel keine Quellenangabe enthält, ist eine sträfliche Unterlassung. Ich ergänze sie mit meiner eigenen Bequemlichkeit und verzichte auf eine Recherche. Stattdessen habe ich den Artikel abgetippt:</p>
<blockquote><p>Dies ist nicht das Zeitalter, in dem man noch grosse Romane liest. Wem sollten seitenlange erfundene Dialoge oder – noch anstrengender! – detaillierte Beschreibungen heute nützen? Nun, der Beweglichkeit des Gehirns vielleicht. Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Wörter wie Lavendel, Zimt oder Harz beim Lesen die gleichen Gehirnaktivitäten in Gang setzten wie die entsprechenden Gerüche. Ebenso aktivieren Bewegungsverben die gleichen Regionen wie die Bewegungen selbst: Wenn der Stürmer auf dem Papier mit Vollrist abzieht, zuckt es den Leser im Fuss. Ist die Sprache anschaulich, unterscheidet das Gehirn also nicht zwischen Leseerfahrung und realem Erleben. Romane bieten zudem den Vorteil, dass sie die Realität nicht nur simulieren, sondern überhöhen. Sie lassen Leser Gefühlsbewegungen nachvollziehen die ihre Erfahrungswelten transzendieren. Als Folge davon – das hat ein Psychologe der York University in Kanada gezeigt – können Menschen, die Romane lesen, sich im realen Sozialleben besser in andere einfühlen und deren Gefühle und Handlungsmotive besser nachvollziehen. Und dies nicht nur, weil sie entsprechend veranlagt sind – der Vorsprung vergrössert sich mit jedem weiteren gelesenen Buch.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Wie Powerpoint wieder zum Statisten wird &#8230;</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2012/03/22/wie-powerpoint-wieder-zum-statisten-wird/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 07:12:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rhetorik]]></category>
		<category><![CDATA[Powerpoint]]></category>
		<category><![CDATA[präsentieren]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; und der Redner die Hauptrolle spielt (wie es sich gehört). Vor einigen Tagen wurde es mir wieder einmal vor Augen geführt: Auch gute Redner, die ihr Publikum ohne Schwierigkeiten begeistern könnten (weil sie zum Beispiel wissen, wovon sie reden), lassen sich durch eine Powerpoint-Präsentation zu Statisten degradieren. Start im Abseits Schon der Aufbau machte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8230; und der Redner die Hauptrolle spielt (wie es sich gehört).</strong></p>
<p>Vor einigen Tagen wurde es mir wieder einmal vor Augen geführt: <strong>Auch gute Redner</strong>, die ihr Publikum ohne Schwierigkeiten begeistern könnten (weil sie zum Beispiel wissen, wovon sie reden), <strong>lassen sich durch eine Powerpoint-Präsentation zu Statisten degradieren.</strong></p>
<h3><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/powerpoint-statisten-web.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2697" title="Redner als Powerpoint-Statist" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/powerpoint-statisten-web-300x225.jpg" alt="Powerpoint-Präsentationen degradieren den Redner oft zum Statisten." width="300" height="225" /></a>Start im Abseits</h3>
<p>Schon der Aufbau machte es deutlich: Das relativ kleine Publikum von 12 Personen sass an Tischen, die klassisch zum U angeordnet waren. <strong>Ausgerichtet war das U auf die Leinwand,</strong> wo die Präsentation dominant flimmerte.</p>
<p>Der Redner stand seitlich, im Abseits eigentlich. Für die Hälfte des Publikums (jene an der falschen Flanke des U) bedeutete das, dass sie ihn nur anschauen konnten, wenn sie sich auf ihren Stühlen oder mit diesen drehten. Verschärft wurde die Situation durch die Beleuchtung, die allein auf die Lesbarkeit der Folien abgestimmt war. Zwingende Folge: Der Raum war zu dunkel, <strong>der Redner stand nicht nur geometrisch im Abseits, sondern auch im Zwielicht.</strong></p>
<p>Das ist einfach schade.</p>
<p>Doch was tun?<span id="more-2694"></span></p>
<h3>Schnelle Erste Hilfe</h3>
<p><strong>Ohne Powerpoint präsentieren.</strong> Flipchart ist sowieso <a title="Der Vorrang der Flipchart" href="http://verstaendlich.ch/2011/07/11/der-vorrang-der-flipchart/">viel besser</a>.</p>
<p>Wenn schon Powerpoint, dann soll <strong>die Präsentation den Redner unterstützen</strong>, nicht umgekehrt. Das geht, indem</p>
<p>die <strong>Leinwand seitlich platziert</strong> wird.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Unmöglich, weil die Leinwand fix im Saal montiert ist (wie es bei uns der Fall war)? Doch, das geht auch dann. Ich suche mir <strong>meinen Platz als Redner und richte das Publikum danach aus.</strong> Die sitzen dann vielleicht schief im Saal, dafür aber kriegen sie keinen schiefen Hals. Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, dann eben der Berg zum Propheten. Soll die Leinwand doch bleiben, wo sie ist.</p>
