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	<title>verständlich&#187; Kommunikation</title>
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	<description>[mit] Sprache gestalten</description>
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		<title>Blochers Kürze</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 06:46:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Blocher]]></category>
		<category><![CDATA[Politikersprache]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Ständerat gewählt wurde er nicht. Aber vorletzte Woche (NZZ vom 16. Nov. 2011)  hatte Christoph Blocher Gelegenheit, neben den anderen beiden Zürcher Ständeratskandidaten Verena Diener und Felix Gutzwiller zu einer Reihe von Fragen Stellung zu beziehen. Und diese Gelegenheit hat er genützt. So deutlich, dass schon der schnelle Blick auf die Seite für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Ständerat gewählt wurde er nicht. Aber vorletzte Woche (NZZ vom 16. Nov. 2011)  hatte Christoph Blocher Gelegenheit, neben den anderen beiden Zürcher Ständeratskandidaten Verena Diener und Felix Gutzwiller zu einer Reihe von Fragen Stellung zu beziehen. Und diese Gelegenheit hat er genützt. <strong>So deutlich, dass schon der schnelle Blick auf die Seite für einen Eindruck reicht.</strong> Lesen muss man dazu noch gar nichts.<a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/interview-ständeratskandidaten-nov-11-Kopie.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2436" title="NZZ: Interview mit Diener, Gutzwiller, Blocher" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/interview-ständeratskandidaten-nov-11-Kopie-167x300.jpg" alt="Diener, Gutzwiller und Blocher antworten auf die gleichen Fragen." width="167" height="300" /></a></p>
<p>In der ersten Spalte stehen die Fragen. Blochers Antworten sind ganz rechts.</p>
<p>Ich bin ehrlich beeindruckt von dieser <strong>Kürze. Sie verlangt ja auch Mut; und wirft ein besonderes Licht auf die ausführlicheren Antworten der Gegner</strong>, die als solide Textblöcke daneben recht unzugänglich wirken.</p>
<p>Welche Passagen ziehen das Leserauge wohl als erste auf sich?</p>
<p>Und woran erinnert sich der Leser nach der Lektüre? Welches Bild bleibt?</p>
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		<title>Als Körper reden</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 11:56:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Körpersprache]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie angekündigt führten Peter Wild und ich letzte Woche unser Seminar &#8220;Körper und Sprache&#8221; durch. Wir verbrachten zwei aktive und aktivierende Tage in einem Kreis von 16 motivierten Persönlichkeiten (da zähle ich uns als Dozenten einfach mit). Wer im Zusammenhang mit Rhetorik den Begriff Körpersprache vernimmt, denkt in der Regel zuerst einmal an den Klassiker: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie <a href="http://verstaendlich.ch/2011/09/29/kursangebot-rhetorik-und-korpersprache/">angekündigt</a> führten <a href="http://www.peterwild.ch/" target="_blank">Peter Wild</a> und ich letzte Woche unser <strong>Seminar &#8220;Körper und Sprache&#8221;</strong> durch. Wir verbrachten zwei aktive und aktivierende Tage in einem Kreis von 16 motivierten Persönlichkeiten (da zähle ich uns als Dozenten einfach mit).</p>
<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Ich-bin-Hand-web.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2341" title="Ich bin Hand" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Ich-bin-Hand-web-300x225.jpg" alt="Ich bin Hand - Ein Mensch, der anstelle seines Kopfes eine Hand auf den Schultern trägt." width="300" height="225" /></a>Wer im Zusammenhang mit Rhetorik den Begriff <em>Körpersprache</em> vernimmt, denkt in der Regel zuerst einmal an den Klassiker:</p>
<blockquote><p><strong>H</strong><strong>and in die Hosentasche</strong>: cool oder ordinär?</p></blockquote>
<p>Als Peter und ich uns an die Vorbereitungsarbeit machten, war von Anfang an klar, dass wir weiter in die Tiefe arbeiten wollten. Es konnte nicht nur darum gehen, Fragen nach dem oberflächlichen Erscheinen zu diskutieren und zu beantworten. Deshalb fingen wir beinahe bei Adam und Eva an.</p>
<p>Und auf dieser Reise habe ich selbst einiges dazugelernt, so dass ich hier gerne einen kurzen Rückblick gebe.</p>
<h3>Körper haben oder Körper sein?</h3>
<p><span id="more-2324"></span>Bei Adam und Eva anzufangen hiess in diesem Fall, uns bewusst zu machen: <strong>Wir sind Körper.</strong></p>
<p>Wir <em>haben</em> ihn nicht, diesen Körper. Wir <em>sind</em> Körper. Ganze egal, wie geklärt oder verdreht meine Beziehung zu diesem Körper ist: Ich bin er.</p>
<p><strong>Daher ist mein Körper auch Teil meiner Kommunikation.</strong> Immer. Eine Beschäftigung mit Körpersprache muss den Rahmen der Hosentaschenfrage und der korrekten Gestik sprengen.</p>
<p>Im Kurs hat Peter das mit uns gemacht (Rahmen gesprengt, meine ich) und uns auf <strong>Entdeckungsreise zu(rück) zu unserem Körpersein</strong> mitgenommen. Die Methoden waren bunt und herausfordernd:</p>
<ul>
<li>griechische Volkstänze</li>
<li>Maskentheater</li>
<li>Pantomimisches Malen (&#8220;Mach mal einen kitzligen Baum!&#8221;)</li>
<li>Gehen wie eine Nadelperson</li>
<li>und vieles mehr</li>
</ul>
<p>Was hier vermutlich ziemlich esoterisch klingt, war teilweise harte Arbeit, erdig, ermüdend, lustig und immer Horizont erweiternd. Wir haben erlebt: <strong>Wir sind Körper, und dieser Körper spricht.</strong></p>
