<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>verständlich&#187; Wahrnehmung</title>
	<atom:link href="http://verstaendlich.ch/tag/wahrnehmung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://verstaendlich.ch</link>
	<description>[mit] Sprache gestalten</description>
	<lastBuildDate>Tue, 27 Mar 2012 07:31:22 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>Sprache und Wahrnehmung (wieder einmal)</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2010/05/19/sprache-und-wahrnehmung-wieder-einmal/</link>
		<comments>http://verstaendlich.ch/2010/05/19/sprache-und-wahrnehmung-wieder-einmal/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 May 2010 06:05:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdsprachen]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Auster]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://verstaendlich.ch/?p=1228</guid>
		<description><![CDATA[Letzte Woche im Migros Magazin: Unter dem Titel &#8220;Blau ist nicht blau&#8221; erscheint ein kurzes und leider fast unscheinbares Artikelchen zu einem meiner Lieblingsthemen. Und weil es so gut war, zitiere ich es hier komplett: Blau ist nicht blau Die Farbe Blau ist für Italiener nicht einfach nur blau: Das sonnenverwöhnte Volk am Mittelmeer kennt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche im Migros Magazin: Unter dem Titel &#8220;Blau ist nicht blau&#8221; erscheint ein kurzes und leider fast unscheinbares Artikelchen zu einem meiner Lieblingsthemen. Und weil es so gut war, zitiere ich es hier komplett:</p>
<blockquote><p>Blau ist nicht blau</p>
<p>Die Farbe Blau ist für Italiener nicht einfach nur blau: Das sonnenverwöhnte Volk am Mittelmeer kennt mindestens drei verschiedene Bezeichnungen für Blau &#8211; &#8220;blu&#8221; für dunkelblau, &#8220;azzurro&#8221; für hellblau und &#8220;celeste&#8221; für die Farbe des hellen Himmels in der Mittagssonne. Im grauen England hingegen sind Himmel und Meer schlicht &#8220;blue&#8221;. Für Sprachforscher ein Hinweis darauf, wie untrennbar Wahrnehmung und Sprache miteinander verbunden sind. &#8220;Wenn wir, wie die Isländer, viele Begriffe für Schnee kennen, ist unsere Fähigkeit, die unterschiedlichen Schneesorten blitzartig zu unterscheiden, sehr ausgeprägt.&#8221; Lernen wir nun eine neue Sprache, erlernen wir nicht nur eine neue Art zu sprechen, sondern machen uns auch eine neue Wahrnehmung zu eigen.</p>
<p>(Migros Magazin 19, 10. Mai 2010, S. 81)</p></blockquote>
<p>Wie schön und einfach erklärt. (Obwohl sich ein kleiner Fehler eingeschlichen hat: Für die Engländer sind Himmel und Meer natürlich nicht schlicht &#8220;blue&#8221;, sondern schlicht &#8220;grey&#8221;.)</p>
<p>Das bringt mich zurück zu Paul Auster, über dessen neuen Roman <em>Invisible</em> (<em>Unsichtbar</em>) ich <a href="http://verstaendlich.ch/2010/04/25/paul-auster-invisible-unsichtbar/">hier</a> vor einigen Wochen geschrieben habe. Aus diesem Roman habe ich mir etwas notiert, das beinahe nahtlos ans Migros Magazin anknüpft.</p>
<p>(In einem Schritt vom Migros Magazin zu Paul Auster: Da soll mir noch einer sagen, ich sei kein flexibler Denker.)</p>
<p>Bei einem Abendessen mit dem Protagonisten bezeichnet die Sprachtherapeutin Hélène Juin (in meiner Ausgabe auf Seite 197) die Sprache als die Fähigkeit, die Welt durch Symbole zu erleben (&#8220;the ability to experience the world through symbols&#8221;). Sie behauptet gar, Gedanken könnten nicht ohne Sprache existieren (&#8220;thought cannot exist without language&#8221;). Nun zeigen die Folgen, die Verletzungen oder Erkrankungen gewisser Hirnregionen auf das Sprachvermögen haben können, dass Sprache eine Funktion des Gehirns und die Sprachfähigkeit daher eine physische Eigenschaft des Menschen ist (&#8220;a physical property of human beings&#8221;). Wenn wir nun die Welt mithilfe der Sprache wahrnehmen, unser Denken ohne Sprache also undenkbar wäre und diese Sprache körperlichen Ursprungs ist, dann ist die weit verbreitete Sicht der Dualität zwischen Geist und Körper nicht zu vertreten (&#8220;which proves that the old mind-body duality is so much nonsense, doesn&#8217;t it?&#8221;): Körper und Geist sind eins.</p>