<p>ich die <strong>Präsentation</strong> so gestalte, dass sie <strong>auch ohne Verdunkelung auskommt.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Das heisst: <strong>hohe Kontraste</strong>. Und das wiederum heisst in meiner Erfahrung am besten: weisse Schrift auf schwarzem Hintergrund. Das bringt den zusätzlichen Nutzen, dass die Folien viel weniger leuchten und somit weniger Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ausserdem sieht es einfach cool aus, wenn da ein Wort wie aus dem Nichts an der Leinwand schwebt.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Der Binde- als Ergänzungsstrich</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2012/02/22/der-binde-als-erganzungsstrich/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 07:41:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Angst vor dem Metzger]]></category>
		<category><![CDATA[Bindestrich]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Bindestrich ist ein nützlicher Helfer bei der Spracharbeit. Er erleichtert die Übersicht beim Lesen, wenn er die Bausteine langer Wortverbindungen sichtbar macht, und er hilft im Eifer des Schreibens, Kompliziertes zwar nicht elegant, dafür aber effektiv zu gigantischen Ein-Wort-Verbindungen zusammenzumontieren. Doch er kann noch mehr! Das wird einem manchmal erst bewusst, wenn er fehlt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Bindestrich ist ein nützlicher Helfer bei der Spracharbeit.</strong> Er erleichtert die Übersicht beim Lesen, wenn er die <a href="http://verstaendlich.ch/2009/12/17/bindestrich-mit-oder-ohne/">Bausteine langer Wortverbindungen sichtbar macht</a>, und er hilft im Eifer des Schreibens, Kompliziertes zwar nicht elegant, dafür aber effektiv zu gigantischen <a href="http://verstaendlich.ch/2011/11/14/das-mit-bindestrichen-sag-ich-es-in-einem-wort-prinzip/">Ein-Wort-Verbindungen zusammenzumontieren</a>.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-2672" style="border-style: initial; border-color: initial;" title="Blut + Leberwurst web" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Blut-+-Leberwurst-web-198x300.jpg" alt="Werbeschild vor der Metzgerei: &quot;Blut + Leberwurst&quot;" width="198" height="300" /></p>
<p><strong>Doch er kann noch mehr!</strong> Das wird einem manchmal erst bewusst, wenn er fehlt, wie auf diesem Schild, das ich vor unserer örtlichen Metzgerei fotografiert habe.</p>
<p>Das &#8220;hausgemachte Blut&#8221; beunruhigte mich, und ich wechselte sicherheitshalber die Strassenseite.</p>
<p>Der Bindestrich hat die <strong>Fähigkeit, unsere Sprache sparsamer und damit leichter zu machen.</strong> <strong>Bei Aufzählungen, die denselben sprachlichen Baustein enthalten, kann der Bindestrich diesen ersetzen.</strong> (In dieser Funktion wird er auch <em>Ergänzungsstrich</em> genannt.) Meine Sprechwerkzeuge danken es ihm darum, wenn sie auf dem Markt nicht &#8220;Regenmäntel, Wintermäntel, Strickmäntel, Steppmäntel und Bademäntel!&#8221; anpreisen müssen (oder müssten, wenn ich Mantelmarktfahrer wäre). Stattdessen übernimmt der Bindestrich die <strong>Funktion eines Platzhalters</strong> für den bei allen identischen und erst am Schluss genannten 2. Wortbaustein <em>Mantel</em>.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Regen-, Winter-, Strick-, Stepp- und Bademäntel!<span id="more-2668"></span></p>
<p>Das funktioniert sogar dann, <strong>wenn die zusammengesetzten Begriffe in ihrer kompletten Form ohne Bindestrich geschrieben werden.</strong> (Und der <em>Wintermantel</em> ist ja nun nicht so unübersichtlich, dass er nach einem Bindestrich verlangen würde. <em>Winter-Mantel?</em> Eher nicht.)</p>
<p>Und <strong>auch den ersten Teil eines zusammengesetzten Begriffs</strong> kann der Bindestrich in dieser Weise vertreten:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Regenmäntel, -hüte  und -schirme (für &#8220;Regenmäntel, Regenhüte und Regenschirme&#8221;)</p>
<p>oder – um zum Thema &#8220;bedrohliche Metzgerei&#8221; zurückzukehren:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Blutwürste und -konserven (für &#8220;Blutwürste und Blutkonserven&#8221;)</p>
<p>Und <strong>sogar eine Kombination schafft der Tausendsassa Bindestrich.</strong> Dazu benötigen wir aus drei Bausteinen zusammengesetzte Wörter:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Hausgemacht in unserer eigenen Blutwurst- und -konservenproduktion. (Für &#8220;Blutwurstproduktion und Blutkonservenproduktion&#8221;)</p>
<p>Widerlich? Klar, dafür aber einprägsam.</p>