<h3>Mit dem Körper sprechen</h3>
<p>Von der Grundlage aus beschäftigten wir uns mit der Frage, <strong>welchen Beitrag dieser Körper leisten kann, wenn wir Geschichten erzählen</strong>. Texte aus den Evangelien wurden mit vollem Körpereinsatz erarbeitet und präsentiert.</p>
<p>Dabei wurde deutlich: <strong>Entscheidend sind die leisen Töne.</strong></p>
<p>Gesunde Körpersprache spielt sich im Millimeterbereich ab. Da geht es nicht um möglichst grosse, überwältigende Gesten. Es geht um Nuancen, doch <strong>diese Nuancen können Arbeit bedeuten, denn sie müssen in zwei Richtungen passen:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Zu mir:</strong> Ich muss die Körpersprache finden, die zu mir als Körper passt, die meine Möglichkeiten und Grenzen ernst nimmt. Da gibt es kein Kopieren, gefordert ist vielmehr das <strong>Entdecken meines einzigartigen Rednerprofils.</strong></li>
<li><strong>Zu meiner Botschaft:</strong> Beim Geschichtenerzählen haben wir es gesehen und gespürt: Manchmal sind es die ganz kleinen Bewegungen zum rechten Zeitpunkt, die den besonderen Eindruck machen. Das kann eine Schulter sein, die sich kaum merklich hebt, um dann fallengelassen zu werden. Oder ein Schritt auf das Publikum zu, im richtigen Moment.</li>
</ul>
<p>Dieser Weg zu einer gesunden Körpersprache verlangt von mir zuerst eine Reise zu mir selbst. Das ist gleichzeitig herausfordernd und befreiend, weil es mir erlaubt, den <strong>Zwang des Imitierens fallenzulassen</strong>. Statt nachahmen zu müssen, darf ich <strong>mein Körpersein als Teil meines Lebens und Kommunizierens annehmen</strong> und mich in meiner Haut immer wohler fühlen.</p>
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		<title>Missverständnis aneinandergereiht Wörter</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2011/09/02/missverstandnis-aneinandergereiht-worter/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 07:56:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Bindewörter]]></category>
		<category><![CDATA[Erdnussbutter]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Wort kann sehr viel aussagen. Und manchmal mindestens ebenso klar, wie  das ein ganzer Satz könnte: Halt! Toll! Vielleicht ist diese Kraft des einzelnen Wortes ja der Grund, weshalb ich mitten im Alltag immer häufiger auf Aneinanderreihungen unverbundener Wörter stosse. Womöglich verlassen wir uns manchmal zu schnell darauf, dass &#8220;das schon klar ist&#8221;. So [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Erdnussbutter-pflanzlich-gehaertet-web.jpg"><img class="size-medium wp-image-2246 alignright" title="Öel pflanzlich gehaertet" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Erdnussbutter-pflanzlich-gehaertet-web-300x225.jpg" alt="Aufschrift auf einem Erdnussbutterglas: Oel pflanzlich gehaertet" width="300" height="225" /></a>Ein Wort kann sehr viel aussagen. Und manchmal mindestens ebenso klar, wie  das ein ganzer Satz könnte:</p>
<blockquote><p>Halt!</p>
<p>Toll!</p></blockquote>
<p>Vielleicht ist diese Kraft des einzelnen Wortes ja der Grund, weshalb ich mitten im Alltag immer häufiger auf <strong>Aneinanderreihungen unverbundener Wörter</strong> stosse. Womöglich verlassen wir uns manchmal zu schnell darauf, dass &#8220;das schon klar ist&#8221;. So reihen wir Substantive (Hauptwörter) aneinander, <strong>ohne irgendwelche Bindewörter zu bemühen</strong>; Präpositionen, Konjunktionen, Adjektive, sie alle glänzen durch Abwesenheit. Von Verben ganz zu schweigen.</p>
<h3>Zusammenhänge ohne Zusammenhang</h3>
<p><strong><span id="more-2245"></span>Doch Wörter zusammenzuhängen bedeutet noch lange nicht, dass auch ihr Zusammenhang nachvollziehbar wird.</strong></p>
<p>Da lese ich beispielsweise in einem E-Mail-Betreff:</p>
<blockquote><p>Einladung Geburtstagsparty</p></blockquote>
<p>Nun gut, ich gebe zu: Der Verfasser hat eine Handvoll Sekundenbruchteile gespart. Mir aber hat er die Sache damit nicht leichter gemacht. Es ist nun nämlich <strong>meine Aufgabe als Leser, den Zusammenhang der beiden unverbundenen Wörter zu rekonstruieren</strong>. Das mag bei der Geburtstagsparty noch einigermassen konfliktfrei über die Bühne gehen. Es kann jedoch auch anders sein.</p>
<p>Einer Traktandenliste entnehme ich:</p>
<blockquote><p>Weiterbildung Regulierung</p></blockquote>
<p>Was darf ich erwarten? Eine Diskussion steht offenbar an. Doch geht es dabei um eine Weiterbildung zum Thema &#8220;Regulierung&#8221;? Oder doch eher um die Regulierung unserer Weiterbildung?</p>
<p>Ebensowenig weiss ich, ob mit</p>
<blockquote><p>Zubehör Werkzeugkiste</p></blockquote>
<p>Zubehör für die Werkzeugkiste gemeint ist oder vielmehr die Werkzeugkiste als Zubehör bezeichnet wird.</p>
<p>Bedeutet</p>
<blockquote><p>Verantwortung Praktikant</p></blockquote>
<p>die Verantwortung <em>für den</em> Praktikanten oder die Verantwortung <em>des</em> Praktikanten?</p>
<h3>Je mehr, desto Rätsel</h3>
<p><strong>Noch riskanter wird die Kommunikation, wenn die Wortreihe von 2 auf 3 erweitert wird.</strong> Auf ein fröhliches Rätseln!</p>
<blockquote><p>Analyse Projektgruppe Mitbewerber</p>
<p>Diplomarbeit Korrektur Offerte</p>
<p>Aufbau Kongress Eröffnungsrede</p></blockquote>
<p>Ein schönes Beispiel erreichte mich vor wenigen Tagen per E-Mail. Ein Leser hat ein Erdnussbutterglas abgelichtet, das auf der Zutatenliste informiert:</p>