<p>So wenige Gedankensprünge benötigt Hélène, um vom Sprachvermögen her das Wesen des Menschen zu erklären.</p>
<p>Danke, Migros Magazin!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://verstaendlich.ch/2010/05/19/sprache-und-wahrnehmung-wieder-einmal/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sprache der Schwäche &#8211; Sprache der Stärke</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2010/02/20/sprache-der-schwache-sprache-der-starke/</link>
		<comments>http://verstaendlich.ch/2010/02/20/sprache-der-schwache-sprache-der-starke/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 17:21:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[positive Sprache]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://verstaendlich.ch/?p=1068</guid>
		<description><![CDATA[Anstatt uns damit abzumühen, Schwächen auszubügeln (oder es mindestens zu versuchen), sollten wir in unsere vorhandenen Talente investieren und dann abheben. Das jedenfalls finden Marcus Buckingham und Donald O. Clifton in ihrem Buch Entdecken Sie Ihre Stärken jetzt! Sie wollen dem Leser helfen, seinen besten Seiten auf die Spur zu kommen und sie weiterzuentwickeln. Mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anstatt uns damit abzumühen, Schwächen auszubügeln (oder es mindestens zu versuchen), sollten wir in unsere vorhandenen Talente investieren und dann abheben. Das jedenfalls finden Marcus Buckingham und Donald O. Clifton in ihrem Buch <strong><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593383888?ie=UTF8&amp;tag=textmitprof-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3593383888" target="_blank"><em>Entdecken Sie Ihre Stärken jetzt!</em></a> </strong>Sie wollen dem Leser helfen, seinen besten Seiten auf die Spur zu kommen und sie weiterzuentwickeln. Mit diesem Ziel vor Augen präsentierten sie drei Werkzeuge, darunter &#8220;eine gemeinsame Sprache zur Beschreibung ihrer Talente&#8221;. Das sei nötig, <strong>weil unsere Sprache armselig sei, wenn es darum geht, von menschlichen Stärken zu sprechen</strong>. Ausdrucksstark sei sie hingegen beim Betrachten und Beschreiben von Schwächen und Mängeln.</p>
<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/sprache_der_staerke_web.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1071" title="sprache_der_staerke_web" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/uploads/sprache_der_staerke_web-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Das hat mich an das Gefühl erinnert, das mich immer wieder beim Beurteilen von Studentenarbeiten beschleicht: Unser Benotungssystem orientiert sich in erster Linie an Mängeln. In der Schule habe ich das so kennengelernt, dass der Lehrer die Fehler zählte und dann die Note von der maximalen 6 absteigend berechnete. Das Gefühl, das bleibt: Je weniger ich falsch mache, desto besser bin ich. Und: Je mehr ich falsch mache, desto schlechter bin ich.</p>
<p><strong>Interessiert sich denn keiner für das, was stimmt?</strong></p>
<p>In einem solchen Rahmen ist es schwierig, sich an dem zu orientieren, was gut ist &#8211; und dann auch davon zu reden.</p>
<p><span id="more-1068"></span>Das beschäftigt mich schon länger, und folgende Ausführungen von Buckingham und Clifton haben mich angeregt, weiter darüber nachzudenken:</p>
<blockquote><p><strong>Die Sprache der menschlichen Schwäche ist reich und vielfältig.</strong> Es gibt bedeutungsvolle Unterschiede in den Ausdrücken Neurose, Psychose, Depression, Manie, Hysterie, Panikattacken und Schizophrenie. Ein Fachmann für geistige Krankheit ist sich dieser Unterschiede genau bewusst und berücksichtigt sie beim Erstellen einer Diagnose und der Bestimmung der Behandlung. Tatsächlich ist diese Sprache der Schwäche so weit verbreitet, dass die meisten von uns Laien sie wahrscheinlich ziemlich genau anwenden.<strong></strong></p>