<p>Und schliesslich: Der Bindestrich entschlackt auch die <strong>Verbindung von zusammengesetzten Hauptwörtern und Adjektiven (Artwörtern):</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Blut-, Leber-, Hans- und andere hausgemachte Würste</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>2011: körperliche Unarten und die Leere am Ende des Buches</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2012/01/31/2011-korperliche-unarten-und-die-leere-am-ende-des-buches/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 09:47:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundsachen]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresrückblich]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich* mag ich keine Nabelschau. Trotzdem wage ich einen kurzen Blick zurück ins letzte Blogjahr und lasse eine Handvoll Artikel Revue passieren. Ausgewählt habe ich jene Beiträge, die am meisten kommentiert wurden. Wobei ich eingestehen muss, dass sich die Kommentaraktivität auf verständlich.ch im bescheidenen Rahmen bewegt. Wahrscheinlich bin ich zu wenig kontrovers. Also einfach zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eigentlich* mag ich keine Nabelschau.</strong></p>
<p>Trotzdem wage ich einen kurzen <strong>Blick zurück ins letzte Blogjahr</strong> und lasse eine Handvoll Artikel Revue passieren. Ausgewählt habe ich jene Beiträge, die am meisten kommentiert wurden. Wobei ich eingestehen muss, dass sich die Kommentaraktivität auf verständlich.ch im bescheidenen Rahmen bewegt.</p>
<p><strong>Wahrscheinlich bin ich zu wenig kontrovers.</strong></p>
<p>Also einfach zu brav.</p>
<p>(Diese Einsicht wirft vielleicht noch einen Vorsatz für 2012 ab!)</p>
<h3><a href="http://verstaendlich.ch/2011/01/07/selbstsabotage-durch-korperliche-unarten/">Selbstsabotage durch körperliche Unarten</a></h3>
<p>Den Auftakt macht der dritte Artikel meiner <strong>Serie über rhetorische Selbstsabotage</strong>. Es ging um die einfache Frage: <strong>Wie untergrabe ich meine eigene Wirkung und Glaubwürdigkeit?</strong> Dieser <a title="Selbstsabotage durch körperliche Unarten" href="http://verstaendlich.ch/2011/01/07/selbstsabotage-durch-korperliche-unarten/">Artikel</a> widmete sich ganz dem Aspekt <strong>&#8220;verräterische Körpersprache&#8221;</strong>. Ich jammerte über instabiles Stehen, ringende oder fehlplatzierte Hände und hektische Bühnenspaziergänge.</p>
<p>Doch schon kurz darauf hiess es: Genug gejammert!<span id="more-2634"></span></p>
<h3><a href="http://verstaendlich.ch/2011/01/14/der-anfang-vom-ende-der-unsicherheit/">Der Anfang vom Ende der Unsicherheit</a></h3>
<p><img class="size-thumbnail wp-image-1813 alignright" title="Sicherer Redner" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/sicherer-redner-web-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></p>
<p>betrachtete Strategien für <strong>unsichere Redner, die sichere Redner werden wollen</strong>. Ich beschrieb <strong>vier Anfahrtswege</strong>: gute Vorbereitung, sicheres Auftreten, die Liebe zum Publikum und Echtheit.</p>
<p>Wer sich vom &#8220;sicheren Auftreten&#8221; als Strategie zu mehr Sicherheit an Baron Münchhausen erinnert fühlt, der sich an seinem eigenen Haarschopf aus dem Sumpf zog, liegt gar nicht so daneben.</p>
<p>Links zu allen Artikeln der Serie sind <a href="http://verstaendlich.ch/2010/11/16/warum-redner-sich-selbst-sabotieren-und-wie/">hier</a> zu finden.</p>
<h3><a href="http://verstaendlich.ch/2011/06/24/sunset-park-von-paul-auster-was-bleibt-ist-die-leere/">Sunset Park von Paul Auster: Was bleibt, ist die Leere</a></h3>
<p><img class="size-thumbnail wp-image-2119 alignright" title="Paul Austers &quot;Sunset Park&quot;: die letzte Seite" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Paul-Auster-Sunset-Park-last-words-web-150x150.jpg" alt="Die letzte Seite von Paul Austers Roman &quot;Sunset Park&quot;" width="150" height="150" /></p>
<p>Mein <strong>Lektürebericht über Austers Roman <em>Sunset Park</em></strong> konzentrierte sich ganz auf die letzte Seite. Und dort vor allem darauf, was nicht dasteht.</p>
<p><strong>Spoilerwarnung: Es geht um den Schluss dieses Romans! Es beklage sich also keiner, dass ich den Schluss verrate.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><a href="http://verstaendlich.ch/2011/07/11/der-vorrang-der-flipchart/">Der Vorrang der Flipchart</a></h3>
<p><img class="size-thumbnail wp-image-2149 alignright" title="Der Vorrang der Flipchart" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Vorrang-der-Flipchart-web-150x150.jpg" alt="Die Flipchart: Nummer 1 auf dem Podest der Präsentationsmedien, und zwar mit Abstand" width="150" height="150" /></p>
