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	<title>verständlich&#187; frei reden</title>
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	<description>[mit] Sprache gestalten</description>
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		<title>Der Anfang vom Ende der Unsicherheit</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2011/01/14/der-anfang-vom-ende-der-unsicherheit/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Jan 2011 08:39:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rhetorik]]></category>
		<category><![CDATA[frei reden]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstsabotage]]></category>
		<category><![CDATA[Unsicherheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Genug gejammert! In 4 Beiträgen (hier, hier, hier und hier) habe ich über die letzten Wochen das Elend unsicherer Redner beklagt. Damit ist jetzt Schluss. (Ein Elend, übrigens, das den Redner genauso plagt wie sein Publikum.) Ab sofort geht es um sichere Redner oder besser: darum, wie aus unsicheren sichere Redner werden. Sicherheit durch gute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Genug gejammert!</p>
<p>In 4 Beiträgen (<a href="http://verstaendlich.ch/2010/11/16/warum-redner-sich-selbst-sabotieren-und-wie/">hier</a>, <a href="http://verstaendlich.ch/2010/11/26/selbstsabotage-durch-imponiergehabe/">hier</a>, <a href="http://verstaendlich.ch/2010/12/22/selbstsabotage-durch-sprachliche-unarten/">hier</a> und <a href="http://verstaendlich.ch/2011/01/07/selbstsabotage-durch-korperliche-unarten/">hier</a>) habe ich über die letzten Wochen <strong>das Elend unsicherer Redner</strong> beklagt. Damit ist jetzt Schluss. (Ein Elend, übrigens, das den Redner genauso plagt wie sein Publikum.) Ab sofort geht es um sichere Redner oder besser: darum, <strong>wie aus unsicheren sichere Redner werden.</strong></p>
<h3 id="sicherheitdurchgutevorbereitung">Sicherheit durch gute Vorbereitung</h3>
<p>Ein grosser Anteil der Unsicherheit wird durch mangelhafte  Vorbereitung verursacht. Das kann bedeuten, dass ein Redner sich <strong>nicht  oder nicht ausreichend vorbereitet</strong> hat. Oder es kann bedeuten, dass er  sich <strong>falsch vorbereitet</strong> hat. Vor meinen gefürchteten Geschichtsreferaten  am <a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/sicherer-redner-web.jpg" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-1813" title="Sicherer Redner" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/sicherer-redner-web-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Gymnasium lernte ich jeweils den Wortlaut meiner Vorträge auswendig.  Ich erhoffte mir davon grössere Sicherheit in einer Situation, die ich  als sehr bedrohlich empfand. Und auch heute noch finde ich diese  Erwartung durchaus nachvollziehbar. Sie ist jedoch trügerisch. Ein  auswendig gelernter Text bringt keine Sicherheit.</p>
<p>Sinnvolle Vorbereitung jedoch bringt sie durchaus. Das Gefühl ist aus  Prüfungen bekannt: Es fühlt sich einfach gut an, in eine  Prüfungssituation zu treten und zu wissen: Ich habe mich gut  vorbereitet. Ich bin bereit. – Dasselbe Ziel muss auch die Vorbereitung  einer Rede verfolgen.<span id="more-1809"></span></p>
<p>Eine gute, wirkungsvolle Vorbereitungsarbeit ist nicht auf einigen  Zeilen zu beschreiben. Sie ist eigentlich eines meiner grossen Themen  auf diesem Blog. Wer sich näher dafür interessiert, ist herzlich  eingeladen, im <a href="http://verstaendlich.ch/archiv/">Archiv</a> herumzustöbern, speziell in den Kategorien <a href="http://verstaendlich.ch/category/rhetorik/"> Rhetorik</a> und <a href="http://verstaendlich.ch/category/roter-faden/">Roter Faden</a>.</p>
<h3 id="sicherheitdurchsicheresauftreten">Sicherheit durch sicheres Auftreten</h3>
<p>In den letzten Artikeln dieser Reihe habe ich mich damit beschäftigt,  wie die Unsicherheit eines Redners erkennbar wird. Dabei ging es mir  nicht darum, Munition zu verteilen, um unsichere Menschen gezielter  kritisieren zu können oder sich selbst unter stärkeren Druck zu setzen.</p>