<blockquote><p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Erdnussbutter-pflanzlich-gehaertet-Detail-web.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2250" title="Erdnussbutter pflanzlich gehaertet Detail" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Erdnussbutter-pflanzlich-gehaertet-Detail-web-300x88.jpg" alt="Detail des Erdnussbutteretiketts: Öl pflanzlich gehaertet" width="300" height="88" /></a>Öl pflanzlich gehärtet</p></blockquote>
<p>Was jetzt? Öl ist erstmal klar. Doch wohin das <em>pflanzlich</em> gehört, schon weniger. Ist es zum <em>Öl</em> zu rechnen, essen wir pflanzliches Öl, das gehärtet wurde. Hält sich das <em>pflanzlich</em> aber zu <em>gehärtet</em>, nehmen wir Öl zu uns, das pflanzlich gehärtet wurde. Welche der beiden Varianten stimmt, kann ich allenfalls aus meinem Vorwissen zur Zusammensetzung von Nahrungsmitteln schliessen, deren Verzehr nicht zum Tod führt. Allenfalls.</p>
<p>Als wäre Kommunikation nicht schon anstrengend genug! Müssen wir uns das Miteinander wirklich zusätzlich erschweren, indem wir solche Rätsel in den Alltag einbauen? Dabei wäre es doch so <strong>einfach, noch eine Spur verständlicher zu sagen, was ich meine.</strong></p>
<p>Artikel Schluss</p>
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		<title>Kommunikation ist Wertschätzung</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2011/04/28/kommunikation-ist-wertschatzung/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Apr 2011 07:07:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Beispiel 1: Sonnenschutzshampoo Hin und wieder treffe ich mich mit einem Freund, Peter, über Mittag zu einem gemeinsamen Essen. Inzwischen lässt es das Wetter wieder zu, dass wir draussen sitzen. Ich suche mir dabei gerne einen Schattenplatz, weil eine Mittagspause durchaus reicht, mir mein von Haar ungeschütztes Haupt zu verbrennen. Als ich mich letzten Mittwoch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Beispiel 1: Sonnenschutzshampoo</h3>
<p>Hin und wieder treffe ich mich mit einem Freund, Peter, über Mittag zu einem gemeinsamen Essen. Inzwischen lässt es das Wetter wieder zu, dass wir draussen sitzen. Ich suche mir dabei gerne einen Schattenplatz, weil eine Mittagspause durchaus reicht, mir mein von Haar ungeschütztes Haupt zu verbrennen.</p>
<p>Als ich mich letzten Mittwoch mit Peter traf, informierte er mich, dass auch seine 1-cm-Frisur dagegen nur ungenügenden Schutz biete und er mir gegenüber den Nachteil habe, sich nicht einfach Sonnencrème auf den Kopf schmieren zu können. (Zur Information: Wir hatten danach auch noch andere Themen.)</p>
<blockquote><p>„Shampoo mit Sonnenschutzfaktor – das müsste man einem Hersteller mal vorschlagen“, erwiderte ich.</p>
<p>Er: „Ich hab schon ein Mail geschrieben.“</p>
<p>Ich: „Echt? Cool! Und wie haben sie reagiert?“</p>
<p><span id="more-2045"></span>Er: „Hab nichts gehört.“</p>
<p>Ich: „Was, nichts? Gar nichts gehört?“</p>
<p>Er: „Nichts.“</p></blockquote>
<p>Ich habe nicht nachgefragt, welchem Hersteller er seinen Vorschlag geschenkt hatte, und kann daher hier auch keinen Namen nennen. Vielleicht ist das jedoch auch gut so, denn ein so unprofessionelles Verhalten provoziert meinen Sinn für Anstand und Umgangsformen.</p>
<h3>Beispiel 2: Projektwoche</h3>
<p>Vor einigen Wochen lud unsere Schulbehörde die Eltern aller Kindergarten- und Schulkinder ein, sich mit Beiträgen aktiv an einer Projektwoche zu beteiligen. Der Aufruf war etwas missverständlich formuliert, was zu einigen Diskussionen mit Eltern führten, die wie wir unsicher waren, welche Art von Beiträgen denn nun gewünscht waren und welche Art von Eltern dafür qualifiziert. Vor zwei Wochen dann folgte ein weiteres Schreiben, welches uns informierte, dass der Anlass in dieser Form nicht durchgeführt werde – wegen zu wenig Elternbeiträgen.</p>
<p>Ich erlaubte mir, in einem E-Mail für die gute Idee zu danken, mein Interesse am Projekt auszudrücken und darauf hinzuweisen, dass die Kommunikation bei uns und in unserem Umfeld einige Fragen ausgelöst habe, das Ausbleiben der Rückmeldungen damit zusammenhängen und hier vielleicht noch etwas Verbesserungspotenzial liegen könnte.</p>
<p>Eine Antwort erhielt ich nie.</p>
<h3>Reden wir miteinander!</h3>
<p>Weil ich nun endlich darüber schreiben möchte, wie schön es sein könnte, wenn wir miteinander reden, höre ich hier auf, obwohl mir die Beispiele noch nicht ausgegangen sind.</p>
<p>Es ist paradox: Noch nie waren Kommunikationsmittel so verfügbar und so schnell wie heute. Doch trotz twittern und facebooken und smseln und e-mailen im Minutentakt kommt es immer wieder zu solchen Pannen. Es scheint, als hätte die reizvolle Selbstoffenbarung an die grosse, weite Welt der Internetmasse unseren Umgang von Mensch zu Mensch beschädigt.</p>
<p>Dabei machen diese hocheffektiven Kommunikationsmittel es uns auch leichter denn je, einander ein bisschen oder viel Wertschätzung auszudrücken.</p>
<ul>
<li>Ein Danke auf Peters Sonnenschutzshampoovorschlag wäre nicht nur imagepflegend gewesen, sondern auch anständig.</li>
<li>Dasselbe gilt für unsere Schulbehörde.</li>
</ul>
<p>Anregende Meldungen dieser Art müssen unbedingt erwidert werden, und sei es nur, um den Erhalt zu bestätigen. Das gehört zu einem angemessenen Umgangston (nicht nur im Geschäftsleben, aber gerade dort), und ein solcher ist für mich Zeichen von Wertschätzung.</p>
<p>Anderes ist nicht zwingend, aber dennoch dem menschlichen Miteinander höchst zuträglich:</p>
<ul>
<li>Eine kurzes Danke für eine freundliche Begegnung.</li>
<li>Ein guter Wunsch für die bevorstehende Prüfung.</li>
<li>Eine komplett unnötige und daher verschwenderische Mitteilung, um jemandem zu sagen, dass man ihn oder sie schätzt.</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>anhang.pdf: Dateien sinnvoll benennen</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2011/02/26/dateinamen-sinnvoll-benennen/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Feb 2011 07:01:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Dateinamen]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>

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		<description><![CDATA[Einer der grossen Vorteile von E-Mail ist der einfache Versand elektronischer Dateien. Man nennt solches Zubehör &#8220;Anhänge&#8221; oder noch etwas moderner &#8220;Attachments&#8221;. Auch ich erhalte gelegentlich elektronische Post mit Beilagen. Natürlich nicht. Ich werde vielmehr täglich eingedeckt mit Dateien, die meist zu wenig wichtig sind, dass ich sie sofort bearbeiten würde und zu wenig unwichtig, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/sinnvolle-Dateinamen.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1915" title="sinnvolle Dateinamen" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/sinnvolle-Dateinamen-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a>Einer der grossen Vorteile von E-Mail ist der einfache Versand elektronischer Dateien. Man nennt solches Zubehör &#8220;Anhänge&#8221; oder noch etwas moderner &#8220;Attachments&#8221;.</p>
<p>Auch ich erhalte gelegentlich elektronische Post mit Beilagen.</p>
<p>Natürlich nicht.</p>
<p>Ich werde vielmehr <strong>täglich eingedeckt mit Dateien, die meist zu wenig wichtig sind, dass ich sie sofort bearbeiten würde und zu wenig unwichtig, dass ich sie sofort löschen könnte.</strong></p>
<p>Ich gehe daher regelmässig den Kompromiss ein, solches Datenmaterial irgendwo in den Tiefen meiner Festplatte abzulegen. Und eigentlich bemühe ich mich darum, das in einer Weise zu erledigen, dass ich die Informationen bei Bedarf auch wieder finden kann. Ein wichtiges Werkezug dabei ist ein aussagekräftiger Dateiname.</p>
<p><strong>Einen sinnvollen und hilfreichen Dateinamen zu finden und anzuwenden ist die Aufgabe dessen, der eine Datei erstellt und des Absenders eines E-Mails in dessen Anhang ich die Datei dann vorfinde.</strong></p>
<p>Das scheint sich jedoch noch nicht so recht herumgesprochen zu haben. Diese Woche nämlich erhielt ich per E-Mail eine angeforderte Krankenkassenofferte, die einem kurzen E-Mail als Anhang angefügt war.</p>
<p>Und wie war die Datei benannt?</p>
<p>Sie hiess &#8220;anhang.pdf&#8221;.</p>
<p><span id="more-1913"></span>Wenn ich nun die Datei zur späteren Lektüre abspeichern will, bin ich gezwungen, ihr einen neuen Namen zu geben, einen, der auch etwas über den Inhalt verrät.</p>
<p>Doch will ich das?</p>
<p>Nein.</p>
<p>Ist das meine Aufgabe als <em>Empfänger</em> einer Information?</p>
<p>Ich finde: Nein.</p>
<p>Warum denn erhalte ich regelmässig E-Mail-Anhänge mit Namen folgender Qualität:</p>
<blockquote><p>newsletter.pdf</p>
<p>aktuelle informationen.pdf</p>
<p>tabelle.xlsx</p>
<p>artikel.pdf</p>
<p>uebersicht.docx</p></blockquote>
<p>Das ist, als würde ich meine Blogarktikel mit &#8220;Blogartikel&#8221; betiteln. Wenig aussagekräftig und deshalb wenig einladend, weil kein bisschen neugierig machend.</p>
<p>Wenn ich Dateien erstelle und sie dann logischerweise auch benennen muss, dann bemühe ich mich um <strong>aussagekräftige Bezeichnungen, die mir helfen, schnell zu finden, was ich gerade brauche</strong>. Ganz besonders gilt das, wenn ich solche Dateien weiterreiche. Nie im Leben würde es mir einfallen, einem Kunden eine Offerte mit der Bezeichnung &#8220;Offerte.pdf&#8221; zuzustellen.</p>
<p>Doch was gehört zu einem aussagekräftigen Dateinamen?</p>
<p>Die Antwort darauf ist natürlich von den individuellen Bedürfnissen abhängig. Für mich sind folgende Elemente wichtig:</p>
<ul>
<li><strong>Dokumententyp</strong>: Damit meine ich nicht txt, pdf oder jpg, sondern eine Bezeichnunng, die mich erkennen lässt, zu welcher &#8220;Familie&#8221; eine Datei gehört. Da steht dann zum Beispiel &#8220;Blogartikel&#8221; oder &#8220;Blog-Bild&#8221; oder aber &#8220;Illustration&#8221; oder &#8220;Skizze&#8221; oder &#8220;Reinzeichnung&#8221; oder &#8220;Visualisierung&#8221; oder &#8220;Rechnung&#8221; oder &#8220;Offerte&#8221; oder &#8220;Tabelle&#8221; oder &#8220;Übersicht&#8221; oder &#8220;Pressetext&#8221;. (Der aufmerksame Leser erkennt: Wer sich auf dieses Element der Dateibezeichnung beschränkt, erhält exakt Ergebnisse der ärgerlichen Kategorie, die ich oben genannt habe.)</li>
<li>Dann natürlich ein möglichst kurzer und aussagekräftiger <strong>Hinweis auf den Inhalt</strong>.</li>
<li>Das <strong>Datum</strong> der Erstellung oder der letzten Bearbeitung</li>
<li>Ein Kürzel für das <strong>Projekt</strong>, zu dem die Datei gehört</li>
<li>Je nach Vorgehen kann es sinnvoll sein, die <strong>Versionen zu nummerieren</strong>, das mache ich gewöhnlich mit &#8220;V1&#8243; usw.</li>
</ul>
<p>Würde ich diesen Artikel also als Datei speichern, hiesse sie &#8220;Blogartikel sinnvolle Dateinamen 110226.txt&#8221;.</p>
