… und der Redner die Hauptrolle spielt (wie es sich gehört).
Vor einigen Tagen wurde es mir wieder einmal vor Augen geführt: Auch gute Redner, die ihr Publikum ohne Schwierigkeiten begeistern könnten (weil sie zum Beispiel wissen, wovon sie reden), lassen sich durch eine Powerpoint-Präsentation zu Statisten degradieren.
Start im Abseits
Schon der Aufbau machte es deutlich: Das relativ kleine Publikum von 12 Personen sass an Tischen, die klassisch zum U angeordnet waren. Ausgerichtet war das U auf die Leinwand, wo die Präsentation dominant flimmerte.
Der Redner stand seitlich, im Abseits eigentlich. Für die Hälfte des Publikums (jene an der falschen Flanke des U) bedeutete das, dass sie ihn nur anschauen konnten, wenn sie sich auf ihren Stühlen oder mit diesen drehten. Verschärft wurde die Situation durch die Beleuchtung, die allein auf die Lesbarkeit der Folien abgestimmt war. Zwingende Folge: Der Raum war zu dunkel, der Redner stand nicht nur geometrisch im Abseits, sondern auch im Zwielicht.
Das ist einfach schade.
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