Diesen Frühling sass ich mit zwei Freunden in unserem Garten bei einem Bier. Der Mangel an Gesprächsstoff brachte uns auf eine lustige Idee: Wir diskutierten, wie wir die Dinge nennen könnten, die uns umgaben.
Natürlich, eigentlich gibt es ja für alles bereits eine Bezeichnung. Aber warum sollte uns das daran hindern, Alternativen zu diskutieren? Und was sollte uns daran hindern, diese Alternativen auch zu verwenden, wenn sie uns gefielen und vor allem witziger waren als die ursprünglichen Wörter?
Inzwischen sprechen wir eine Sprache, die hier kaum mehr jemand versteht. Aber wir drei verstehen uns prächtig.
Nun gut, wahr ist diese Geschichte nicht. Jedenfalls beinahe nicht. Als ich mich im Sommer für den Blogartikel “Sprache als Vereinbarung” gedanklich frisch machte, stiess ich in einem Buchkapitel über die Funktion sprachlicher Zeichen jedoch auf einen bezaubernden Bericht. Er wird in Meyers Konversationslexikon von 1889 unter “Sprache und Sprachwissenschaft” geschildert: Weiterlesen: