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	<title>verständlich&#187; Free Writing</title>
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	<description>[mit] Sprache gestalten</description>
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		<title>Schreiblust: Form vor Inhalt</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Apr 2011 07:51:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Free Writing]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Kraus]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiblust]]></category>

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		<description><![CDATA[Triggerwarnung: Dieser Artikel hat keinen Inhalt! ********************************************** Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben; man muss auch unfähig sein, sie zu formulieren. Dieses Zitat des österreichischen Schriftstellers und Satirikers (wer wäre denn darauf gekommen?) Karl Kraus (1874 &#8211; 1936) müsste mich eigentlich über der Tastatur erstarren lassen. Denn ich habe keine Gedanken. Oder immerhin keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Triggerwarnung: Dieser Artikel hat keinen Inhalt!</p>
<p>**********************************************</p>
<blockquote><p>Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben; man muss auch unfähig sein, sie zu formulieren.</p></blockquote>
<p>Dieses Zitat des österreichischen Schriftstellers und Satirikers (wer wäre denn darauf gekommen?) Karl Kraus (1874 &#8211; 1936) müsste mich eigentlich über der Tastatur erstarren lassen. Denn <strong>ich habe keine Gedanken</strong>. Oder immerhin keine Ideen für einen hilfreichen, inspirierenden, nützlichen, tausendfach-angeklickt-werdenden Blogpost. Aber ich habe etwas anderes, das mich treibt:</p>
<p><strong>Lust zu schreiben.</strong></p>
<p>Es liegen zwei Tag Rhetorikunterricht hinter mir; zwei Tage überaus anregendes Arbeiten, Analysieren und Diskutieren mit einer motivierten Runde junger Menschen, die Zeit und Geld investieren, um ihre Fähigkeit zum Gespräch zu stärken, um bessere Kommunikatorinnenn und Kommunikatoren zu werden. Die zentrale Frage dabei ist: Wie kann ich das, was ich zu sagen habe, besser sagen? Uns hat nicht beschäftigt, <em>was</em> wir denn zu sagen haben.</p>
<p>Und nun sitze ich hier und habe eigentlich nichts zu sagen.<span id="more-1983"></span></p>
<p>Und doch schreibe ich.</p>
<p>Aus der puren Lust daran. Lust, Buchstaben erscheinen und Wörter und Sätze entstehen zu sehen. Anstatt dem Inhalt sprachliche Form zu geben (geleitet von der Frage: Wie sage ich es am klarsten?), <strong>beginne ich bei der Form und beobachte, welchen Inhalt sie zum Erscheinen bringt</strong>. Sinn oder Unsinn, das ist mir gerade einigermassen egal.</p>
<p>Ein anderes Zitat, das mich schon lange begleitet, stammt von Karl Popper (noch ein Österreicher, diesmal ein Philosoph):</p>
<blockquote><p>Wer es nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er es klar sagen kann.</p></blockquote>
<p>Das stimmt in der Situation, in der wir anderen etwas sagen wollen. Wenn aber nicht, dann darf auch die Unklarheit ihren Platz haben. Das unklare Reden oder Schreiben kann dann eine Hilfe sein, den eigenen Gedanken auf die Spur zu kommen, also herauszufinden, was man denn nun zu sagen hat. Oder <em>ob</em> man etwas zu sagen hat.</p>
<p>Ich offenbar habe tatsächlich nichts.</p>
<p>Aber geschrieben habe ich jetzt trotzdem. Und ein bisschen nachgedacht.</p>
<p>Schön war&#8217;s.</p>
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		<title>Wörter: explosiv kreativ</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 09:25:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wörter]]></category>
		<category><![CDATA[Free Writing]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenke]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibblockade]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte kürzlich Geburtstag und habe bei dieser Gelegenheit auch einige Geschenke bekommen. Darunter war eine Blechschachtel mit der viel versprechenden Aufschrift &#8220;Wörter für Cla&#8221;. In der Schachtel lagen 40 kreativ gestaltete Karten mit jeweils einem Wort. Wunderschön. Ich habe mir die Karten in der Runde meiner Gäste angesehen und war einmal mehr überrascht und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte kürzlich Geburtstag und habe bei dieser Gelegenheit auch einige Geschenke bekommen. Darunter war eine Blechschachtel mit der viel versprechenden Aufschrift &#8220;Wörter für Cla&#8221;. In der Schachtel lagen 40 kreativ gestaltete Karten mit jeweils einem Wort. Wunderschön.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/woerterkarten1.jpg"><img class="size-full wp-image-929 aligncenter" title="woerterkarten" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/woerterkarten1.jpg" alt="" width="600" height="432" /></a><span id="more-924"></span>Ich habe mir die Karten in der Runde meiner Gäste angesehen und war einmal mehr überrascht und bewegt von der schöpferischen Kraft, die in einem einzelnen Wort liegt. Die kreative und emotionale Darstellung hat das noch verstärkt. Jede einzelne Karte löste sofort einen Fluss von Ideen und Geschichten aus.</p>
<p style="text-align: left;">So zum Beispiel die <em>Nebensächlichkeit</em>, die sich so überhaupt nicht nebensächlich auf der ganzen Fläche der Karte ausbreitet. Richtig wichtig macht sie sich, ganz in Grossbuchstaben und farbig bis zur Schmerzgrenze. Diese Nebensächlichkeit will sich nicht von den Hauptsachen verdrängen lassen. Sie kämpft um ihren Platz &#8211; und das mit Erfolg. Immerhin habe ich sie ihren 39 Mitbewerbern vorgezogen, um hier über die kreative Wirkung von Wörtern zu schreiben. Ich habe mich von ihr täuschen lassen. Das können Wörter.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/nebensaechlichkeit.jpg"><img class="size-full wp-image-932 aligncenter" title="nebensaechlichkeit" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/nebensaechlichkeit.jpg" alt="" width="600" height="430" /></a>Auch die Herzensangelegenheit hat es mir angetan (am oberen rechten Bildrand im ersten Foto). Hier ist nichts mit gestalterischer Kreativität. Ganz nüchtern steht sie da, wenn auch immerhin rot geschrieben. Und erst jetzt, wenn ich mir das Wort so ansehe, wird mir bewusst, welche Spannung es in sich trägt: Das Herz verstehen wir als Sitz der Emotionen. <em>Herz </em>bedeutet schnell einmal <em>Liebe</em>. Die <em>Angelegenheit </em>dagegen ist bürokratisch, technisch, steril. Sie lässt mich an Traktandenlisten denken, an juristische Verfahren und an Diskussionen, in denen man die Dinge nicht beim Namen nennen will. Was hat sich die deutsche Sprache gedacht, als sie eine Wortschöpfung wie <em>Herzensangelegenheit</em> zuliess?</p>
<p style="text-align: left;">Dieses kreative Potenzial der Wörter lässt sich anzapfen: zum Beispiel, wenn die eigenen kreativen Quellen ausgetrocknet scheinen. Sich dann ein Wort vor Augen zu führen, es anzusehen und sich davon anstossen (oder auch abstossen) zu lassen, kann wahrhaft Wunder wirken. Schreibblockaden ade! Eine solche Wörterkarte ist ein starker Startpunkt für <a href="http://verstaendlich.ch/2009/04/04/free-writing-schreiben-im-freien-fall/">Free Writing</a>, und falls mir einmal die Ideen für meine Blogartikel ausgehen sollten, weiss ich auch, was ich zu tun habe. Denn manchmal hängt die verstopfte Leitung ja auch damit zusammen, dass zu viel möglich ist. Da hilft die selbst auferlegte Beschränkung. Irgendetwas zu schreiben ist ungleich schwieriger, als einer engen Vorgabe zu folgen, auch wenn wir sie auf den ersten Blick vielleicht als unüberwindbare Herausforderung empfinden. Die Aufgabe, 1000 Wörter über ein beliebiges Thema zu schreiben, kann viel herausfordernder sein, als 1000 Wörter über die Geschichte der polnischen Eishockey-Nationalliga zu verfassen &#8211; auch wenn ich rein gar nichts von Eishockey verstehe. Deshalb ziehe ich lieber eine Karte aus meiner Schachtel, zum Beispiel <em>Licht</em> (mit Buchstaben, die im Dunkeln leuchten) und lasse daraus einen Sternenhimmel von Ideen wachsen.</p>
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		<title>Free Writing: Schreiben im freien Fall</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 08:55:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Free Writing]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibblockade]]></category>