<p>Der Titel gibt schon alles preis. Unweise ist das für einen, der Menschen neugierig machen und zum Weiterlesen verleiten möchte.</p>
<p>Aber so ist das nun einmal mit der Liebe: Sie bahnt sich ihren Weg; durch alle Widerstände, durch alle strategische Zurückhaltung hindurch.</p>
<p>Dieser Artikel sprach von meiner <strong>Liebe zur Flipchart. Und was bei der Liebe sonst unmöglich ist: Ich lieferte auch Gründe.</strong></p>
<p><strong></strong>Ein bisschen ging es auch darum, weshalb <strong>Powerpoint Schnee von vorgestern</strong> ist. Das musste einfach sein.</p>
<h3><a href="http://verstaendlich.ch/2011/11/09/der-ungunstigste-satz-fur-einen-schreibfehler/">Der ungünstigste Satz für einen Schreibfehler</a></h3>
<p><img class="size-thumbnail wp-image-2402 alignright" title="Qualität ist unsere stärke" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Qualitaet-ist-unsere-staerke-web-150x150.jpg" alt="Aufschrift auf einem Lastwagen: &quot;Qualität ist unsere stärke&quot; – inklusive Schreibfehler" width="150" height="150" /></p>
<p>Ein Fundstück.</p>
<p>Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen.</p>
<p>Ich ringe jeweils darum, mich beim Kommentieren der <a href="http://verstaendlich.ch/category/fundsachen/">Fundstücke</a> zurückzuhalten, um der <strong>kreativen Analyseenergie meiner Leser</strong> mehr Raum zu lassen (falls denn heute noch jemand einige Sekunden über einem Foto verharren kann). Denn lernen kann man überall etwas.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>* <em>Eigentlich</em> – wohl das schlechteste Wort für die Eröffnung eines Textes.</strong> <em>Eigentlich</em> relativiert alles, packt alles in Watte, nimmt den Widerspruch, das <em>Aber</em>, bereits vorweg. <em>Eigentlich</em> hätte eigentlich einen eigenen Artikel verdient.</p>
<div></div>
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		</item>
		<item>
		<title>neuland-Marker nachfüllen</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2012/01/21/neuland-marker-nachfullen/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 07:17:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Flipchart]]></category>
		<category><![CDATA[neuland]]></category>

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		<description><![CDATA[Für die Arbeit an Flipchart oder Moderationswand verwende ich Marker von neuland. Dafür gibt es einen guten Grund (denn gute Marker gibt es viele): Die neuland-Marker sind nachfüllbar und haben eine auswechselbare Spitze. So bleibt es der Umwelt und mir erspart, ständig intakte Markergehäuse wegwerfen zu müssen. Stattdessen gibt es öfter einen kleinen Service. Nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/neuland-marker-nachfuellen-web.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2618" title="neuland-Marker nachfüllen" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/neuland-marker-nachfuellen-web-300x225.jpg" alt="Ein neuland-Marker an der Tankstelle" width="300" height="225" /></a>Für die Arbeit an Flipchart oder Moderationswand verwende ich Marker von <a href="http://neuland.ch">neuland</a>. Dafür gibt es einen guten Grund (denn gute Marker gibt es viele): <strong>Die neuland-Marker sind nachfüllbar und haben eine auswechselbare Spitze.</strong> So bleibt es der Umwelt und mir erspart, ständig intakte Markergehäuse wegwerfen zu müssen.</p>
<p>Stattdessen gibt es öfter einen kleinen Service.</p>
<p>Nach einer zweitägigen Live-Visualisierung war ich gestern wieder einmal an der Tankstelle und habe zum ersten Mal beim Nachfüllen <strong>eine richtige Sauerei</strong> gemacht. Glücklicherweise ist die wasserbasierte Tinte einigermassen leicht zu putzen, und auch meine Hände sind inzwischen schon beinahe wieder frei von schwarzen Flecken.</p>
<p>Mein Nachfüllversagen hat mich veranlasst, bei neuland anzurufen und mich über das <strong>korrekte Nachfüllvorgehen</strong> zu informieren. Ich wollte also <strong>wissen, wie man&#8217;s richtig macht.</strong> &#8221;Richtig&#8221; heisst in diesem Fall: <strong>Tinte im Marker und sonst nirgends.</strong> Das wurde mir auch sehr freundlich und sehr präzise erklärt.<span id="more-2616"></span></p>
<h3>Nachfüllen: So geht&#8217;s.</h3>
<p>Erst vorhin kam ich dann auf die Idee, in den Weiten des Internets zu stochern. Und siehe da: Diese <a href="http://www.neuland.ch/pub/refill.pdf" target="_blank">hauseigene Anleitung </a>erklärt das Vorgehen im Detail und bebildert (PDF).</p>
<p>Und hier die <strong>Kurzversion für Eilige</strong>:</p>
<ol>
<li>Markerkappe abnehmen.</li>
<li>Nachfüllballon mit Tinte füllen und von der Tintenflasche abziehen.</li>
<li>Nadel in den Marker stecken.</li>
<li>Ballon <span style="text-decoration: underline;">langsam</span> zusammendrücken.</li>