<p>Wenn weitere Personen mit meinen Dateien arbeiten müssen, dann ergänze ich Informationen, die für sie wichtig sein könnten. Da erscheint dann  mein Name oder mein Kürzel und allenfalls auch ein Hinweis darauf, wie ich ein Dokument bearbeitet habe. Wenn ich einen Text zur Korrektur erhalte, füge ich dem Dateinamen konsequent ein &#8220;korrcg&#8221; an, bevor ich ihn zurückschicke.</p>
<p>Wer nun zum Beispiel einen Newsletter verschickt, soll doch bitte so freundlich sein, ihn mit seinem Namen zu versehen und mit einem Datum und vielleicht sogar mit einem Stichwort zum inhaltlichen Schwerpunkt. Vielleicht so:</p>
<blockquote><p>Hans Mustermann Newsletter Kommunikation in der Partnerschaft März 2011.pdf</p></blockquote>
<p>Ich möchte verstanden werden. Deshalb <strong>benenne ich meine Dateien so, wie ich es mir selbst wünschen würde, wenn ich welche erhalte</strong>.</p>
<p>Und ich möchte mich selbst verstehen. Deshalb benenne ich meine Dateien so, dass ich auch morgen noch weiss, was drinsteht, nachdem schon wieder hundert andere Sachen meine Gedanken bewegt und Millionen anderer Bytes meine Festplatte aufgewühlt haben.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie ich ein guter Zuhörer werde.</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2010/07/09/wie-ich-ein-guter-zuhorer-werde/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 08:10:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Dracula]]></category>
		<category><![CDATA[Frankenstein]]></category>
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		<category><![CDATA[zuhören]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie bereitet sich eigentlich ein Mitglied des Publikums auf einen Redner vor? Das hat Stefan in einem Kommentar gefragt, nachdem ich vor zwei Monaten Tipps dazu gegeben hatte, wie ein Redner sein Publikum mit direkten oder indirekten Entschuldigungen vergraulen kann. Wie werde ich ein guter Zuhörer? Eine gute Frage, die ich mir – ehrlich gesagt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wie bereitet sich eigentlich ein Mitglied des Publikums auf einen Redner vor?</p></blockquote>
<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/guter-zuhoerer-web.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1337" title="Der perfekte   Zuhörer" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/guter-zuhoerer-web-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Das hat Stefan in einem Kommentar gefragt, nachdem ich vor zwei Monaten <a href="http://verstaendlich.ch/2010/05/07/publikumswirksame-selbstsabotage/">Tipps</a> dazu gegeben hatte, wie ein Redner sein Publikum mit direkten oder indirekten Entschuldigungen vergraulen kann.</p>
<p><strong>Wie werde ich ein guter Zuhörer? </strong>Eine gute Frage, die ich mir – ehrlich gesagt – weniger oft stelle als die nach dem guten Redner.</p>
<p>Um die enorm weite Frage etwas einzugrenzen, wende ich mich einmal mehr kurz der klassischen Rhetorik zu. Sie hat für den Redenanfang 3 Ziele definiert, die der Redner für die Gestaltung des Redeanfangs zu berücksichtigen hat. Er muss</p>
<ol>
<li>Interesse für sein Thema wecken, damit die Zuhörer neugierig und  aufnahmebereit werden.</li>
<li>das Wohlwollen der Zuhörer gewinnen, damit sie bereit sind, ihm –  und <em>gerade</em> ihm – zuzuhören.</li>
<li>den Hauptteil inhaltlich vorbereiten, also ins Thema einführen.</li>
</ol>
<p>Diese 3 Ziele sind ein guter Ausgangspunkt für ein <strong>Profil des guten Zuhörers</strong>. Ein solcher ist</p>
<ol>
<li><strong>wach und aufmerksam,</strong></li>
<li><strong>dem Redner gegenüber offen und wohlwollend und<br />
</strong></li>
<li><strong>am Thema interessiert.</strong></li>
</ol>
<p><span id="more-1333"></span>Gut, ein schlafendes oder zumindest dösendes Publikum kann auch entspannend wirken und die Redeangst verfliegen lassen, aber gewöhnlich wünsche ich mir als Redner doch, dass meine Worte auf wache Ohren stossen. Doch wie zeige ich – im Publikum sitzend und in meinen Ausdrucksmöglichkeiten auf meinen Körper beschränkt – dass ich wach und aufmerksam bin? Sicher nicht, indem ich mehr horizontal als vertikal in meinem Sessel hänge. <strong>Eine aufrechte Haltung und angmessene Körperspannung zeigen, dass ich in Erwartungsposition bin, dass ich ganz hier bin.</strong> <strong>Das wichtigste Signalwerkzeug des Zuhörers jedoch sind die Augen.</strong> Hier kommt die Wachheit am klarsten zum Ausdruck. Also entscheide ich mich für einen solch wachen Blick und gegen die dämmernden Schlafzimmeraugen. Ein guter Redner pflegt intensiven Augenkontakt mit seinem Publikum. Dabei will ich ihm begegnen und ihm etwas zurückgeben. Wenn ich rede, suche ich mir gezielt solche Menschen im Publikum, weil sie mich motivieren und inspirieren. Und wenn ich Zuhörer bin, dann will ich vom Redner im Publikum als solche Person entdeckt werden.</p>
<p>Wir lieben Schubladen. Auch Vorurteile sind Schubladen – Schubladen mit unendlich viel Platz in Schubladenmöbeln, die unendlich erweiterbar sind. Wenn ich einen sehe, für den ich noch keine Schublade habe, dann eröffne ich einfach eine neue. So einfach geht das! Auch beim Zuhören zeigt sich dieser Hang zum Etikettieren: Meine Güte, die Krawatte! Meine Güte, der hat nicht einmal eine Krawatte an! Meine Güte, der hat eine Krawatte an! – Es gibt 100o Gründe, jemandem mit Vorbehalt zu begegnen. Ich rede aber lieber vor Menschen, die mir gegenüber offen und unvoreingenommen sind. <strong>Und ein solcher Zuhörer möchte ich auch sein. Nicht nur unvoreingenommen, sondern wohlwollend, also positiv voreingenommen.</strong> Dazu muss ich bereit sein, mir etwas sagen zu lassen, mich vom Gedanken verabschieden, eh alles besser zu wissen. Dieser Gedanke ist die beste Voraussetzung dafür, nichts dazuzulernen. Und zwar eben nicht, weil ich eh schon alles weiss, sondern weil ich zu blockiert bin, etwas Neues aufzunehmen. <strong>Und wo findet diese Offenheit ihren Ausdruck? – In einem Lächeln (und natürlich auch in den Augen).<br />