<p>Ich bin vielmehr überzeugt, dass <strong>diese Ausdrucksformen der Unsicherheit für uns sinnvolle und wirksame Ansatzpunkte bieten, um sicherer zu werden. </strong></p>
<p>Zum Beispiel in der Sprache. Man darf sich die grundsätzliche Frage  stellen: <strong>Wenn ich meine Sprache als sichere Sprache gestalte, werde ich  dann auch sicherer?</strong> Und ich würde antworten: <strong>Ja.</strong> Es lohnt sich daher,  die eigene Sprache etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, am besten  anhand einer Audio-Aufnahme. Sind da Unsicherheitsmerkmale vorhanden?  Weichmacher? Aufgeblähte Floskeln? Unnötige Fremdwörter, die  beeindrucken sollen? Sätze, die mit Fremdwörtern überfrachtet und  beinahe unverständlich sind? – Dort kann ich dann ansetzen und zum  Beispiel zunächst daran arbeiten, <a href="http://verstaendlich.ch/2010/11/26/selbstsabotage-durch-imponiergehabe/">Imponierphrasen</a> zu eliminieren.</p>
<p>Und die goldene Regel des Wachstums: <strong>Immer nur eine Sache aufs Mal anpacken!</strong></p>
<p>Wie bei der gesprochenen Sprache geht es <strong>auch bei der Körpersprache</strong>: Ich  beobachte mich selbst, ich ziehe meine Schlüsse, ich verändere eine  Sache. Habe ich die Tendenz, nervös herumzutänzeln? Dann zwinge ich  mich, mindestens in den ersten fünf Minuten, an der Stelle stehen zu  bleiben. Wie angeschraubt? – Warum nicht? Nur so kann ich Neues  ausprobieren und etwas lernen und mich weiterentwickeln.</p>
<p>Äusseres zu verändern ist der erste Schritt dazu, Inneres zu verändern.</p>
<p>Und nicht vergessen: <strong>Immer nur eine Sache aufs Mal anpacken!</strong></p>
<h3 id="sicherheitdurchdieliebezumpublikum">Sicherheit durch die Liebe zum Publikum</h3>
<p>Darüber, wie ich meine Redeangst überwand, habe ich hier schon  geschrieben. Einer der Schlüssel zum unbelasteten Reden bestand für mich  darin, dass ich lernte, <strong>meine Zuhörer nicht als Gegner, sondern als Partner zu sehen.</strong> Das nimmt der Unsicherheit den Saft.</p>
<p>Wer Seine Zuhörer als Gegner sieht, gegen die es anzureden und die es  gegen ihren Willen zu überzeugen gilt, setzt sich unter enormen Druck.  Und viele Redner wird dieser Druck unsicher machen. Wenn meine Zuhörer  jedoch meine Freunde sind, gibt es für mich keinen Grund mehr, mich  unsicher zu fühlen. Die Redesituation hat sich radikal verändert.</p>
<h3 id="sicherheitdurchechtheit">Sicherheit durch Echtheit</h3>
<p>Bei allem Lernen und Trainieren und Feilen geht es nie darum,  Personen oder Techniken zu kopieren. Es geht nicht darum, dass ich mir  eine wirkungsvolle Gestik antrainiere, die nicht zu mir passt; oder eine  Sprache, die ich im Alltag nie verwenden würde.</p>
<p><strong>Ich bin ich. Und ich bleibe ich.</strong> Wenn ich aber eingeschüchtert auf der  Bühne stehe und nicht mehr weiss, wie mir innerlich geschieht, weil  sämtliche Körperfunktionen zu versagen drohen, dann bin ich nicht mehr  ich.</p>
<p>Deshalb ist es mir wichtig, sicher auftreten zu können. Es ist mir  wichtig, in der Begegnung mit dem Publikum entspannt zu sein und  beweglich (innerlich und äusserlich), bereit zu sein, etwas zu geben und  etwas zu bekommen. Dann kann ich auch auf Einschüchterungswerkzeuge wie  die <a href="http://verstaendlich.ch/2010/11/26/selbstsabotage-durch-imponiergehabe/">Imponiersprache</a> verzichten. Statt mich mit solchen Techniken in  Sicherheit zu wiegen und dabei Distanz zum Publikum zu erzeugen, kann  ich Nähe zulassen und diese Nähe auch mit einer nahen Sprache  unterstützen.</p>
<p>Und das Wissen, dass ich ich sein darf, dass niemand von mir verlangt,  mein Publikum zu blenden und eine Show abzuziehen, dieses Wissen  entspannt mich noch mehr. Es macht mich noch sicherer.</p>
<p>Das ist für mich Dialog in der Rede. <strong>Das ist freies Reden.</strong></p>
<p>Dorthin entwickle ich mich, indem ich Folgendes tue: <strong>Immer nur eine Sache aufs Mal anpacken!</strong></p>