<li>Ballon loslassen und abziehen.</li>
<li>Kappe auf den Marker setzen und den Stift senkrecht (mit der Spitze nach unten) hinstellen.</li>
</ol>
<p>Nachfüllmenge: <strong>1 Ballon für kleine Marker (NoOne), 2 für grosse (BigOne)</strong></p>
<p>Und übrigens: Ich bin weder an neuland beteiligt noch mit jemandem dort verwandt, verschwägert oder befreundet. Ich bin einfach nur ein zufriedener Kunde, der von seinem Glück erzählt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Bundesratsfoto: Lektionen in Körpersprache</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2012/01/04/das-bundesratsfoto-lektionen-in-korpersprache/</link>
		<comments>http://verstaendlich.ch/2012/01/04/das-bundesratsfoto-lektionen-in-korpersprache/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 08:26:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Körpersprache]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesratsfoto]]></category>

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		<description><![CDATA[Jährlich erscheint das offizielle Bundesratsfoto, auf dem sich die Schweizer Regierung (mit Bundeskanzlerin Corina Casanova ganz rechts) mit aller Kraft von ihrer besten Seite zeigt. Einmal mehr ist das Bild (das übrigens gratis als Papierabzug bestellt werden kann, allerdings nur mit vorgedruckten Autogrammen) überreich an Denkanstössen. Selten bekommt man auf so kleinem Raum so konzentrierte Gelegenheiten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-2586" title="Das offizielle Bundesrats-Foto 2012 lowres" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/BundesratsFoto_2012_lowres-300x212.jpg" alt="Das offizielle Foto der 7 Bundesrätinnen und Bundesräte zusammen mit Bundeskanzlerin Corina Casanova" width="300" height="212" /></p>
<p>Jährlich erscheint das <strong>of</strong><strong>fizielle Bundesratsfoto</strong>, auf dem sich die Schweizer Regierung (mit Bundeskanzlerin Corina Casanova ganz rechts) mit aller Kraft von ihrer besten Seite zeigt.</p>
<p>Einmal mehr ist das Bild (das übrigens gratis als Papierabzug <a title="Bestellformular für das aktuelle Bundesratsfoto" href="https://www.bundespublikationen.admin.ch/de/publikationen/detailansicht.html?tx_ttproducts_pi1[backPID]=73&amp;tx_ttproducts_pi1[swords]=bundesratsfoto&amp;tx_ttproducts_pi1[tx_ttproducts_pi1[swords]]=bundesratsfoto&amp;tx_ttproducts_pi1[product]=118525&amp;cHash=5068c97" target="_blank">bestellt werden kann</a>, allerdings nur mit <em>vorgedruckten</em> Autogrammen) überreich an Denkanstössen. Selten bekommt man auf so kleinem Raum so <strong>konzentrierte Gelegenheiten, die menschliche Körpersprache zu beobachten und zu studieren.</strong> Dass das Gremium sich als Ganzes abbilden lässt, macht die Angelegenheit noch spannender, weil so ein direkter Vergleich der unterschiedlichen Körperhaltungen und ihrer Wirkung auf den Betrachter möglich ist.</p>
<p>Also beobachten wir! Und tun wir es in zwei Richtungen:</p>
<p><strong>Beobachten wir, was wir sehen.</strong></p>
<p><strong>Beobachten wir, wie das auf uns wirkt.</strong><span id="more-2585"></span></p>
<p><strong>Herr Burkhalter</strong> (2. von links) und <strong>Herr Berset</strong> (2. von rechts) stehen beinahe gleich: beide mit den oft verpönten <strong>verschränkten Armen</strong>. Warum sieht das bei Herrn Burkhalter dann halbwegs staatsmännisch aus und bei Herrn Berset steif? Mit seiner Mimik tanzt Herr Burkhalter leider komplett aus der Reihe. Während alle anderen (wie ich finde recht natürlich) lächeln, bewegt sein erhabener <strong>Gesichtsausdruck sich an der Grenze zur Arroganz</strong> (ob dies- oder jenseits der Grenze, dürfte der Betrachter aufgrund seiner eigenen Gemütslage spontan entscheiden).</p>
<p><strong>Herr Ammann</strong> (ganz links aussen) hat sich für die <strong>natürlichste Haltung</strong> entschieden und lässt seine Arme einfach <strong>dort herunterhängen, wo sie aus seinem Körper herauswachsen.</strong> Ein Schuss, der meines Erachtens nach hinten losgeht. Hier fehlt jede Würde oder Erhabenheit. Die eng zusammenstehenden Füsse wirken instabil (und sind es auch), und dass der rechte Schuh sich an der Innenseite des linken leicht aufrichtet wie bei einem Schulbub, der gerade mit der Hand in der Guezlibüchse (&#8220;Keksdose&#8221;) erwischt wurde, hilft da auch nicht weiter. Mein Gesamteindruck: <strong>herzig und etwas spitzbübisch. </strong>Ob das Absicht war?</p>