</strong></p>
<p>Auch fehlendes Interesse kann meine Lernfähigkeit reduzieren oder gar vernichten. Dabei bin ich der Meinung, <strong>dass man sich wirklich für alles interessieren kann, wenn man will. </strong>Natürlich ist das viel einfacher, wenn ich einem Referat über mein Lieblingsthema lauschen darf. Wenn es zum Beispiel darum geht, ob Dracula einen Kampf gegen Frankensteins Monster gewinnen könnte (was natürlich absoluter Blödsinn ist, Frankensteins Monster wäre der sichere Sieger), dann bin ich ganz Ohr, voll aufnahmefähig – und der Referent wird mir das auch ansehen. Anders jedoch, wenn ich zu einer Weiterbildung über die verschiedenen Knüpftechniken von Orientteppichen gezwungen werde. Mein natürliches Interesse ist hier eher gering. Deshalb habe ich aber noch lange nicht verloren. Es braucht einfach etwas mehr, um in den Zustand echten Interesses zu geraten. <strong>Dazu befasse ich mich schon im Voraus mit dem Thema und überlege mir einige Fragen. </strong>(Das heisst nicht, dass ich ein Buch über Orientteppiche lese. Ich schalte einfach mein Hirn ein und denke mich etwas in das Gebiet hinein.)<strong><br />
</strong></p>
<ul>
<li>Zum Beispiel könnte mich interessieren, wie man den Wert eines geerbten Teppichs bestimmt.</li>
<li>Oder wie lange das Knüpfen eines Quadratmeters Teppich dauert.</li>
<li>Oder 0b Teppichmuster sich an traditionellen Motiven orientieren oder einfach Lust und Launen des Knüpfers folgen.</li>
<li>Oder wie Orienttepppiche zu ihrem guten Ruf gekommen sind, während kein Mensch sich für die Teppichknüpfkunst des Zürcher Oberlandes interessiert.</li>
</ul>
<p><strong>So werde ich zu einem aktiven Zuhörer</strong>, der die präsentierten Informationen laufend verarbeitet. Und natürlich sieht mir das der Redner an.</p>
<p>Eine reizvolle und gedankenerweiternde Hirnübung kann darin bestehen, eine Brücke zu schlagen vom scheinbar uninteressanten Thema zu einem &#8220;meiner&#8221; Themen. Allenfalls bringen Erkenntnisse über das Teppichknüpfen mich der Antwort auf die monumentale Frage näher, ob Dracula Frankensteins Monster besiegen könnte. Würde es einen Vorteil für einen der Kämpfer bedeuten, wenn die Begegnung auf einem Teppich stattfindet?</p>
<p>Und das Beste zum Schluss. Die Frage nach dem guten Zuhörer ist in zwei Schritten ganz schnell zu beantworten:</p>
<ol>
<li><strong>Welche Zuhörer sind mir die liebsten, wenn ich rede?</strong></li>
<li><strong>Was macht mich zu einem solchen Zuhörer?</strong></li>
</ol>
<p>Und übrigens: Es ist durchaus erlaubt, dieses Prinzip auch auf ganz normale Gespräche anzuwenden. Dazu brauche ich keinen grossen Auftritt.<strong><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kommunikation: mehr als originell</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 14:41:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Piktogramme]]></category>
		<category><![CDATA[Witz]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Beitrag schmerzt mich schon, bevor ich ihn geschrieben habe. Denn eigentlich liebe ich Kreativität, und ich finde, unser Alltag ist nun wirklich nicht überfüllt von Originalität und fröhlichen Ausbrüchen kreativer Kraft. Gleichzeitig bin ich der Meinung, dass es für beinahe alles einen angemessenen Ort und eine angemessene Zeit gibt. Vor dieser Tafel habe ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Beitrag schmerzt mich schon, bevor ich ihn geschrieben habe. Denn eigentlich liebe ich Kreativität, und ich finde, unser Alltag ist nun wirklich nicht überfüllt von Originalität und fröhlichen Ausbrüchen kreativer Kraft.</p>
<p>Gleichzeitig bin ich der Meinung, <strong>dass es für beinahe alles einen angemessenen Ort und eine angemessene Zeit gibt.</strong></p>
<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/thalwiler_reinheitsgebote.jpg" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-1121" title="Spielplatz-Reinheitsgebote" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/thalwiler_reinheitsgebote-300x233.jpg" alt="" width="300" height="233" /></a>Vor dieser Tafel habe ich einige Minuten verbracht. Ich wurde hin- und hergerissen. Auf der einen Seite sind da originelle Formulierungen, die ich im Kontext einer Verbotstafel nicht erwartet hätte und die mich zum Lächeln brachten. Auf der anderen Seite beschäftigt mich ja konstant die Frage: Wird um mich herum angemessen und wirkungsvoll kommuniziert? Und das scheint mir hier nicht der Fall zu sein.</p>
<p>Einfach und kurz gesagt: Es ist zu viel des Guten.</p>
<p>Und das Viele, das da ist, scheint mir zudem reichlich unstrukturiert.</p>
<p>Die drei eigentlichen &#8220;Reinheitsgebote&#8221; rechts werden mit durchaus witzigen Sätzen eingeleitet. <strong>Ja, witzig sind sie, dadurch aber auch schwer verständlich.</strong> Wer nicht deutscher Muttersprache ist, dürfte es schwer haben, das Sprachspiel um die <em>Geschäftsbedingungen</em> nachzuvollziehen. Er könnte stattdessen auf die Idee kommen, vor der Benützung (so nennen wir Schweizer die hochdeutsche <em>Benutzung</em>) des Spielplatzes sei ein mehrseitiges Dokument zu studieren und unterzeichnet mit vier Durchschlägen auf der Gemeindeverwaltung abzugeben.</p>