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		<title>Eine Rede bauen 4: memoria</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2009/10/22/eine-rede-bauen-4-memoria/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 14:20:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rhetorik]]></category>
		<category><![CDATA[frei reden]]></category>
		<category><![CDATA[Memoria]]></category>
		<category><![CDATA[Mnemotechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Produktionsstadien]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine erste Rede ohne Skript oder Stichwortkarten hielt ich unfreiwillig. Genauer gesagt: Die Rede hielt ich freiwillig, doch hatte ich geplant, mich wie üblich an einem Mindmap auf Papier zu orientieren, und dieser Plan ging nicht auf. Ich vergass, gleich zu Beginn das Konzept aus der Brusttasche meines Hemdes zu ziehen. Als ich das bemerkte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine erste Rede ohne Skript oder Stichwortkarten hielt ich unfreiwillig. Genauer gesagt: Die Rede hielt ich freiwillig, doch hatte ich geplant, mich wie üblich an einem Mindmap auf Papier zu orientieren, und dieser Plan ging nicht auf. Ich vergass, gleich zu Beginn das Konzept aus der Brusttasche meines Hemdes zu ziehen. Als ich das bemerkte, war es zu spät. Der Griff in die Brusttasche und das Auffalten des Blattes hätten den Redefluss zu stark gestört. So probierte ich es ohne. Und es klappte. Meine Euphorie war gross – so gross, dass ich nie wieder ein Papier verwendet habe.</p>
<p>Mit <em>memoria</em> bezeichnet die klassische Rhetorik das Einprägen der Rede, nachdem die Gedanken in der <a href="http://verstaendlich.ch/2009/10/13/eine-rede-bauen-3-elocutio/" target="_blank">elocutio</a> ihre sprachliche Form gefunden haben. Natürlich könnte man darauf verzichten und einfach vorlesen, was man geschrieben hat.</p>
<p><em>Einfach?</em></p>
<p>Für die Zuhörer wäre dieser Weg alles andere als einfach, da sie voraussichtlich während der ganzen Rede gegen den Schlaf zu kämpfen haben. Doch nicht nur das: Wer seinen Redetext abliest, verpasst etwas. Wer abliest, muss seine erste Aufmerksamkeit seinem Skript und damit sich selbst widmen. Dabei schuldet der Redner seine Aufmerksamkeit dem Publikum. Nur dann ist Dialog möglich. (Ja, ich glaube an den Dialog im Monolog, auch in der ganz klassischen Redesituation, wenn einer spricht und die anderen zuhören.) Ich bin hier etwas radikal: Ablesen darf heute kein Thema mehr sein.</p>
<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/memoria_web.jpg" target="_blank"><img style="border: 0pt none; display: block; margin-left: auto; width: 436px; margin-right: auto;" title="memoria_web" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/memoria_web_thumb.jpg" border="0" alt="memoria_web" width="454" height="339" /></a></p>
<p><span id="more-801"></span>Deshalb braucht es die memoria. Und die ist wie der ganze Rest der systematischen Rhetorik rund 2500 Jahre alt. Damals kannte man noch kein Drag und Drop und keine Laserdrucker und war darauf angewiesen, frei reden zu können.</p>
<p>Und wie steht’s mit Stichwortzetteln? Je nach Redesituation sind sie durchaus eine Möglichkeit. Ich sehe sie aber eher als Schritt weg vom Skript hin zur freien Rede. Als Vorübung sozusagen.</p>
<p>Damit das nicht allzu elitär klingt, möchte ich hier klarstellen: Die freie Rede ist nicht eine Frage der speziellen Begabung, sondern der Technik. Auch das wussten bereits die ersten Rhetoriker, und von ihren Tricks können wir auch heute noch profitieren. Mittels der so genannten <em>Mnemotechnik</em> prägte man sich den Inhalt einer Rede in folgenden Schritten ein:</p>
<ol>
<li>Der Redner formt seine Gedanken in Bilder um. (Bilder kann man sich viel leichter einprägen als abstrakte Informationen.)</li>
<li>Er ordnet diese Bilder in einer Umgebung an, die der Reihenfolge der Punkte in der Rede entspricht. Das konnte zum Beispiel ein imaginäres Haus sein, in dem die verschiedenen Zimmer die Redeteile darstellten. In diesen Zimmern werden dann die verbildlichten Gedanken deponiert.</li>
<li>Während der Rede schreitet der Redner im Geist diese Struktur ab und spricht über die Dinge, die er innerlich vor sich sieht.</li>
</ol>
<p>Klingt irgendwie seltsam, ich weiss. Funktioniert aber sehr gut. Inzwischen gibt es viele Bücher, die uns helfen, diese alte Technik in unsere Zeit und auf unsere Redesituationen zu übertragen. Ich empfehle gerne Gregor Staubs <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3636070908?ie=UTF8&amp;tag=textmitprof-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3636070908" target="_blank">Mega Memory</a> als Einführung. Hier wird’s gleich von Anfang an praktisch und auch der bitterste Zweifler wird schnell überzeugt. Es muss allerdings nicht exakt diese Technik sein. Natürlich nicht. Es gibt viele Möglichkeiten, Informationen zu visualisieren und sie so der eigenen Erinnerung zugänglicher zu machen. Der Sondernutzen dieses Ansatzes: Dem Redner fällt es leichter, selbst bildhafter zu sprechen, und davon wiederum profitieren die Gehirne der Zuhörer, die sich den Inhalt so leichter einprägen (genau: wie <em>gravieren</em>) können.</p>
<p>Ich habe festgestellt, dass es mir in der Regel genügt, in der Vorbereitung (<a href="http://verstaendlich.ch/2009/09/04/eine-rede-bauen-1-inventio/" target="_blank">inventio</a>, <a href="http://verstaendlich.ch/2009/09/18/eine-rede-bauen-2-dispositio/" target="_blank">dispositio</a>, <a href="http://verstaendlich.ch/2009/10/13/eine-rede-bauen-3-elocutio/" target="_blank">elocutio</a>) sorgfältig und gründlich zu arbeiten, um eine optimale Grundlage für die freie Rede zu schaffen. Das Mindmap meiner Rede hat sich dann so gut innerlich verankert, dass ich es auch ohne Papier vor mir sehe. (Wie es mir bei meiner ersten frei gehaltenen Rede versehentlich passiert ist.) Eindeutig ist, dass es mit wachsender Übung immer leichter geht. Das Gehirn scheint sich daran zu gewöhnen und hat offenbar Spass an der Herausforderung. Und nochmals: Die Schlüssel heissen Technik und Übung. Das bestätigen auch Teilnehmer meiner Rhetorik-Kurse, die sich das freie Reden nicht zutrauten und dann feststellen, dass sie mit entsprechender Vorbereitung ohne Probleme 10 Minuten ihrem Konzept entlangsprechen können, ohne es in schriftlicher Form vor sich zu haben.</p>
<p>Die Mnemotechnik dient dem Einprägen. Doch was wird eingeprägt? Theoretisch wäre es möglich, auf diesem Weg eine Rede auswendigzulernen. Im Wortlaut. So habe ich das früher gemacht (allerdings ohne Hilfe der klassischen Rhetoriker), weil ich panische Angst vor dem Reden vor Publikum hatte und glaubte, so am sichersten zu fahren. Das ist natürlich Blödsinn. Und wer den Wortlaut auswendig lernt, läuft zudem Gefahr, nicht weniger langweilig zu sein als der, der abliest. Viel sinnvoller ist es, sich die Struktur der Rede einzuprägen, dazu gehören die einzelnen gedanklichen Bausteine und ihre Verknüpfungen. Letzteres ist ganz wichtig und in der elocutio unbedingt zu beachten. Ob Gedanke A den Gedanken B begründet oder umgekehrt, ist nicht egal! Und wenn ich vor den Leuten stehe und merke, dass mir das selbst nicht ganz klar ist, dann habe ich meine Aufgaben nicht gemacht.</p>
<p>Der grösste Vorzug der freien Rede ist in meinen Augen die Möglichkeit, ungehindert mit dem Publikum zu interagieren. Es gibt aber noch einen anderen Nutzen, der dafür spricht: Wer frei reden will, muss sich gründlich vorbereiten. Er muss sicherstellen, dass er den Überblick hat und ihn auch während der Rede behält. Auf dem Fundament dieser Sicherheit ist dann Bewegung möglich – in Interaktion mit dem Publikum zum Beispiel. Wer den Überblick hat, kann umbauen, Dinge weglassen oder einfügen. Das macht Spass und hält Rede, Redner und Publikum lebendig. Die gründliche Vorbereitung hilft auch, früh genug Löcher in der Gedanken- oder Argumentationskette aufzuspüren und zu stopfen.</p>
<p>Es lebe die Freiheit!</p>
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