Wie ich ein guter Zuhörer werde.
Wie bereitet sich eigentlich ein Mitglied des Publikums auf einen Redner vor? Das hat Stefan in einem Kommentar gefragt, nachdem ich vor zwei Monaten Tipps dazu gegeben hatte, wie ein Redner sein Publikum mit direkten oder indirekten Entschuldigungen vergraulen kann. Wie werde ich ein guter Zuhörer? Eine gute Frage, die ich mir – ehrlich gesagt [...]
Kommunikation: mehr als originell
Dieser Beitrag schmerzt mich schon, bevor ich ihn geschrieben habe. Denn eigentlich liebe ich Kreativität, und ich finde, unser Alltag ist nun wirklich nicht überfüllt von Originalität und fröhlichen Ausbrüchen kreativer Kraft. Gleichzeitig bin ich der Meinung, dass es für beinahe alles einen angemessenen Ort und eine angemessene Zeit gibt. Vor dieser Tafel habe ich [...]
Sprache gestalten – auf allen Ebenen
Heute ist mir ein Satz begegnet, der mir zu denken gegeben hat: Er schafft aus Chaos Ordnung. Aufgefallen ist mir die Reihenfolge der Wörter. Reden und Schreiben sind Gestaltungsvorgänge. Wir gestalten mit den Wörtern, die wir verwenden. Doch kommt es nicht nur auf die Wahl der Wörter an, sondern auch auf ihre Reihenfolge. A. Er [...]
“Sprachzauber”
Alles Gute für 2010! Ich hoffe, das Jahr hat rundum gut angefangen. Ich bin gerade noch zu einem kurzen Neujahrsaufenthalt in den schönen Bündner Bergen. Beim Lesen des Tages-Anzeigers vom 30. 12. 09 bin ich auf einen Beitrag in der Rubrik “Leser fragen” gestossen, der mich unterhalten und angeregt hat. Er findet daher auch hier [...]
Entschuldigung! – Wirklich!
Ex-Miss Whitney Toyloy hat nach der Annahme des Minarett-Verbotes die SVP als “Union der Vollidioten” bezeichnet. Diese politisch nicht ganz korrekte Äusserung hat für einigen Wirbel gesorgt. Manche und mancher fühlte sich als Anhänger dieser Union (SVP, nicht Vollidioten) direkt betroffen. Nun hat Whitney Toyloy sich entschuldigt. Wirklich. Gemäss 20 Minuten (7. Dezember 09) soll [...]
Ironie behindert.
Bill Clinton spricht zur Einweihung des “Center for Disability and Integration” an der Universität St. Gallen, während sich landauf, landab Menschen darüber aufregen, dass es von unseren öffentlichen Plakatwänden ruft: “Behinderte kosten uns nur Geld.” Inzwischen wurde bekannt, dass hinter den vorerst anonymen Plakaten die Invalidenversicherung steht, die mit den Provokationen für die Anliegen Behinderter [...]
Erschlagen von einem Wort
In einem medizinischen Text (über Aortenaneurysmen, falls das jemanden interessiert) bin ich vor einigen Tagen auf ein Wort gestossen, das mich beinahe umgehauen hat, wie einer einen Baum umhaut. Vernichtungsschmerz Dieses Wort macht das Gemeinte (seine Bedeutung, wenn man so will) nicht nur versteh-, sondern spürbar. Dieses Wort tut weh. Als ich es las, fühlte [...]
Wenn Wörter Abstand schaffen
Aus dem fernen Kiew hat mich vor zwei Tagen ein Mail meiner Schwägerin erreicht. Es enthielt unter anderem auch sprachlich Bedenkenswertes: Und zum Abschluss schicke ich dir noch einen Gedanken zu meinem Büropostfach, in dem ich vor einigen Wochen eine Nachricht mit der Bitte um “zeitnahe” Antwort fand. Dieses Wort ist mir schon öfters untergekommen [...]
Buchempfehlung: The Back of the Napkin
Das Miteinander von Sprache und Illustration hat mich immer schon fasziniert. Das liegt auch nahe: Sprache begeistert mich, und ich zeichne gerne. Die Sprache ist als Kommunikationsmittel ja allgemein anerkannt, da wird höchstens noch darüber diskutiert, wie man sie zu diesem Zweck am besten einsetzt. Bei Illustrationen sieht es – mindestens in der Schweiz – [...]
Ein Schuss ins Leere
Vor einigen Wochen besuchten wir Freunde in ihrer Ferienwohnung. Das ergab auch eine recht umfangreiche Kinderschar. Es wurde gespielt, gelacht, gekämpft – und dann auch geweint. Daniel fiel auf die Nase, was gehörig weh getan haben muss. Gott sei Dank verletzte er sich nicht ernsthaft, aber es sah zum Fürchten aus. Das Blut lief ihm [...]
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