<p><span id="more-1120"></span>Die Absicht hinter dem zweiten Gebot ist unklar. Das einzige Stichwort ist <em>Recycling</em>. Was wird nun von mir als Spielplatzbenützer erwartet? Dass ich meinen Abfall, der nicht in den normalen Müll gehört, wieder nach Hause trage und dann artgerecht entsorge? Oder stehen irgendwo Recyclingcontainer bereit? Mir bleibt ein Fragezeichen.</p>
<p>Ich liebe Piktogramme. Diese hier wirken jedoch wie Fremdkörper. Das untere bezieht sich auf die erste der drei Regeln. Gleichzeitig widerspricht es der zweiten, weil eine Flasche im Abfalleimer landet, anstatt in der Glassammlung ihre vorläufige Ruhestätte zu finden. Das obere Piktogramm bring ein ganz neues Thema auf, denn rechts steht nichts von Hunden. Weshalb nicht? Dazu hätte sich doch auch ein origineller Satz finden lassen.</p>
<p>Und dann der Spielverderber: &#8220;Benützung auf eigene Gefahr.&#8221; Ich vermute, dass dieser Satz aus rechtlichen Gründen auch noch Platz finden musste. Und auch hier fehlt nun jeder Witz. Dabei gäbe es der Möglichkeiten genug (ich lasse mich auf das kleine Gedankenspiel ein, obwohl ich finde, dass diese Sätze hier der Kommunikation eher im Weg stehen):</p>
<blockquote><p>Fallen Sie nicht auf den Kopf!</p></blockquote>
<p>Oder:</p>
<blockquote><p>Hals und Beinbruch beim Spielen!</p></blockquote>
<p>Einfach und etwas länger als eingangs gesagt: <strong>Diese Tafel macht es dem Leser nicht leicht. </strong>Es als Leser nicht ganz leicht zu haben, kann eine prickelnde Erfahrung sein, wenn man ein Gedicht oder einen Roman oder ein Theaterstück oder ein anderes Stück Literatur liest. Nicht aber, wenn es um die Gebrauchsanweisung zu einem Kinderspielplatz geht. Hier muss es schnell und einfach gehen. Die Anweisungen sind nicht zugänglich genug. <strong>Wer dieses Schild entworfen hat, hat nicht (oder zu wenig) vom Empfänger der Botschaft her gedacht.</strong></p>
<p>Nein, ich jammere nicht über den Sprachzerfall. Ich will jedoch, wo ich kann, etwas dazulernen für mein eigenes Kommunizieren. Und wenn Fehler anderer für mich zu einer Lektion werden können, dann freue ich mich darüber, dass ich nicht jeden Fehler selbst machen muss.</p>
<p>Ausserdem unterstreiche ich nochmals meine innere Zerrissenheit (und bitte um einen Hauch Mitgefühl). Die Tafel löst in mir gemischte Gefühle aus: Ich freue mich ehrlich über die Originalität und den Mut, die hier spürbar sind. Aber <strong>mit Originalität allein macht man keine Kommunikation.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sprache gestalten &#8211; auf allen Ebenen</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 16:54:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachgestaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist mir ein Satz begegnet, der mir zu denken gegeben hat: Er schafft aus Chaos Ordnung. Aufgefallen ist mir die Reihenfolge der Wörter. Reden und Schreiben sind Gestaltungsvorgänge. Wir gestalten mit den Wörtern, die wir verwenden. Doch kommt es nicht nur auf die Wahl der Wörter an, sondern auch auf ihre Reihenfolge. A. Er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/woerter_reihenfolge_web.jpg"><img class="size-medium wp-image-1106 alignright" style="width: 300px; height: 225px;" title="woerter_reihenfolge_web" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/woerter_reihenfolge_web-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Heute ist mir ein Satz begegnet, der mir zu denken gegeben hat:</p>
<blockquote><p>Er schafft aus Chaos Ordnung.</p></blockquote>
<p>Aufgefallen ist mir die Reihenfolge der Wörter. <strong>Reden und Schreiben sind Gestaltungsvorgänge. </strong>Wir gestalten mit den Wörtern, die wir verwenden. Doch kommt es nicht nur auf die Wahl der Wörter an, sondern auch auf ihre Reihenfolge.</p>
<blockquote><p>A. Er schafft aus Chaos Ordnung.</p>
<p>B. Er schafft Ordnung aus Chaos.</p></blockquote>
<p>Beide Sätze sagen auf den ersten Blick dasselbe aus. Auf den zweiten Blick jedoch nicht mehr. Je nachdem, wo ich meinen Akzent setzen möchte, wähle ich die eine oder die andere Wortfolge.<span id="more-1105"></span></p>
<p>Die erste Aussage, die ich in Variante B wahrnehme, lautet:</p>
<blockquote><p>Er schafft Ordnung.</p></blockquote>
<p><em>Ordnung schaffen</em> wird so zum Kern meiner Aussage. Und genau darum wird es in vielen Fällen gehen, in denen dieser Satz erscheint.</p>
<p>Anders in Variante A:</p>
<blockquote><p>Er schafft aus Chaos Ordnung.</p></blockquote>
<p>Hier geht der <em>Ordnung </em>das <em>Chaos </em>voran &#8211; was dem zeitlichen Ablauf des Satzinhaltes entspricht: erst Chaos, dann Ordnung. Sollte dieser zeitliche Ablauf wichtig sein, wäre diese Formulierung angemessener. Andererseits lässt sich auch argumentieren, dass die zweite Variante <em>Ordnung </em>ans Ende stellt und ihr somit eine prominente Position einräumt. Was von diesem Satz nachhallt – falls er alleine steht oder ihm eine angemessene Pause folgt – ist diese Ordnung.</p>
<p>Der Hörer oder Leser nimmt solche Nuancen natürlich nicht bewusst wahr. Eine Wirkung haben sie dennoch. <strong>Die Gestaltung von Sprache umfasst eine riesige Palette an kreativen Möglichkeiten, deren Wirkung sich unter der Oberfläche unseres Denkens entfalten.</strong> Eine mitreissender Text verdankt seine Qualität mindestens im gleichen Mass dieser Wirkung wie seinem interessanten Inhalt.</p>