<p><strong>Herr Maurer</strong> (3. von links) tanzt aus der Reihe, und er macht das gut. Auf mich wirken er, Frau Widmer-Schlumpf in der Mitte und Frau Casanova ganz rechts am entspanntesten. Diese drei sehen aus, als würden sie sich in ihrer Haut ganz und gar wohl fühlen. Herr Maurer ist der einzige Mann, der sein <strong>Körpergewicht nicht auf beiden Füssen gleichmässig verteilt</strong>. Das ist gewagt, kann nämlich instabil wirken. Hier aber kommt mir sogar etwas <strong>tänzerische Verspieltheit und Eleganz</strong> entgegen. Das will eigentlich nicht so recht zum Bild passen, das ich von Herrn Maurer habe. Umso schöner.</p>
<p><strong>Frau Widmer-Schlumpf</strong> nimmt die zentrale Position (sie ist dieses Jahr Bundespräsidentin) souverän ein. Sie steht ja ohnehin im Zentrum, muss sich also nicht besonders in Szene setzen. Der <strong>Klassiker mit den verschränkten Händen</strong> wirkt bei ihr nicht verklemmt, sondern <strong>ruhig, bescheiden und zurückhaltend</strong>. Nun kann man natürlich darüber streiten, ob eine Bundespräsidentin ruhig, bescheiden und zurückhaltend wirken sollte, aber in diesem Rahmen scheint es mir angemessen. Sie wirkt auf mich vollkommen natürlich.</p>
<p>Ganz im Gegenteil zu <strong>Frau Leuthard</strong> (4. von rechts). Die <strong>Hand über dem Bauch scheint verkrampft und blockiert</strong>. Vor wem oder was will sie sich wohl schützen? Diese Position ist für mich das Klischeebild des Menschen, der beim Auftritt ratlos darüber ist, was er mit seinen Händen anfangen soll.</p>
<p>Auch <strong>Frau Sommaruga</strong> (3. von rechts) weiss offenbar nicht so recht, wo sie ihre <strong>rechte Hand verstecken</strong> soll. Sie hat daher zur Flucht nach vorn angesetzt und ihr (der Hand) die <strong>zentrale Position direkt vor dem Solar Plexus</strong> zugestanden. Natürlich sieht das für mich nicht aus, hat jedoch den Vorteil, dass man weniger von der Jacke sieht, die für sich genommen schön sein mag, meiner Meinung nach aber nichts auf einem Gruppenbild verloren hat, auf dem sonst alle dunkel gekleidet sind. (Ich möchte anmerken, dass ich bunter auch schöner finden würde. Aber hier macht man halt keine Experimente und setzt auf sichere Werte, und dunkel ist sicher.) Immerhin erlaubt Frau Sommaruga uns die Bauchfrage, wie ihr <strong>helles Jäckchen im Kontrast zu den dunkel gekleideten Kolleginnen und Kollegen</strong> wirkt.</p>
<p><strong>Herrn Berset</strong> will das mit den verschränkten Armen noch nicht so recht gelingen, scheint mir. Seine Arme wirken auf mich (im direkten Vergleich mit Herrn Burkhalters) blockierend und als <strong>möchte er sich an sich selbst festhalten.</strong></p>
<p><strong>Frau Casanova</strong> (ganz rechts) schliesslich macht alles richtig. Wie Frau Widmer-Schlumpf gelingt auch ihr die Standardvariante <strong>&#8220;verschränkte Hände&#8221; ohne jeden Anflug von Verkrampfung</strong>. Unterstrichen wird dieser Eindruck durch ihren eleganten Stand. Ihre Kleidung erlaubt uns zudem einen weiteren Direktvergleich: Wirken Frauen mit Hosen anders als Frauen mit Rock?</p>
<p>Das Bundesratsfoto gibt es <a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/BundesratsFoto_2012-1200px.jpg" target="_blank">hier</a> in höhrer Auflösung (2.4 MB).</p>
<p>Und <a title="Bundesratsfotos von 1993 bis 2002" href="http://www.admin.ch/br/dienstleistungen/00094/00095/00109/index.html?lang=de" target="_blank">hier</a> gibt&#8217;s das <strong>Archiv der BR-Fotos</strong> von 1993 &#8211; 2002 und <a title="Bundesratsfotos ab 2003" href="http://www.admin.ch/br/dienstleistungen/00094/00095/00110/index.html?lang=de" target="_blank">hier</a> ab 2003. Echte Zeitzeugnisse. Mein persönlicher Favorit ist Herr Leuenberger auf dem Bild &#8220;1999 (I)&#8221;.</p>
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		<title>Heisser Brei für alle!</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2011/12/29/heisser-brei-fur-alle/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 07:45:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redewendungen]]></category>
		<category><![CDATA[JAM]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Hilfsorganisation JAM versorgt Kinder in Afrika mit einem Brei aus Mais und Sojabohnen. Das Ziel der Hilfe geht jedoch über den Hunger hinaus: Ein voller Magen ermöglicht den Kindern, die Schule zu besuchen, um für eine bessere Zukunft zu lernen. (Quelle: heisserbrei.ch) Für eine besondere Weihnachtsaktion hat das JAM-Team eine Internetseite unter der sprechenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://heisserbrei.ch" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-2548" title="heisserbrei.ch" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/heisserbrei.ch_1-240x300.jpg" alt="heisserbrei.ch" width="240" height="300" /></a></p>
<p>Die Hilfsorganisation <a title="Webseite von JAM Schweiz" href="http://www.jam-schweiz.org/" target="_blank">JAM</a> versorgt Kinder in Afrika mit einem Brei aus Mais und Sojabohnen. Das Ziel der Hilfe geht jedoch über den Hunger hinaus:</p>