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		<description><![CDATA[Bin ich der erste, der nicht mehr schreiben kann, weil er müde ist? Seit Tagen ringe ich mit einem Artikel für diesen Blog. Nachdem die letzten Wochen keine Luft zum Bloggen boten (es reichte gerade zum Atmen), wollte ich hier endlich wieder etwas Neues bieten. Doch leichter gedacht als getan. Drei sehr anstrengende Arbeitswochen hatten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bin ich der erste, der nicht mehr schreiben kann, weil er müde ist?</p>
<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/freewriting-web.jpg"><img style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-left: 0px; margin-right: auto; border-bottom: 0px" title="free writing_web" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/freewriting-web-thumb.jpg" border="0" alt="free writing_web" width="454" height="340" /></a>Seit Tagen ringe ich mit einem Artikel für diesen Blog. Nachdem die letzten Wochen keine Luft zum Bloggen boten (es reichte gerade zum Atmen), wollte ich hier endlich wieder etwas Neues bieten. Doch leichter gedacht als getan. Drei sehr anstrengende Arbeitswochen hatten ihre Spuren hinterlassen – und schlechte Voraussetzungen für einen Blogartikel über die Gliederung von Gedanken und das Erstellen von Dispositionen. Nach längerem Krampf kam dann die vorerst erlösende Idee: Fehlende Schreibkraft aufgrund erschöpfter Energiereserven ist ja nun ein Problem, mit dem ich nicht als erster konfrontiert werde. Warum also nicht einfach davon erzählen?</p>
<p>Aber mit Erzählen soll es nicht getan sein. Einen Schritt übers Jammern hinaus möchte ich gehen. Eine Übung, die in solchen Blockaden helfen kann, ist das so genannte Free Writing, zu Deutsch “freies Schreiben”. Die Sache ist sehr unkompliziert:</p>
<p>Schreib einfach.</p>
<p>Alle Filter werden dabei ausgeschaltet. Ich frage also nicht: Hat dieser Text einen roten Faden? Sind meine Gedanken klar formuliert? Auch Grammatik und Rechtschreibung dürfen auf der Strecke bleiben. Am Anfang steht vielleicht ein Gedanke, eine einfache Feststellung oder auch eine Frage. Anstatt das Thema aber organisiert und gegliedert zu erörtern, schreibe ich einfach drauflos. Es ist gut möglich, sogar wahrscheinlich, dass der Text sich dann in eine andere Richtung entwickelt. Auch das spielt überhaupt keine Rolle. Hier ist alles erlaubt. Die einzige Regel: Schreiben – und zwar möglichst ohne Unterbruch.</p>
<p>Ich könnte mit der naheliegenden Frage beginnen: Warum kann ich nicht schreiben? Jetzt denke ich aber nicht lange darüber nach, sondern schreibe, schreibe, schreibe. “Ich kann ja schreiben.” Das könnte dann der nächste Satz sein. Und dann kommt noch einer und noch einer und noch einer.</p>
<p>Der Effekt dieser Übung ist oft verblüffend, denn was da entsteht, beweist: Es geht ja doch. Ich bin nicht blockiert. Ich bin nicht grundsätzlich zu müde. Ich kann denken. Ich kann schreiben.</p>
<p>Und hier noch ein Webtipp für solche, die beim Free Writing den zusätzlichen Kick suchen: <a href="http://lab.drwicked.com/writeordie.html" target="_blank">Dr. Wicked’s Writing Lab</a> stellt unter dem sympathischen Titel “Write or Die” (“Schreib oder stirb”) eine Plattform zur Verfügung, mit der man sich besonders gut zum Drauflosschreiben motivieren kann. Man gibt die Dauer der Schreibsitzung ein und die Anzahl Wörter, die man erreichen will. Mit <em>forgiving</em> (“grosszügig”), <em>strict</em> (“streng”) und <em>evil</em> (“bösartig”) bestimmt man, wie lange die Verschnaufpausen sein dürfen, die einem das Programm zugesteht. Ausserdem wählt man den Modus, von <em>gentle</em> (“sanft”) über <em>normal</em> bis <em>kamikaze</em>. Diese Wahl definiert, wie das Programm reagiert, wenn man zu lange pausiert. Im fiesen Kamikaze-Modus beispielsweise wird der bereits getippte Text rückwärts gelöscht. Eine Spielerei? Sicher. Aber wenn es darum geht, den Geschichtsaufsatz oder den Geschäftsbericht endlich in Gang zu bringen, dann ist es dieses Quäntchen Spass, das einem helfen kann, den Sprung ins Schreiben zu schaffen.<a title="Write or Die" href="http://lab.drwicked.com/writeordie.html"><img style="border-top-width: 0px; display: block; border-left-width: 0px; float: none; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; margin-right: auto; border-right-width: 0px" title="image" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/image2.png" border="0" alt="image" width="454" height="209" /></a></p>
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