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	<title>verständlich&#187; Rechtschreibung</title>
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		<title>Der ungünstigste Kontext für Schreibfehler</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2011/12/07/der-ungunstigste-kontext-fur-schreibfehler/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 13:53:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundsachen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontext]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>

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		<description><![CDATA[In Ergänzung zu meinem Hinweis auf den ungünstigsten Satz für einen Schreibfehler. Hier entscheidet wieder einmal der Kontext. Und das gleich doppelt. &#160;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Wie-kann-Babylon-Ihnen-helfe.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2463" title="Wie kann Babylon Ihnen helfe?" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/Wie-kann-Babylon-Ihnen-helfe.jpg" alt="Online-Inserat für die elektronische Rechtschreibprüfung &quot;Babylon&quot; – Rechtschreibfehler inklusive!" width="152" height="514" /></a>In Ergänzung zu meinem <a title="verständlich.ch: Der ungünstigste Satz für einen Schreibfehler" href="http://verstaendlich.ch/2011/11/09/der-ungunstigste-satz-fur-einen-schreibfehler/">Hinweis</a> auf den ungünstigsten <em>Satz</em> für einen Schreibfehler.</p>
<p>Hier entscheidet wieder einmal der Kontext. Und das gleich doppelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Heimtückisches Fehlerteufelchen</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 05:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundsachen]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Tippfehler]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/dc-ac.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1317" title="dc-ac" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/dc-ac.jpg" alt="" width="700" height="213" /></a></p>
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		<title>&#8220;überzeugt&#8221; oder &#8220;überzogen&#8221;?</title>
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		<pubDate>Tue, 12 May 2009 14:18:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zweifelsfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[überzeugt]]></category>
		<category><![CDATA[überzogen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das gibt es wohl nur in der Schweiz. Nur hierzulande haben Menschen eine so starke Meinung, dass sie von einer Sache richtiggehend überzogen sind. Andernorts gibt man sich damit zufrieden, überzeugt zu sein. Leider ist überzogen in diesem Zusammenhang falsch, aber immerhin handelt es sich um einen Fehler mit Charme. Wenn ein Schweizer voller Leidenschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das gibt es wohl nur in der Schweiz. Nur hierzulande haben Menschen eine so starke Meinung, dass sie von einer Sache richtiggehend <em>überzogen</em> sind. Andernorts gibt man sich damit zufrieden, <em>überzeugt</em> zu sein. Leider ist überzogen in diesem Zusammenhang falsch, aber immerhin handelt es sich um einen Fehler mit Charme. Wenn ein Schweizer voller Leidenschaft von einer Sache erzählt, von der er überzogen sei, dann sehe ich ihn vor meinem inneren Auge stets ganz eingehüllt vom Objekt seiner unumstösslichen Meinung. Eigentlich ein passendes Bild. Der Grammatik tut es aber Gewalt an.</p>
<p>Wieder einmal ist es recht einfach: Das Partizip (das ist die Form, von der wir hier sprechen) von <em>überzeugen</em> ist <em>überzeugt</em>, während <em>überzogen</em> von <em>überziehen</em> abgeleitet wird. Dass das falsche <em>überzogen</em> im Schweizer Hochdeutsch doch ab und zu zu hören ist, hängt sicher damit zusammen, dass die schweizerdeutschen Dialekte sich grosser grammatischer Freiheit erfreuen. Dort ist <em>überzogen</em> vielerorts gang und gäbe. (Leider weiss ich nicht genau, wo. Wenn meine geschätzten Leser einen Kommentar hinterlassen möchten, auf dem sie die von ihnen bevorzugte Variante zusammen mit dem Ort nennen, an dem sie aufgewachsen sind, dann können wir gemeinsam eine Dialektkarte erstellen.) So ist es ja nicht verwunderlich, dass es auch im Schweizer Hochdeutsch immer wieder einmal auftaucht. Falsch bleibt es aber trotzdem. Überzogen sind Polstermöbel, überzeugt sind Menschen.</p>
<p>Ich gebe noch kurz dem Drang nach, mich zu rechtfertigen: Nachdem mein Artikelchen über <a href="http://verstaendlich.ch/2008/12/05/anfang-jahr-oder-anfangs-jahr/" target="_blank">“Anfang Jahr” oder “anfangs Jahr”</a> der mit Abstand am häufigsten gelesene Post ist, fühle ich mich ermutigt, meinem Empfinden für Recht und Ordnung hier ungehemmter Ausdruck zu verleihen. Ich werde also öfter mal sagen, was falsch ist.</p>