<blockquote><p>Ein voller Magen ermöglicht den Kindern, die Schule zu besuchen, um für eine bessere Zukunft zu lernen. (Quelle: <a href="http://heisserbrei.ch" target="_blank">heisserbrei.ch</a>)</p></blockquote>
<p>Für eine besondere <strong>Weihnachtsaktion</strong> hat das JAM-Team eine Internetseite unter der sprechenden Adresse <a href="http://heisserbrei.ch" target="_blank">heisserbrei.ch</a> eingerichtet.</p>
<p>Darum herum geredet wird aber nicht, um den heissen Brei. Auch nicht darum herumgeschlichen, wie das manche sprichwörtliche Katze gerne tut.</p>
<h3>Heisser Brei in der Alltagssprache</h3>
<p>In der deutschen Sprache kennen wir diese beiden Redewendungen, in denen der heisse Brei zum Einsatz zu kommen scheint, es dann aber doch nicht tut:</p>
<p><span id="more-2538"></span></p>
<blockquote><p><strong>Um den heissen Brei herumreden.</strong></p>
<p><strong>Wie die Katze um den heissen Brei schleichen.</strong></p></blockquote>
<p>Beide Varianten sagen dasselbe: Wenn ich um den heissen Brei herumrede oder wie die Katze um ihn schleiche, dann <strong>komme ich nicht zur Sache, drücke mich davor, das Wesentliche auf den Punkt zu bringen.</strong></p>
<p>Weshalb? – Weil sie mir zu heiss ist, die Sache.</p>
<p>Die Katze, die um den heissen Brei schleicht, hat Angst davor, sich den Mund oder die Schnurrhaare zu verbrennen. Der Mensch, der um ihn herumredet, ebenso.</p>
<h3>Das Geheimnis um den Brei</h3>
<p>Der <strong>Ursprung der Redewendung</strong> ist nicht einfach herauszufinden. Ich musste sogar die <a href="http://www.gfds.de/sprachberatung/" target="_blank">Telefonberatung der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS)</a> bemühen, was zu einem äusserst freundlichen und interessanten Kontakt mit einem wissenschaftlichen Mitarbeiter führte. Doch leider konnte auch er mir nicht mit der Weisheit letztem Schluss dienen.</p>
<p>Immerhin weiss ich nun:</p>
<p>Die Katzenvariante ist älter und <strong>erstmals bei Luther</strong> (16. Jh.) zu entdecken. (Um den heissen Brei <em>geredet</em> wird erst seit dem 19. Jahrhundert.) Noch älter ist die <strong>französische Version &#8220;tourner autour du pot&#8221;</strong> (&#8220;sich um den Topf drehen&#8221;). Ob Luther sich bei den Franzosen bediente?</p>
<p>Der genauere Ursprung bleibt im Dunkeln. Aber so ist sie nun einmal, unsere Sprache: voll von dunklen und unergründlichen Geheimnissen. <strong>Viel von dem, was wir sagen, können wir nicht exakt erklären – und doch funktioniert es.</strong> Welch ein Wunder!</p>
<h3>Brei für alle!</h3>
<p>Allen meinen Lesern empfehle ich die JAM-Aktion und die Unterstützung von JAM ganz allgemein (gibt&#8217;s natürlich auch in <a title="Webseite von JAM Deutschland" href="http://www.jam-deutschland.org/" target="_blank">Deutschland</a>) aus voller Überzeugung. <strong>6 Franken kostet es, ein Kind einen Monat lang zu ernähren und ihm so den Schulbesuch zu ermöglichen.</strong> Auf <a href="http://heisserbrei.ch" target="_blank">heisserbrei.ch</a> ist Spenden per SMS und online möglich. <strong>Und damit&#8217;s noch einfacher geht auch gleich hier mit dem JAM-Spendentool</strong>:</p>
<p>Unkomplizierte, schnelle Hilfe.</p>
<p>Danke!</p>
<p><iframe src="https://www.jam-schweiz.org/facebook/slider/" frameborder="0" width="490" height="610"></iframe></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der ungünstigste Kontext für Schreibfehler</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2011/12/07/der-ungunstigste-kontext-fur-schreibfehler/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 13:53:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundsachen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontext]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>

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		<description><![CDATA[In Ergänzung zu meinem Hinweis auf den ungünstigsten Satz für einen Schreibfehler. Hier entscheidet wieder einmal der Kontext. Und das gleich doppelt. &#160;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Wie-kann-Babylon-Ihnen-helfe.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2463" title="Wie kann Babylon Ihnen helfe?" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Wie-kann-Babylon-Ihnen-helfe.jpg" alt="Online-Inserat für die elektronische Rechtschreibprüfung &quot;Babylon&quot; – Rechtschreibfehler inklusive!" width="152" height="514" /></a>In Ergänzung zu meinem <a title="verständlich.ch: Der ungünstigste Satz für einen Schreibfehler" href="http://verstaendlich.ch/2011/11/09/der-ungunstigste-satz-fur-einen-schreibfehler/">Hinweis</a> auf den ungünstigsten <em>Satz</em> für einen Schreibfehler.</p>