<p>Bei solchen Gestaltungsmöglichkeiten und -entscheidungen geht es nicht um die grundsätzliche Frage nach richtig oder falsch. Vor dem Hintergrund des Anliegens eines Schreibers oder Redners kann eine gewählte Formulierung jedoch durchaus richtig oder falsch sein; richtig dann, wenn sie meine Botschaft verstärkt, falsch, wenn sie das nicht tut oder ihr sogar widerspricht.</p>
<p>Wenn ich also den Prozess vom Chaos zur Ordnung mit Wörtern ausmahlen will, dann werde ich eher sagen</p>
<blockquote><p>Er schafft aus Chaos Ordnung</p></blockquote>
<p>als</p>
<blockquote><p>Der Ordnung geht das Chaos voran. (Wie ich es weiter oben formuliert habe. Der Satz widerspricht sich selbst, weil er genau das Gegenteil von dem tut, was er sagt.)</p></blockquote>
<p><strong>Sprache gestalten bedeutet nicht nur, die richtigen Worte zu finden. </strong>Es kann auch bedeuten, sie in die beste Reihenfolge zu setzen. Auf jeden Fall aber bedeutet es,<strong> sorgfältig vorzugehen und alle Register zu ziehen, um meiner Botschaft auf allen Ebenen zum Durchbruch zu verhelfen.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Sprachzauber&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 17:55:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundsachen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Alles Gute für 2010! Ich hoffe, das Jahr hat rundum gut angefangen. Ich bin gerade noch zu einem kurzen Neujahrsaufenthalt in den schönen Bündner Bergen. Beim Lesen des Tages-Anzeigers vom 30. 12. 09 bin ich auf einen Beitrag in der Rubrik &#8220;Leser fragen&#8221; gestossen, der mich unterhalten und angeregt hat. Er findet daher auch hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alles Gute für 2010! Ich hoffe, das Jahr hat rundum gut angefangen.</p>
<p>Ich bin gerade noch zu einem kurzen Neujahrsaufenthalt in den schönen Bündner Bergen. Beim Lesen des Tages-Anzeigers vom 30. 12. 09 bin ich auf einen Beitrag in der Rubrik &#8220;Leser fragen&#8221; gestossen, der mich unterhalten und angeregt hat. Er findet daher auch hier seinen Platz.</p>
<p>In &#8220;Leser fragen&#8221; beantwortet der Psychoanalytiker Peter Schneider wöchentlich &#8220;Fragen zur Philosophie und Psychoanalyse des Alltagslebens&#8221;. Und ausgerechnet, wenn ich einmal den Tagi durchblättere, geht&#8217;s auch um Sprachliches:</p>
<blockquote><p>Warum nennt man einen erfolgreichen, eingebürgerten Schweizer &#8220;Secondo&#8221; und einen sozial auffälligen, eingebürgerten Schweizer &#8220;Schweizer mit Migrationshintergrund&#8221;? F. K.</p>
<p>Liebe Frau K.<br />
Weil es im richtigen Leben leider nicht so zu- und hergeht wie in Western, wo man die Guten und die Bösen ganz ohne jedweden Sprachzauber und schon von weitem einfach an der Farbe ihrer Hüte unterscheiden kann.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Entschuldigung! &#8211; Wirklich!</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2009/12/09/entschuldigung-wirklich/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 07:56:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Entschuldigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ex-Miss Whitney Toyloy hat nach der Annahme des Minarett-Verbotes die SVP als &#8220;Union der Vollidioten&#8221; bezeichnet. Diese politisch nicht ganz korrekte Äusserung hat für einigen Wirbel gesorgt. Manche und mancher fühlte sich als Anhänger dieser Union (SVP, nicht Vollidioten) direkt betroffen. Nun hat Whitney Toyloy sich entschuldigt. Wirklich. Gemäss 20 Minuten (7. Dezember 09) soll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ex-Miss Whitney Toyloy hat nach der Annahme des Minarett-Verbotes die SVP als &#8220;Union der Vollidioten&#8221; bezeichnet. Diese politisch nicht ganz korrekte Äusserung hat für einigen Wirbel gesorgt. Manche und mancher fühlte sich als Anhänger dieser Union (SVP, nicht Vollidioten) direkt betroffen. Nun hat Whitney Toyloy sich entschuldigt.</p>
<p>Wirklich.</p>
<p>Gemäss <em>20 Minuten</em> (7. Dezember 09) soll sie gesagt haben:</p>
<blockquote><p>Ich bin mir heute bewusst, dass ich die Gefühle von unbescholtenen Bürgern verletzt habe, und entschuldige mich hierfür.</p></blockquote>
<p>Das nenne ich eine Entschuldigung! Um den Inhalt geht es mir übrigens überhaupt nicht, auch nicht darum, wer sich bei wem für was zu entschuldigen hatte (oder nicht). Ich gebe hier keine politische Stellungnahme ab &#8211; ausser der, dass öffentliche Entschuldigungen in der fast ausnahmslosen Regel überhaupt keine sind. Da heisst es meistens:</p>
<blockquote><p>Wenn ich mit meiner Äusserung jemanden verletzt habe, dann tut mir das leid.</p></blockquote>
<p>Das ist keine Entschuldigung. Das ist eine blutleere Nullaussage mit der Absicht, durch Augenwischerei einen Fehler gutzumachen, ohne ihn zuzugeben. In einem solchen Pseudo-Eingeständnis steckt ja auch die (nur spärlich) verhüllte Unterstellung: &#8220;Eigentlich seid ihr selbst Schuld, dass ihr mich falsch verstanden habt.&#8221;<br />
In einer Entschuldigung hat ein Bedingungssatz nichts verloren. Entweder habe ich einen Fehler eingesehen oder nicht. Wenn ich ihn eingesehen habe, dann muss ich ihn auch benennen (wie Frau Toyloy) und dann um Entschuldigung bitten (wie Frau Toyloy).</p>
<p>Und dann noch dies: Ist es nicht schön, dass wir uns überhaupt entschuldigen können? Wie ein Radiergummi für die Seele kommt mir das vor.</p>
]]></content:encoded>
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