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		<title>&#8220;zusammen schreiben&#8221; oder &#8220;zusammenschreiben&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 06:21:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zweifelsfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Getrenntschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenschreibung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Menschen zusammen schreiben, ist das erfreulich. Der Mensch ist nämlich ein Gemeinschaftswesen und spricht gut auf gemeinsame Aktivitäten an. Zusammen zu schreiben, entspricht daher einem Grundbedürfnis. Etwas anders sieht es beim Zusammenschreiben aus. Hier scheint kein Grundbedürfnis vorzuliegen, im Gegenteil. Oft werden Wörter brutal auseinandergerissen, die in einer festen Beziehung miteinander verbunden sind; die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Menschen zusammen schreiben, ist das erfreulich. Der Mensch ist nämlich ein Gemeinschaftswesen und spricht gut auf gemeinsame Aktivitäten an. Zusammen zu schreiben, entspricht daher einem Grundbedürfnis. Etwas anders sieht es beim Zusammenschreiben aus. Hier scheint kein Grundbedürfnis vorzuliegen, im Gegenteil. Oft werden Wörter brutal auseinandergerissen, die in einer festen Beziehung miteinander verbunden sind; die untrennbar zusammengehören.</p>
<ul>
<li>Zusammen schreiben: Hier ist <em>zusammen</em> gleichbedeutend mit <em>gemeinsam</em>. Es geht also um Gruppenschreiben – wobei die Vorstellung des gemeinsamen Schreibens vielen womöglich gar nicht so angenehm ist. Leichter fällt es uns wahrscheinlich, zusammen zu essen und zu trinken und natürlich zusammen zu lachen. In jedem Fall wird das Adverb <em>zusammen</em> getrennt vom Verb geschrieben. Es erfüllt seine normale Funktion als Adverb und ergänzt die Aussage des Verbs mit einem Hinweis darauf, <em>wie</em> die genannte Tätigkeit geschieht. <em>Zusammen</em> nämlich.</li>
<li>Zusammenschreiben: Hier ist das Adverb <em>zusammen</em> eine feste Verbindung mit dem Verb <em>schreiben</em> eingegangen und bildet mit ihm ein neues Wort mit einer neuen Bedeutung. Bei <em>zusammendrücken</em> ist dasselbe passiert, und niemand wird behaupten, eine leere PET-Flasche zusammenzudrücken sei dasselbe, wie zusammen eine leere PET-Flasche zu drücken. Oder einen Schrank zusammenzubauen dasselbe, wie zusammen einen Schrank zu bauen.</li>
</ul>
<p>Um zu entscheiden, ob nun Getrennt- oder Zusammenschreibung richtig ist, kann die Betonung eines Wortes Hilfe bieten. Ist der erste Teil des zweiteiligen Ausdrucks betont, wird in der Regel zusammengeschrieben. So zum Beispiel <em>zus<span style="text-decoration: underline;">a</span>mmenbauen</em> oder <em>g<span style="text-decoration: underline;">u</span>tschreiben</em> – und natürlich <em>zus<span style="text-decoration: underline;">a</span>mmenschreiben</em>. Werden hingegen beide Wörter betont, ist wahrscheinlich Getrenntschreibung angebracht: <em>zus<span style="text-decoration: underline;">a</span>mmen b<span style="text-decoration: underline;">au</span>en</em> oder <em>g<span style="text-decoration: underline;">u</span>t schr<span style="text-decoration: underline;">ei</span>ben</em> oder <em>zus<span style="text-decoration: underline;">a</span>mmen schr<span style="text-decoration: underline;">ei</span>ben</em>. Aber (leider) Achtung: Diese Regel gilt nicht immer.</p>
<p>Schön ist aber immerhin, dass eine Grundform (ein Infinitiv), die aus <em>einem </em>Wort besteht, auch dann am Stück geschrieben wird, wenn sie als Infinitiv mit <em>zu</em> erscheint. Wenn man sich einmal fürs Zusammenschreiben entschieden hat, darf man also dabei bleiben:</p>
<blockquote><p>Es lohnt sich, zusammenzuschreiben, was zusammengehört.</p></blockquote>
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		<title>&#8220;Anfang Jahr&#8221; oder &#8220;anfangs Jahr&#8221;?</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2008/12/05/anfang-jahr-oder-anfangs-jahr/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 15:11:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zweifelsfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Anfang]]></category>
		<category><![CDATA[anfangs]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzte Woche im Radio: “Anfangs Jahr wird der RAF-Terrorist Christian Klar aus der Haft entlassen.” In der Regel liebe ich Grautöne, mein Leben und Denken sind alles andere als schwarzweiss. Aber das ist leider einfach falsch. Und es bleibt falsch, auch wenn der Fehler inzwischen so verbreitet ist, dass schon eher auffällt, wer ihn nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche im Radio: “Anfangs Jahr wird der RAF-Terrorist Christian Klar aus der Haft entlassen.” In der Regel liebe ich Grautöne, mein Leben und Denken sind alles andere als schwarzweiss. Aber das ist leider einfach falsch. Und es bleibt falsch, auch wenn der Fehler inzwischen so verbreitet ist, dass schon eher auffällt, wer ihn nicht macht. – Wo liegt das Problem?</p>
<p>Kompliziert ist es nicht: <em>Anfangs</em> ist ein Adverb wie <em>gestern, heute, abends</em> usw. Es bedeutet “am Anfang” oder “zuerst” und steht ohne Angabe einer Zeitspanne. Beispiel:</p>
<blockquote><p>Im April bezogen wir unser neues Haus. Anfangs fühlte ich mich noch fremd in den unvertrauten Räumen, doch dieses Gefühl liess bald nach.</p></blockquote>
<p>Wenn man sich auf den Anfang einer Zeitspanne bezieht, zum Beispiel den Anfang eines Monats oder eines Jahres, benötigt man dazu kein Adverb, sondern ganz einfach das Substantiv (Hauptwort) <em>Anfang</em>, das dann mit der Zeitangabe kombiniert wird:</p>
<blockquote><p>Anfang Jahr, Anfang September, Anfang der Woche, Anfang des Monats usw.</p></blockquote>
<p>“Anfangs Jahr” ist zwar umgangssprachlich an der Tagesordnung, in der Schriftsprache aber nach wie vor falsch. So einfach ist es manchmal.</p>
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