<p>Hier entscheidet wieder einmal der Kontext. Und das gleich doppelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Blochers Kürze</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 06:46:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Blocher]]></category>
		<category><![CDATA[Politikersprache]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Ständerat gewählt wurde er nicht. Aber vorletzte Woche (NZZ vom 16. Nov. 2011)  hatte Christoph Blocher Gelegenheit, neben den anderen beiden Zürcher Ständeratskandidaten Verena Diener und Felix Gutzwiller zu einer Reihe von Fragen Stellung zu beziehen. Und diese Gelegenheit hat er genützt. So deutlich, dass schon der schnelle Blick auf die Seite für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Ständerat gewählt wurde er nicht. Aber vorletzte Woche (NZZ vom 16. Nov. 2011)  hatte Christoph Blocher Gelegenheit, neben den anderen beiden Zürcher Ständeratskandidaten Verena Diener und Felix Gutzwiller zu einer Reihe von Fragen Stellung zu beziehen. Und diese Gelegenheit hat er genützt. <strong>So deutlich, dass schon der schnelle Blick auf die Seite für einen Eindruck reicht.</strong> Lesen muss man dazu noch gar nichts.<a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/interview-ständeratskandidaten-nov-11-Kopie.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2436" title="NZZ: Interview mit Diener, Gutzwiller, Blocher" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/interview-ständeratskandidaten-nov-11-Kopie-167x300.jpg" alt="Diener, Gutzwiller und Blocher antworten auf die gleichen Fragen." width="167" height="300" /></a></p>
<p>In der ersten Spalte stehen die Fragen. Blochers Antworten sind ganz rechts.</p>
<p>Ich bin ehrlich beeindruckt von dieser <strong>Kürze. Sie verlangt ja auch Mut; und wirft ein besonderes Licht auf die ausführlicheren Antworten der Gegner</strong>, die als solide Textblöcke daneben recht unzugänglich wirken.</p>
<p>Welche Passagen ziehen das Leserauge wohl als erste auf sich?</p>
<p>Und woran erinnert sich der Leser nach der Lektüre? Welches Bild bleibt?</p>
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		<title>Nicht: zum Beispiel sagen, was man meint.</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 07:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Blähsprache]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Blocher]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Christoph Blocher möchte am nächsten Sonntag in den Ständerat (die kleine Kammer des Schweizer Parlaments) gewählt werden. Ein Inserat in der NZZ lässt tief blicken und zeigt, für welch kreative, anregende und vorwärtsgewandte Politik dieser Mann und seine Partei eintreten: Das beginnt beim fetten Nicht, das die Schlagzeile dominiert, und wird in den fünf Punkten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Christoph Blocher möchte am nächsten Sonntag in den Ständerat (die kleine Kammer des Schweizer Parlaments) gewählt werden.</p>
<p>Ein Inserat in der NZZ lässt tief blicken und zeigt, für welch <strong>kreative, anregende und vorwärtsgewandte Politik</strong> dieser Mann und seine Partei eintreten:</p>
<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/blocher-ständerat-verhindern-web.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2422" title="Wahlkampfinserat für Ständerat Christoph Blocher" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/blocher-ständerat-verhindern-web-300x96.jpg" alt="Wahlkampfinserat für Ständerat Christoph Blocher: fünfmal verhindern" width="300" height="96" /></a></p>
<p>Das beginnt beim fetten <em>Nicht</em>, das die Schlagzeile dominiert, und wird in den fünf Punkten des politischen Programms fortgeführt:<span id="more-2421"></span></p>
<ul>
<li>Dreimal geht es darum, <strong>etwas zu verhindern.</strong></li>
<li>Zweimal geht es darum, <strong>dafür zu sorgen, dass etwas nicht geschieht.</strong></li>
</ul>
<p>Offenbar hat man auch bei der SVP inzwischen begriffen, dass <strong>Negativaussagen negative Gefühle erzeugen</strong>. Da kann das Foto lächeln wie es will. Deshalb der raffinierte Schachzug, den zweiten und vierten Punkt (im eleganten regelmässigen Wechsel mit den unverhüllten Verhinderungsabsichten) mit einer pseudopositiven Phrase zu verschleiern. <em></em></p>
<p><em>Dafür sorgen</em>: Das klingt ja beinahe schon – fürsorglich.</p>
<p>Aber:</p>
<p><strong>Dafür sorgen, dass X nicht geschieht = X verhindern.</strong></p>
<p>Das präsentierte politische Programm umfasst also fünf Verhinderungsversprechen.</p>
<p>Alles klar?</p>
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