<p><strong>Demgegenüber ist die Sprache der menschlichen Stärke arm.</strong> Wenn Sie wissen wollen, wie arm, hören Sie ein paar Personalfachleuten zu, die die Vorzüge von drei Kandidaten für eine Stelle beschreiben. Sie werden wahrscheinlich eine Anzahl von Verallgemeinerungen wie &#8220;Mir gefiel ihre Menschenkenntnis&#8221; oder &#8220;Er erschien mir selbstmotiviert&#8221; hören, aber dann wird das Gespräch wieder auf den Vergleich von Tatsachen, wie der Ausbildung und Berufserfahrung der einzelnen Kandidaten zurückkehren. Wir wollen nicht nur die Personalfachleute kritisieren. Wenn Sie führenden Managern beim Gespräch über dieselben drei Kandidaten zuhören, werden Sie wahrscheinlich eine ähnliche Unterhaltung hören. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass die Kandidaten bei der Beschreibung ihrer eigenen Stärken dieselben Verallgemeinerungen hervorholen und sich dann in die komfortable Sicherheit ihrer Ausbildung und Berufserfahrung zurückziehen werden.</p>
<p>Die traurige Wahrheit ist, dass die zur Verfügung stehende Sprache, die Sprache der menschlichen Stärken, bestenfalls noch immer rudimentär ist. Nehmen Sie zum Beispiel den Ausdruck &#8220;Menschenkenntnis&#8221;. Wenn Sie sagen, dass zwei Leute &#8220;Menschenkenntnis&#8221; haben, was sagt Ihnen das dann über die beiden? Es sagt Ihnen, dass sie beide anscheinend gut mit Menschen auskommen, aber wahrscheinlich nicht mehr. Es sagt Ihnen zum Beispiel nicht, ob einer von ihnen nach dem ersten Kennenlernen schnell das Vertrauen anderer Menschen erwerben kann, während der andere beim Herstellen des Kontakts glänzt. Beide Fähigkeiten haben mit Menschen zu tun, aber sie sind offensichtlich nicht dasselbe. (S. 40-41)</p></blockquote>
<p>Wenn das stimmt, dann sind wir sprachlich tatsächlich arm dran. Und da unsere Sprache unsere Wahrnehmung und unser Denken prägt, kann diese Armut bedrückende Konsequenzen haben.<strong> Sind wir tatsächlich mehr an Schwächen und Mängeln orientiert als an Möglichkeiten und Potenzialen, die in uns schlummern?</strong> Und was sagt das über unsere Sicht des Lebens?</p>
<p>Doch glücklicherweise können wir <strong>unsere Sprache gestalten &#8211; und über unsere Sprache auch unsere Sicht der Welt</strong>. Was hindert uns also daran, gerade im Reden über das Gute und Schöne neu aus dem Vollen zu schöpfen und kreativ, präzise und verständlich von dem zu reden, was uns an anderen (und an uns selbst) begeistert?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://verstaendlich.ch/2010/02/20/sprache-der-schwache-sprache-der-starke/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wie es euch gefällt. Teil 2</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2009/03/11/wie-es-euch-gefallt-teil-2/</link>
		<comments>http://verstaendlich.ch/2009/03/11/wie-es-euch-gefallt-teil-2/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 07:04:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[übersetzen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://verstaendlich.ch/?p=289</guid>
		<description><![CDATA[Im letzten Artikel habe ich auf ein Experiment hingewiesen, das – kurz gefasst – bestätigt, dass wir die Welt um uns so wahrnehmen, wie sie uns in den Kram passt. Der Kram sind dabei unsere vorgefassten Meinungen und Klischees. Dieser Beitrag des Schweizer Fernsehens hat mich an einen Podcast von SWR2 (5:04 Min, Start in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a href="http://verstaendlich.ch/2009/02/27/wahrnehmung-wie-es-euch-gefallt/" target="_blank">letzten Artikel</a> habe ich auf ein Experiment hingewiesen, das – kurz gefasst – bestätigt, dass wir die Welt um uns so wahrnehmen, wie sie uns in den Kram passt. Der Kram sind dabei unsere vorgefassten Meinungen und Klischees. Dieser Beitrag des Schweizer Fernsehens hat mich an einen <a href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/campus/archiv/-/id=658600/nid=658600/did=3094924/13dcp64/index.html" target="_blank">Podcast</a> von SWR2 (5:04 Min, Start in der rechten Spalte oben) erinnert, den ich vor längerer Zeit gehört habe und der in eine ähnliche Richtung weist.</p>
<p>Im Fernsehbericht ging es darum, wie stark unsere Wahrnehmung einer Mitteilung vom Image des Sprechers bestimmt wird. Der SWR2-Beitrag befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Grammatik: Dieselbe Sache (im Experiment kamen kurze Filme zum Einsatz) wird von Sprechern verschiedener Sprachen unterschiedlich wahrgenommen. Und diese Unterschiede sind abhängig von den grammatischen Strukturen der Muttersprache.</p>
<p><a href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/campus/archiv/-/id=658600/nid=658600/did=3094924/13dcp64/index.html" target="_blank">5 Minunten und 4 Sekunden</a> – eine bescheidene Investition für eine unterhaltsame Horizonterweiterung.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://verstaendlich.ch/2009/03/11/wie-es-euch-gefallt-teil-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wahrnehmung: Wie es euch gefällt.</title>
		<link>http://verstaendlich.ch/2009/02/27/wahrnehmung-wie-es-euch-gefallt/</link>
		<comments>http://verstaendlich.ch/2009/02/27/wahrnehmung-wie-es-euch-gefallt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 14:25:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cla Gleiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://verstaendlich.ch/?p=281</guid>
		<description><![CDATA[Das Wissensmagazin “Einstein” auf SF (Schweizer Fernsehen) hat gestern einen brisanten Bericht ausgestrahlt. Ich halte mich bei der Beschreibung kurz und integriere unten das Video (Dauer: 7:27): Die beiden Parteipräsidenten Christian Levrat (SP) und Toni Brunner (SVP) lasen vor der Kamera eine Erklärung über Massnahmen gegen die steigende Kriminalität in der Schweiz vor. Beide lasen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/schublade-web.jpg"><img style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-left: 0px; margin-right: auto; border-bottom: 0px" title="schublade_web" src="http://verstaendlich.ch/wordpress/wp-content/schublade-web-thumb.jpg" border="0" alt="schublade_web" width="454" height="288" /></a></p>
<p>Das Wissensmagazin “Einstein” auf SF (Schweizer Fernsehen) hat gestern einen brisanten Bericht ausgestrahlt. Ich halte mich bei der Beschreibung kurz und integriere unten das Video (Dauer: 7:27): Die beiden Parteipräsidenten Christian Levrat (SP) und Toni Brunner (SVP) lasen vor der Kamera eine Erklärung über Massnahmen gegen die steigende Kriminalität in der Schweiz vor. Beide lasen den gleichen Text, der von der CVP (!) stammte, in beiden Fällen also höchstens teilweise auf der Parteilinie lag.</p>
<p>Die Videos wurden dann je 100-mal einzelnen Passanten vorgeführt. Jede Person sah dabei nur eine der Stellungnahmen und musste diese dann beurteilen. Gefragt wurde, ob die Aussagen typisch für Levrat (respektive Brunner) seien, eher rechts oder links einzuordnen, konservativ oder progressiv. Das verblüffende Resultat: Die CVP-Massnahmen aus dem Mund von Christian Levrat wurden als progressiv und typisch SP eingeschätzt, während sie von Toni Brunner kommend als konservativ und SVP-mässig beurteilt wurden.</p>
<p>Wieder einmal zeigt sich: Wir nehmen die Welt so wahr, wie sie uns in den Kram passt. Der Kram sind in diesem Fall unsere vorgefassten Meinungen. Die unsichtbare Brille, die wir tragen, sorgt dafür, dass einmal gefällte (Vor-)Urteile immer wieder bestätigt werden, denn Hinterfragen ist anstrengend. Aber ich will hier nicht fatalistische Trübsal blasen, sondern vielmehr Lust machen, über die eigene Brille nachzudenken und den Horizont auch einmal aus ungewohnter und vielleicht unbequemer Richtung weiten zu lassen.</p>
<p><object width="378" height="273" data="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/05a34997-763d-47bf-8fad-783523395bf1&amp;live=false" type="application/x-shockwave-flash"><param name="wmode" value="transparent" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="scale" value="noscale" /><param name="src" value="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/05a34997-763d-47bf-8fad-783523395bf1&amp;live=false" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://verstaendlich.ch/2009/02/27/wahrnehmung-wie-es-euch-gefallt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

