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	<title>verständlich&#187; Johannesevangelium</title>
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	<description>[mit] Sprache gestalten</description>
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		<title>Ein Wort zum Anfassen</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Dec 2008 07:24:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wörter]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Johannesevangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Ereignis, das dem Weihnachtsfest zugrunde liegt, wird im Johannesevangelium so knapp auf den Punkt gebracht, dass es beinahe schmerzt: Und das Wort wurde Fleisch. Wer an Sprache interessiert ist, muss ob diesem Satz in Verzückung geraten. Erstens liegt in der Kürze bekanntlich die Würze, und zweitens wird hier beschrieben, was sich jeder wünscht, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Ereignis, das dem Weihnachtsfest zugrunde liegt, wird im Johannesevangelium so knapp auf den Punkt gebracht, dass es beinahe schmerzt:</p>
<blockquote><p>Und das Wort wurde Fleisch.</p></blockquote>
<p>Wer an Sprache interessiert ist, muss ob diesem Satz in Verzückung geraten. Erstens liegt in der Kürze bekanntlich die Würze, und zweitens wird hier beschrieben, was sich jeder wünscht, der redet oder schreibt: Das Wort wird fassbar. Lebendig. Aus dem Abstrakten wird etwas Konkretes.</p>
<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/wort-zum-anfassen1.jpg" target="_blank"><img style="border: 0pt none; display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;" title="wort_zum_anfassen" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/wort-zum-anfassen-thumb1.jpg" border="0" alt="wort_zum_anfassen" width="454" height="340" /></a></p>
<p>Zurück zu Weihnachten: Das Johannesevangelium beginnt mit dem liebsten Bibelvers jedes Sprachwissenschaftlers:</p>
<blockquote><p>Am Anfang war das Wort.</p></blockquote>
<p>Dass dieses Wort, das immer schon dagewesen war, nun “Fleisch” wird, bildet den Kern des Weihnachtsgeschehens. Die Theologie nennt dieses Ereignis <em>Fleischwerdung</em> oder <em>Inkarnation</em>. (Das Mittelstück ist übrigens dasselbe wie im Chili con <em>Carne </em>– sprachlich jedenfalls.) In Jesus von Nazareth wurde der unfassbare Gott fassbar. Und wer das Ende der Geschichte kennt, weiss, dass das durchaus wörtlich zu verstehen ist. Dieses Wort ist daher Vorbild für viele weitere Wörter, die ebenfalls fassbar werden und Spuren hinterlassen sollen. Auf diesem Weg ermöglichen Wörter Kommunikation, Verständnis, Gemeinschaft. Auch das ist gut zu erkennen an Jesus von Nazareth, der – wie es scheint – mehr Zeit mit Essen und Trinken als mit Predigen verbrachte.</p>
<p>Frohe Weihnachten!</p>
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