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	<title>verständlich&#187; Genitiv</title>
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	<description>[mit] Sprache gestalten</description>
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		<title>Apostroph: die Verunstaltung des Genitiv’s</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 06:20:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Apostroph]]></category>
		<category><![CDATA[Genitiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Er verursacht mir Schmerzen, denn er ist nicht nur falsch, er sieht auch hässlich aus: der Apostroph beim Genitiv. Deshalb hier ganz knapp und klar: Der deutsche Genitiv (Wesfall) steht ohne Apostroph. Besonders grosszügig wird er dennoch hinter Eigennamen gesetzt. So ist dann von Natalie&#8217;s Freunden oder Stefan’s Geburtstag die Rede. Dann könnte man ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er verursacht mir Schmerzen, denn er ist nicht nur falsch, er sieht auch hässlich aus: der Apostroph beim Genitiv. Deshalb hier ganz knapp und klar:</p>
<p>Der deutsche Genitiv (Wesfall) steht ohne Apostroph.</p>
<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/apostroph-web.jpg"><img style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-left: 0px; margin-right: auto; border-bottom: 0px" title="Apostroph_web" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/apostroph-web-thumb.jpg" border="0" alt="Apostroph_web" width="454" height="267" /></a></p>
<p>Besonders grosszügig wird er dennoch hinter Eigennamen gesetzt. So ist dann von <em>Natalie&#8217;s Freunden</em> oder <em>Stefan’s Geburtstag </em>die Rede. Dann könnte man ja auch gleich <em>Stefan’s birthday</em> sagen, das versteht hier auch jeder und zudem wäre es richtig. Denn im Gegensatz zum Deutschen markiert das Englische den Genitiv tatsächlich mit einem Apostroph. Von dort haben wir ihn übernommen. Ein weiterer <a href="http://verstaendlich.ch/2008/11/18/anglizismen-wenn-englisch-deutsch-wird/" target="_blank">Anglizismus</a> also, wenn auch einer der besonders nervenden Sorte.</p>
<p>Ich vermute ausserdem, dass sich hier einmal mehr die tief sitzende Überzeugung zeigt, dass beim Reden und Schreiben nicht <em>weniger</em> mehr ist, sondern <em>mehr</em>. Wenn ich mehr Zeichen verwende, sieht das nach mehr und wichtigerem Inhalt aus. Das können dann Apostrophe sein, aber auch Buchstaben und Silben oder Wörter. <em>Thematik </em>klingt besser als <em>Thema</em>. Und es  wirkt wissenschaftlicher, vom <em>Auftreten von gesellschaftlichen Spannungen </em>zu sprechen als einfach nur von <em>gesellschaftlichen Spannungen</em>. Dabei würde das völlig ausreichen, weil damit in der Regel bereits alles gesagt ist. Der Apostroph hat eine ähnliche Wirkung, weil er den Text etwas fremd erscheinen lässt, etwas gelehrter, etwas gescheiter. Schliesslich setzt nicht jeder einen Apostroph. (Gott sei Dank!)</p>
<p>Nachtrag: Da gibt es doch tatsächlich einen Blog, der sich nur mit Fällen von Apostrophmissbrauch befasst: <a href="http://www.apostropheabuse.com/">www.apostropheabuse.com</a> (englisch). Unterhaltsam &#8211; aber ich würde als Autor depressiv werden.</p>
<p>Noch ein Nachtrag: Da gibt es doch tatsächlich eine Seite, die dasselbe auf deutsch erledigt: <a href="http://www.apostrophen-alarm.de" target="_blank">apo&#8217;strophen-alarm.de</a>. Sehr unterhaltsam &#8211; und mit einer umfangreichen <a href="http://apostrophen-alarm.de/apo-mitstreiter.html" target="_blank">Linkliste</a>.</p>
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